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Posse aus Nordrhein-Westfalen: "Justizministerium" wird "Ministerium der Justiz" - fü
DPA

Die neue Landesregierung von Nordrhein-Westfalen benennt für viel Geld zwei Ministerien um. Sie sagt: "Fragen der Effizienz stellen sich bei der Namensgebung nicht."

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SarahMue 21.08.2017, 21:20
10. Ein besserer Name

Ich habe einen sehr seriösen Vorschlag: Nennen wir das Ministerium "Schwanzus Longus Ministerium".

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karend 21.08.2017, 21:25
11. .

Wenn es um den Trog geht, den die Steuerzahler so willig und widerstandslos füllen, unterscheiden sich die Politiker kaum. Selbst der ehemalige Pastor, hm Bundespräsident a. D., schöpft aus dem Vollen: Er nutzt den von den Bundestagshaushältern für die Ausstattung ehemaliger Bundespräsidenten gesetzten Rahmen konsequent bis zum Anschlag. Es ist eine Frechheit, dass dieser Ehrensold weiterhin ausgezahlt wird. Leider wird sich kein Politiker finden, der diesem Unsinn ein Ende setzen wird.

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hasselblad 21.08.2017, 21:30
12.

Die geflügelte Formulierung "das kostet den Steuerzahler" ist wie üblich manipulativ und in der Sache falsch. Sie suggeriert, es gäbe eine Verfügungsgewalt durch die Bürger, die explizit für die Maßnahme in Anspruch genommen würden. "Der Steuerzahler" hat aber mit Erhalt des Steuerbescheides seine Schuldigkeit getan, die Steuereinnahmen an sich und deren Verwendung liegen ausschließlich in der Hand der Kommunen, der Länder oder des Bundes. Insofern muss es eher "das kostet das Land" heißen. Abgesehen vom Klugscheißen: kosteneffizientes Wirtschaften ist von politischen Institutionen, die keinerlei Insolvenzrisiko tragen und nicht rechenschaftspflichtig sind, auf Sicht nicht zu erwarten. Was auch ok ist, die bisherigen Versuche, Politik nach betriebswirtschaftlichen Maßgaben zu machen, mögen aus ökonomischer Perspektive honorig sein, sind in der Sache aber höchst kontraproduktiv. Als Beispiele dienen die vielen im wahrsten Sinne kaputtgesparten öffentlichen Institutionen wie Polizei, Justiz und Schulwesen. Wenn man als Land nun aber meint, auf Teufel komm raus sparen zu müssen, erschließt sich hier der Zweck der Maßnahme nicht wirklich; knapp 27K für Bullshit sind zwar tatsächlich Peanuts, bei 100 solcher Peanuts-Aktionen über die Zeit liest sich die Zahl in der Addition aber irgendwann nicht mehr so lustig.

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Rubyconacer 21.08.2017, 21:31
13. Sack voll Flöhe

So ein Flohsack geht dem Ministerpräsidenten "des" Bundeslandes gehörig... Neben aufgeblasenen Dativsätzen (Fetisch: "von"!) zur krampfhaften Genitivvermeidung, finde leider auch Präpositionen inflationär Verwendung. Der Sinn leidet darunter und der geneigte Lesen ärgert sich. Elegante Formulierungen, wie Justizministerium oder "das Haus Gottes" (statt peinliches "das Haus vom Gott"!) zeugen oft von Angst des Schreibers, den Satz nicht korrekt zu Ende bringen zu können. Bei Schildern und Namen sollte diese keinerlei Rolle spielen.

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Newspeak 21.08.2017, 21:33
14. ...

Klar, aber den Sozen wird immer vorgeworfen sie koennten nicht mit Geld umgehen und wuerden es immer nur verschwenden. Bei der CDU ist sowas natuerlich normal und voellig in Ordnung. Man, wie mich dieses Land ank...

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rob34 21.08.2017, 21:43
15. Die Provinzposse ist eher diese Anfrage

Ist imho sinnvoll, die Namen der Ministerien denjenigen der Bundesregierung anzupassen. 26.000 Euro Kosten dafür, sind Peanuts, weniger als ein Zehntelcent pro Einwohner NRWs. Diese komplett überflüssige kleine Anfrage der SPD hat wahrscheinlich mehr Kosten verursacht als die Umbenennung und ist die eigentliche Posse. Wenn die NRW-SPD die Zeit mit solchen Schwachsinnsanfragen vergeudet, ist sie zurecht abgewählt worden. Traurig, dass Spiegelonline solchen Unsinn auch noch kolportiert.

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rotweisser 21.08.2017, 21:47
16. Im ./. Mik

Herr Zimkeit möge in diesem Zusammenhang bitte offenlegen, was die damalige Umbenennung des Innenministeriums (IM) zum Ministerium für Inneres und Kommunales (MIK) unter "seiner" SPD-Grünen-Regierung gekostet hat.

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conocedor 21.08.2017, 21:49
17. gang und gäbe

Das ist aktuell aber nicht die einzige Neugestaltung.

Weil der grüne Weltenretter Remmel 2010 seinen Willen bekommen musste, wurde dem Namen des Ministeriums für "Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen" noch ein "Klimaschutz" vorangestellt.

Nun ist der Minister weg und die Behörde wieder um einen Schutz im Titel erleichtert.

Soll heißen: Auch mit einer Ministeriumsbenamung wird gern das Ego des Amtsvorstehers verschriftlicht.

Was nun aber in Justiz- und Finanzressort die Umformung eines zusammengesetzten Substantivs in drei Einzelwörter bewirken soll, erschließt sich mir nicht so recht.

Andererseits kommt es insbesondere in NRW auf 26000 Euro zum Fenster rausgeworfenes Steuergeld nun wirklich nicht mehr an.

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Balschoiw 21.08.2017, 21:53
18. Interessant

wird werden, wer von diesen Ausgaben, die ich im Übrigen für völlig untertrieben halte (das wird Minimum sechstellig werden), profitieren wird. Da braucht es sicher ganz dolle Medienfirmen und Kommunikationsberater, die dann all das schöne neue Zeug entwerfen, erstellen und integrieren. Es wird interessant sein zu wissen, ob sich mein Verdacht bestätigt und hier unter der Hand Salbungen für Freunde verteilt werden. Wenn Laschet versucht den Kölner Klüngel auf Landesebene zu bringen, dürfte es sehr schnell finster werden für den Hobby-Dozenten aus Aachen.

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sven2016 21.08.2017, 21:59
19.

Artikel wegen 26.000 Euro? Respekt.

Die Summe wurde beim G20-Gipfel alle paar Sekunden verbraten...

Obwohl diese Umbenennung sinn- und anlasslos ist. Seit wann erstreben Bundesländer, sich dem Bund anzupassen? Bisher waren sie parteiübergreifend stolz auf "föderale Unabhängigkeit".

Die CDU wird auch immer seltsamer. Altersbedingt?

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