Forum: Karriere
Posse in Westfalen: Polizist schwimmt trotz Badeverbot - Staatsanwaltschaft ermittelt
DPA

Ein Polizist badet in einem See - und muss um seinen Job fürchten: Es herrschte Badeverbot. Setzten sich Kollegen für ihn ein, damit eine Anzeige zurückgezogen wird? Die Staatsanwaltschaft ermittelt.

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hermann gottschewski 10.08.2018, 18:12
10. An der falschen Schraube gedreht

Natürlich ist es unverhältnismäßig, einem Polizeianwärter wegen einer solchen Geschichte seine Karriere zu verbauen. Nur wird hier an der falschen Schraube gedreht, wenn man die Anzeige aus diesem Grund zurückzieht. Der soll seine Strafe schon zahlen wie jeder andere auch, der bei so etwas erwischt wird, zumal er ja später von anderen Menschen das gleiche verlangen muss. Wenn er deshalb von der Polizei nicht übernommen wird, ist das allerdings unverhältnismäßig, und da muss eben an derjenigen Schraube gedreht werden, die über die Übernahme von Polizeianwärtern entscheidet, denen mal ein Fauxpas unterlaufen ist. Wenn die Polizeikollegen allerdings versuchen, Bürger von einer Anzeige abzubringen, nur weil der Beschuldigte einer der ihren ist, dann ist an der Eignung dieser Kollegen für ihren Beruf zu zweifeln. Da ist mindestens eine deutliche Disziplinarstrafe fällig, damit eine solche Kumpelei nicht wieder vorkommt.

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Marvin__ 10.08.2018, 18:13
11. Anzeige gegen Polizisten fallen gelassen, gegen die anderen nicht?

Es wäre nachvollziehbar, wenn die Polizei sich mit dem Verein auf eine Wiedergutmachung außerhalb eines Strafverfahrens geeinigt hätte - so hoch muss ein illegaler Badeausflug ja nicht aufgehängt werden. Dann gilt das aber für alle Beteiligten - eine Sonderbehandlung für Polizisten geht gar nicht.

Scharf verfolgt gehört jedoch das Verhalten der beiden Vorgesetzten und der Polizeisprecherin, wenn E-mails und Protokolle tatsächlich belegen sollten, dass Einfluss genommen wurde, und dass die Öffentlichkeit darüber belogen wurde.

Weil sich Polizisten besonders gesetzestreu zu verhalten - nicht nur privat, sondern auch im Dienst!

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spmc-12355639674612 10.08.2018, 18:23
12. Die Zeiten ändern sich

Früher hätte Angelvereinsvorsitzender (wenigstens in Bayern) den Übeltätern wahrscheinlich ein paar kräftige Watschen verpasst, sie mit einem kehligen "schleicht's eich!" nach Hause geschickt und die Sache wäre ausgestanden gewesen, heute bekommen sie eine Anzeige und landen in den langsam aber gründlich mahlenden Mühlen der Justiz. Ich hätte als junger Mann wohl die Watschen bevorzugt ;-)

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akase93 10.08.2018, 18:25
13. welch ein kleinkarierter Mist

läuft denn da? Hat die Hitze vielleicht ein paar der Protagonisten das Hirn gegart? Wie kann man wegen so einer Bagatelle gleich nach dem Kadi plärren? Das ist echte Klein-Klein-Kleingärtnermentalität und Missgunst in Reinkultur , wenn man bei diesem Wetter einem Menschen die Abkühlung neidet und verwehrt.

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Severussupernase 10.08.2018, 18:27
14. Aber

wenn jemand die "Polizei" als blöden Bullen bezeichnet, dann hagelt es Strafanzeigen,
aber die gewaltbereiten CSU Schlägercops können ja machen was sie wollen und brauchen sich nicht an Recht und Gesetz zu halten

Die Umfragen sind eindeutig:
CSU raus aus bayern
Stoppt Polizeistaat
Piraten wählen

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voiceecho 10.08.2018, 18:38
15. Wenn wir in Deutschland sonst

keine wichtigeren Probleme haben, dann geht es uns wirklich sehr gut!

Zur Erinnerung wir haben Flüchtlingskrise, Rentenproblem, Pflegenotstand, Bauvorhaben (BBI, Stuttgart 21), die mehr Milliarden kosten und nicht rechtzeitig nicht fertig werden, Lehrermangel, marode Schulen und Straßen, Leistungsmissbrauch beim Kindergeld und Hartz4, Wohnungsnotstand, und und und... aber natürlich ist das Verbrechen in einem See zu baden, ist natürlich wesentlich wichtiger und der angehende Polizist muss nicht nur raus geschmissen werden, sondern mind. 20 Jahre in ein Arbeitslager. Ironie Ende! Armes Deutschland!

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jowitt 10.08.2018, 18:40
16. @ wolleb heute, 17:36 Uhr

Zitat von wolleb
Seit wann kann man eine Strafanzeige zurück ziehen?
Immer dann, wenn es sich nicht um ein Offizialdelikt (z.B. Mord) handelt. Hausfriedensbruch wird nur bei entsprechender Anzeige geahndet. Hier wird die Staatsanwaltschaft nicht von selbst aktiv.

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neowave 10.08.2018, 18:51
17. Hausfriedensbruch!

Ich bin selbst erschrocken darüber, aus der Hüfte heraus 3 aktuelle Fälle von mutmasslichen bzw. bestätigten Übergriffen gegen Bürger nennen zu können: Der polizist, der bei einer Kontrolle den PKW-Fahrer verprügelt und dann wegen Wiederstand angezeigt hat: Wäre nicht ein Video aufgetaucht, der unschulddige Fahrer hääte verloren, weil Polizisten immer Recht bekommen. Der Fall aus/um Bonn, wo ein israelischer Staatsbürger von Polizisten als Täter angesehen und verprügelt wurde. Nach dem die Polizisten ihren Irrtum bemerkten, gingen sie auf der Wache das Opfer massiv an, keine Anzeige zu erstatten. So seine Anschuldigung im Rahmen seiner vor 2-3- Wochen dennch erstatteten Anzeige. Aktuell soll/wird ein Fall untersucht, bei dem ein 46jähriger in Rietberg-Mastholte während eines Polizeieinsatzes zu Tode kam. Die Angehörigen des Opfers werfen der Polizei unverhäftnismässige Gewalt vor und stützen sich nach eigenen Angaben auch auf Augenzeugen. Im Fall des Polizeianwärters hier aus dem Spiegel-Bericht geht es um Hausfriedensbruch! Ganz unzweifelhaft hat der dafür die üblichen, vorgesehenen Konsequenzen zu tragen. Zum Nutzen und Ansehen aller anständigen und gesetzestreuen Ordnungshüter. PS: Das die Anzeige für die anderen Beteiligten weiterhin bestand hat, zeigt nur, wie verurteilenswert die Handhabung dieser Angeleggnheit ist. Einer Bannenrepublik mehr als angemessen.

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neowave 10.08.2018, 18:55
18. Hausfriedensbruch! (Egänzung)

Ich bin selbst erschrocken darüber, aus der Hüfte heraus 3 aktuelle Fälle von mutmasslichen bzw. bestätigten Übergriffen gegen Bürger nennen zu können: Der polizist, der bei einer Kontrolle in/um Herford den PKW-Fahrer verprügelt und dann wegen Wiederstand angezeigt hat: Wäre nicht ein Video aufgetaucht, der unschulddige Fahrer hääte verloren, weil Polizisten immer Recht bekommen. Der Fall aus/um Bonn, wo ein israelischer Staatsbürger von Polizisten als Täter angesehen und verprügelt wurde. Nach dem die Polizisten ihren Irrtum bemerkten, gingen sie auf der Wache das Opfer massiv an, keine Anzeige zu erstatten. So seine Anschuldigung im Rahmen seiner vor 2-3- Wochen dennch erstatteten Anzeige. Aktuell soll/wird ein Fall untersucht, bei dem ein 46jähriger in Rietberg-Mastholte während eines Polizeieinsatzes zu Tode kam. Die Angehörigen des Opfers werfen der Polizei unverhäftnismässige Gewalt vor und stützen sich nach eigenen Angaben auch auf Augenzeugen. Im Fall des Polizeianwärters hier aus dem Spiegel-Bericht geht es um Hausfriedensbruch! Ganz unzweifelhaft hat der dafür die üblichen, vorgesehenen Konsequenzen zu tragen. Zum Nutzen und Ansehen aller anständigen und gesetzestreuen Ordnungshüter. PS: Das die Anzeige für die anderen Beteiligten weiterhin bestand hat, zeigt nur, wie verurteilenswert die Handhabung dieser Angeleggnheit ist. Einer Bannenrepublik mehr als angemessen.

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Dorn 10.08.2018, 18:59
19. Augenmaß vor "Recht"

Gut, daß die Anzeige zurückgezogen wurde. So verständlich die Belange des Fischervereins sein mögen: Es kann nicht sein, daß wegen eines besseren Bubenstreichs die berufliche Laufbahn eines - wohl ansonsten unbeanstandeten - Menschen verbaut wird. Die Konsequenzen sieht wohl auch der Vereinsvorstand als übermässig an. Insofern: Scheint wieder alles in Butter.

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