Forum: Karriere
Pornodreh in der Freizeit: Was geht den Chef mein Hobby an?
Guido Thomasi

Nach Feierabend kann jeder treiben, was er will. Oder? Eine Erzieherin wurde gefeuert, weil sie in ihrer Freizeit Pornos dreht. Wie weit darf sich der Arbeitgeber ins Privatleben einmischen?

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cherrypicker 24.07.2014, 11:15
1. Es gab meines Wissens mal den Fall ...

... einer Grundschullehrerin, die im Nebenberuf einen Swinger-Club betrieb. Auch hier klagte der Arbeitgeber, er verlor. Allerdings war das keine konfessionell gebundene Schule.

Wenn man allerdings bedenkt, dass Kindergärten heute oft zu 100% vo Staat finanziert weren, selbst wenn sie in kirchlicher Trägerschaft sind, dann darf man schon die Frage stellen, inwieweit die Kirche hier noch irgendwelche Sonderrechte ableiten darf.

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hman2 24.07.2014, 11:24
2. Der Text greift viel kurz

Kein Arbeitgeber muss es hinnehmen, wenn ein Mitarbeiter den Ruf der Firma gefährdet. Soviel Loyalität kann jeder AG von seinen AN verlangen, denn das sind nebenvertragliche Pflichten.

Auch muss kein AG dulden, wenn ein Mitarbeiter in Konkurrenz zu ihm tritt.

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Humboldt 24.07.2014, 11:25
3. Doppelmoral

Zitat von cherrypicker
... einer Grundschullehrerin, die im Nebenberuf einen Swinger-Club betrieb. Auch hier klagte der Arbeitgeber, er verlor. Allerdings war das keine konfessionell gebundene Schule. Wenn man allerdings bedenkt, dass Kindergärten heute oft zu 100% vo Staat finanziert weren, selbst wenn sie in kirchlicher Trägerschaft sind, dann darf man schon die Frage stellen, inwieweit die Kirche hier noch irgendwelche Sonderrechte ableiten darf.
Hat denn der Kollege, der die Kollegin anschwärzte, und welcher offensichtlich in seiner Freizeit Pornos konsumiert, zumindest eine Abmahnung vom Arbeitgeber bekommen, da das Schauen von Pornos ja wohl ebenfalls mit den Moralvorstellungen des kirchlichen Arbeitgeber kollidieren dürfte.

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Kiste 24.07.2014, 11:27
4. Keine Chance

Dieser Fall ist schon grenzwertig. Pornodarstellerin ist nun mal keine normale seriöse Tätigkeit und die Vorstellung, dass man so einer seine Kinder bzw. behinderte Familienangehörige anvertrauen soll, ist sehr gewöhnungsbedürftig. Ich denke, die Richter werden das auch so sehen und urteilen, dass Eltern dieses nucht zugemutet werden kann. Frau Pink wird sich wohl eine neue Arbeitsstelle suchen müssen.

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berniejosefkoch 24.07.2014, 11:33
5. Die Kündigung ist unwirksam

@hman2: wo bitte schön ist der Ruf des Arbeitgebers gefährdet ? Insbesondere weil die Frau schon 17 Jahre ohne Beanstandung da gearbeitet hat? Was hat Freizeitbeschäftigung (welche das immer auch ist und solange die Arbeitskraft nicht beeinträchtigt wird) mit dem Ruf des Arbeitgebers zu tun? Hier ist nicht die Frau hingegangen und hat gesagt "Huhu, ich mache Pornos in meiner Freizeit" sondern ein Kollege hat sie angeschwärzt!

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Andr.e 24.07.2014, 11:33
6. Oberflächlichkeit ist einfach!

Zitat von Kiste
Dieser Fall ist schon grenzwertig. Pornodarstellerin ist nun mal keine normale seriöse Tätigkeit und die Vorstellung, dass man so einer seine Kinder bzw. behinderte Familienangehörige anvertrauen soll, ist sehr gewöhnungsbedürftig. Ich denke, die Richter werden das auch so sehen und urteilen, dass Eltern dieses nucht zugemutet werden kann. Frau Pink wird sich wohl eine neue Arbeitsstelle suchen müssen.
Was ist daran bitte gewöhnungsbedürftig. Ich formulier es Mal so: Bei der Dame müssen Sie wahrscheinlich keine Angst um Ihre Angehörigen haben. Die hat offensichtlich so viel Selbstvertrauen, das Sie aus Ihrem Leben das macht, was Sie möchte. Andere dagegen schaffen das nicht - da kann dann schon Mal was gegen den Baum laufen.

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jenswie 24.07.2014, 11:37
7. Religion ist Privatsache

Keine Sonderrechte für die Kirche!
Ich würde meine Kinder eher einem Pornosternchen anvertrauen als einem Priester

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stefansaa 24.07.2014, 11:38
8.

Zitat von Kiste
Dieser Fall ist schon grenzwertig. Pornodarstellerin ist nun mal keine normale seriöse Tätigkeit und die Vorstellung, dass man so einer seine Kinder bzw. behinderte Familienangehörige anvertrauen soll, ist sehr gewöhnungsbedürftig. Ich denke, die Richter werden das auch so sehen und urteilen, dass Eltern dieses nucht zugemutet werden kann. Frau Pink wird sich wohl eine neue Arbeitsstelle suchen müssen.
Was ist denn eine normale, seriöse Tätigkeit und wieso gehört Pornodarsteller/in nicht dazu?

Was disqualifiziert denn die Frau mit Kindern umzugehen?

Ich hätte keine Probleme einer solchen Dame meine Kinder anzuvertrauen. Wieso auch nicht? Solange sie nichts illegales macht und keine Drehs auf der Arbeit statt finden, wüsste ich nicht was dagegen spricht.

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stefansaa 24.07.2014, 11:41
9.

Zitat von hman2
Kein Arbeitgeber muss es hinnehmen, wenn ein Mitarbeiter den Ruf der Firma gefährdet. Soviel Loyalität kann jeder AG von seinen AN verlangen, denn das sind nebenvertragliche Pflichten. Auch muss kein AG dulden, wenn ein Mitarbeiter in Konkurrenz zu ihm tritt.
Nein kann er nicht. Der Arbeitnehmer kann in seiner Freizeit machen was er möchte, sofern er nichts kriminelles tut. Es geht einen Arbeitgeber einfach nichts an.

Bei einer Konkurrenzsituation spielen andere Faktoren eine Rolle. Zum Beispiel Insider-Wissen etc. da hat ein Arbeitgeber andere Möglichkeiten und auch das Recht sein Unternehmen zu schützen.

Warum das Rufschädigend sein soll, müssen Sie mal erklären. Was ist denn schlimm daran wenn man in einem der größten Multimedialen Arbeitsbereiche tätig ist? Haben Sie eigentlich eine Ahnung wie viel Umsatz die Pornoindustrie jährlich erzielt und wie viele Männer/Frauen sich das reinziehen?

Meiner Ansicht nach ist der regelmäßige Gang zur "Hure um die Ecke" wesentlich schlimmer.

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