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Posse aus Nordrhein-Westfalen: "Justizministerium" wird "Ministerium der Justiz" - fü
DPA

Die neue Landesregierung von Nordrhein-Westfalen benennt für viel Geld zwei Ministerien um. Sie sagt: "Fragen der Effizienz stellen sich bei der Namensgebung nicht."

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joey55 22.08.2017, 11:00
70.

Zitat von lesheinen
Ja klar, immer dann, wenn der Geschäftsbereich anders zugeschnitten wird. Neu ist im vorliegenden Fall, dass bei der selben Aufgabenstellung ein anderer Name gewählt wird. Zum anderen Beispiel "Studentenwerk - Studierendenwerk": Es passt nicht. In diesem Fall wurde dem gendermainstream (den ich persönlich anders nenne) Rechnung getragen. Weibliche Studierende sollten auch vom Namen dieser Dienststelle umfasst werden. Die Alternative "Studenten- und Studentinnenwerk" klingt ja wirklich ein wenig umständlich. Und eine weitere Betonung mittels dem Feministnnen-"I" halte ich für unsäglich.
1) Auch die Zuschneidung eines Ministeriums ist nur eine politische Entscheidung und in der Regel nicht sachlich notwendig.

2) Auch das althergebrachte Wort "Studentenwerk" hat bereits alle Geschlechter mitumfasst. 800.000 € für den Zeitgeist auszugeben, scheint opportun, aber bei 26.000 € ist man besonders streng.

bezeichnend für die Problemorientierung in Deutschland.

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burlei 22.08.2017, 11:09
71. Mal etwas oT zu den Kosten

Als 1994 die neugegründete Deutsche Bahn AG ein neues Logo benötigte, beauftragte sie den Grafikdesigner Kurt Weidemann mit der Entwicklung dieses Logos. Heraus kam ein Logo, das frapant an das Logo der Schi(enen)-Stra(ße)-Busse der 50er Jahre erinnert. Siehe http://www.badische-zeitung.de/waldshut-tiengen/wenn-eisenbahner-ins-erzaehlen-kommen--48626243.html , im Foto ist dieses Logo sehr gut zu erkennen. Gezahlt wurde dem Grafiker 200.000 DM. Klingt viel, aber die Einsparungen sind enorm. Weniger Farbe beim Siebdruckverfahren, weniger Stiche bei den gestickten Logos der Dienstkleidung usw. Das alles kann man aber bei der Umbenennung nicht ansetzen, das kostet alles nur. Und bestimmt mehr als 26.000

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ksy 22.08.2017, 11:37
72. Ein unglaublicher politischer Erfolg für die Schwarz/gelbe Regierung

und sicher einer der politischen Großtaten in den ersten 100 Tage und vielleicht in der ganzen Legislaturperiode. Erinnert einen an die Mehrwertsteuer für Hotels. Hätte irgendwie besser zu einem FDP Minister gepasst. Stellt sich nur die Frage was kommt noch ? Und wie die neue Regierung die Infrastrukturprobleme im Ruhrgebiet auf die Reihe bekommen will. Man hört nichts vom Soli für Bedürftige. Sollte man ohne hin auf die politisch Bedürtigen erweitern.

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rolantik 22.08.2017, 11:46
73. Es gibt noch schlimmere Wortgeschöpfe wegen Gender

Auf meiner Uni heisst es im Zusammenhang mit Gasthörern:
- Gasthörendenstudium
- Büro für Gasthörende
- Gasthörendenbüro
- Liebe Gasthörende
Auf einer anderen Uni las ich: Gasthörer und Seniorstudierende
Nur weil man vermeiden will Gasthörer uns Gasthörerin(nen) zu schreiben, kreiiert man solche Wortmonster.
Es mag noch z.B. für "biertrinkende Studenten" grammatikalisch richtig sein, aber "gasthörende Senioren" ist doch wohl befremdlich und dazu grammatikalisch inkorrekt.

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mystyhax 22.08.2017, 11:49
74. Ok ok...

Das Justizministerium in NRW hatte in der letzten Zeit schlechte Presse. Da macht eine Umbenennung in "Ministerium der Justiz" durchaus Sinn. Die fangen quasi bei null an. LOL

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