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Profi-Tipps für die Bewerbung: So überzeugt Ihr Lebenslauf
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Der Lebenslauf ist immer noch ein zentrales Element bei der Bewerbung. Wie schafft man es, ihn so zu schreiben, dass er Personaler und zukünftige Chefs überzeugt? Hier kommen die wichtigsten Tipps.

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crestwood 04.05.2018, 08:51
10.

Zitat von dbeck90
Zumindest in den frühen Berufsjahren war 30% Entscheidungsanteil vom Elternhaus geprägt, was mir auch oft von personalern gesagt wurde. Wenn sich jemand auf einen technischen Beruf bewirbt, und im Lebenslauf steht das der Vater bereits meister und mutter ingenieurin ist, wird dieser nunmal zuerst genommen, da Motivation umd Erfahrung schon durch gutes Elternhaus erarbeitet wurden.
Man kann das ganze auch anders betrachten: Da hat jemand keine Ahnung was er/sie machen soll und lässt sich von den Eltern beeinflussen oder gar unter Druck setzen bei der Berufswahl. Ohne Familientradition ist die Berufswahl zumindest eine bewusste Entscheidung.

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echobravo 04.05.2018, 09:22
11. Lebenslauf

Ich habe kürzlich eine Stelle als Entwicklungsingenieur angetreten, also nicht unbedingt niederqualifiziert. Mein Lebenslauf unterscheidet sich tatsächlich, was den Inhalt angeht, nicht signifikant vom hier im Artikel geschriebenen. Aber eines darf man nicht vergessen: Ein fachlich informierter Gegenüber kann auch aus einem nicht perfekten Lebenslauf herauslesen, was ein Bewerber an Berufserfahrung, Stärken, Schwächen usw. hat.

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elzoido 04.05.2018, 09:39
12. Profi-Tipp für Unternehmen

Zur Abwechselung habe ich mal Tipps für Unternehmen auf Grundlage eigener Erfahrungen:
- Stellenausschreibungen sollten genauso frei von Rechtschreibfehlern und Zeichenstezungsfehlern sein, wie es von Bewerbungen erwartet wird.
- Bewerber sollten ein Mindestmaß an Rückmeldung bekommen. Eine Absage sollte das Mindeste sein, Eingangsbestätigung der Bewerbung wäre auch schön. Von einer Begründung der Absage will ich gar nicht erst reden
- Den Namen des Bewerbers bei Kontaktaufnahme richtig schreiben
- Die Bewerbungsunterlagen an die richtige Person zurücksenden
- Eine zeitnahe Rückmeldung geben. Eine Einladung zum Bewerbungsgespräch 10 Monate nach der Bewerbung (wie gesagt, beruht auf eigenen Erfahrungen) könnte unter Umständen etwas spät sein

Mir ist bewusst dass Unternehmen aus einem großen Pool an Bewerbern wählen können und daher nicht darauf angewiesen sind nur einen meiner "Tipps" zu beherzigen. Ich bin aber der Meinung wer hohe Ansprüche an Andere stellt, sollte wenigstens versuchen diese auch selbst zu erfüllen. Aber das ist nur meine Meinung...

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Hamberliner 04.05.2018, 10:31
13. Re: Wieso nicht die Eltern?

Zitat von dbeck90
Zumindest in den frühen Berufsjahren war 30% Entscheidungsanteil vom Elternhaus geprägt, was mir auch oft von personalern gesagt wurde. Wenn sich jemand auf einen technischen Beruf bewirbt, und im Lebenslauf steht das der Vater bereits meister und mutter ingenieurin ist, wird dieser nunmal zuerst genommen, da Motivation umd Erfahrung schon durch gutes Elternhaus erarbeitet wurden.
Privilegien, die sich aus dem Elternhaus ergeben, hat der Kandidat nicht erarbeitet, sie sind ihm zugeflogen ohne dass er einen Finger dafür krumm gemacht hätte. Wer sich wirklich selbst von unten emporgekämpft hat und wem es insofern im Blut steckt, bei Schwierigkeiten fürs Unternehmen die Kastanien aus den Feuer zu holen hat kein Elternhaus zum kokettieren. Promovieren und sich von promovierten Eltern pampern lassen ist zweierlei.

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upalatus 04.05.2018, 11:40
14.

Zitat von solitaryway
Ich bin echt überrascht, was alles in solch einen Lebenslauf reingehört. Ausbildung und Werdegang ist natürlich klar. Nur bei Auszeichnungen, Mitgliedschaften, besondere Fähigkeiten oder auch außerberuflichen Interessen kommt mir ein Fragezeichen auf. Aber gut, die Zielgruppe des Artikels ist ja eindeutig mittel- bis höherqualifizierte Menschen. Wenn so jemand Schlichtes wie ich damit ankommen würde, bekäme der jeweilige Personalverantwortliche einen Lachanfall.
Besondere Fähigkeiten und Ausserberufliche Interessen waren schon zu meiner Zeit der handgetippten Lebenläufe Bestandteil des Textes.

Ich hab die Erfahrung gemacht, dass besonders der Punkt der Auss.ber.Int. recht interessant für Leser und später beim persönlichen Treffen sein können. Dabei muss es sich nicht um basejumping oder hobbymäßiges Krokodilerwürgen handeln; ganz schlichte Aktivitäten wie Fussball oder Gartenfaible usw. lassen, ehrlich dargebracht, die Symphatiewerte steigen. Nicht gut sind gar keine Aktivitäten; dann muss der Bewerber zb halt hoffen, dass Pappas Kontakte gut genug sind.

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harryholdenwagen 04.05.2018, 11:45
15.

Zitat von dbeck90
Zumindest in den frühen Berufsjahren war 30% Entscheidungsanteil vom Elternhaus geprägt, was mir auch oft von personalern gesagt wurde. Wenn sich jemand auf einen technischen Beruf bewirbt, und im Lebenslauf steht das der Vater bereits meister und mutter ingenieurin ist, wird dieser nunmal zuerst genommen, da Motivation umd Erfahrung schon durch gutes Elternhaus erarbeitet wurden.
Eltern kann man reinschreiben, wenn man gerade aus der Schule kommt und noch keine nennenswerten berufliche Stationen hat. Meist hat man dann nur einen Schulabschluss, Hobbys und vielleicht noch einen Nebenjob.
Nach der Ausbldung hat das nichts mehr im Lebenslauf zu suchen.

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harryholdenwagen 04.05.2018, 11:54
16.

Eigentlich müsste man mal alle SPON Artikel zu dem Thema nebeneinander legen. SPON fragt immer einen Personaler, wie er es gerne hätte und gibt das als Tipps raus. Dabei ist das von Personaler zu Personaler verschieden. Die eine stört sich nicht an 3 Seiten Lebenslauf und die andere findet 2 Seiten schon zu viel. Der eine will keine Deckblätter, weil das nur unnütze Seiten sind und der andere legt darauf Wert.

Es gibt keine normierte Form der Bewerbung in Deutschland, was solche Artikel obsolet macht. 50% des Lebenslauf sind standardisiert und den Rest muss jeder selbst entscheiden. Ob das dem potenziellen Arbeitgeber gefällt oder nicht, kann hier niemand sagen und auch nicht bei den tausenden anderen Hilfeseiten und vermutlich sogar nicht mal der Arbeitgeber.

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Emma Woodhouse 04.05.2018, 12:08
17.

Zitat von elzoido
Zur Abwechselung habe ich mal Tipps für Unternehmen auf Grundlage eigener Erfahrungen: - Stellenausschreibungen sollten genauso frei von Rechtschreibfehlern und Zeichenstezungsfehlern sein, wie es von Bewerbungen erwartet wird. - Bewerber sollten ein Mindestmaß an Rückmeldung bekommen. Eine Absage sollte das Mindeste sein, Eingangsbestätigung der Bewerbung wäre auch schön. Von einer Begründung der Absage will ich gar nicht erst reden - Den Namen des Bewerbers bei Kontaktaufnahme richtig schreiben - Die Bewerbungsunterlagen an die richtige Person zurücksenden - Eine zeitnahe Rückmeldung geben. Eine Einladung zum Bewerbungsgespräch 10 Monate nach der Bewerbung (wie gesagt, beruht auf eigenen Erfahrungen) könnte unter Umständen etwas spät sein Mir ist bewusst dass Unternehmen aus einem großen Pool an Bewerbern wählen können und daher nicht darauf angewiesen sind nur einen meiner "Tipps" zu beherzigen. Ich bin aber der Meinung wer hohe Ansprüche an Andere stellt, sollte wenigstens versuchen diese auch selbst zu erfüllen. Aber das ist nur meine Meinung...
Nein, das ist auch meine Meinung! Ein sehr erfrischender Beitrag, dem ich nur wenige Punkte hinzufügen möchte:

Die Stellenausschreibungen sollten auch Botschafterinnen der Unternehmen sein, statt sich in immer gleichen, schnarchnasigen Satzbausteinen zu wiederholen. Ein wenig frischer Wind wäre angesagt. Hier habe ich kürzlich gelesen 'Ihr neuer Arbeitgeber stellt sich vor und bewirbt sich um Ihre Mitarbeit' (so ähnlich jedenfalls).

BewerberInnen wissen mittlerweile, dass sie jederzeit 'engagiert, belastbar, kommunikationsstark, teamfähig, sozial kompetent, stressresistent, verbindlich, sprachbegabt, organisationstalentiert' zu sein haben sowie über weitere Nobelpreis-verdächtige Kompetenzen verfügen sollten. Gähn. Wer würde es wagen, auch nur eine dieser Fähigkeiten NICHT vorweisen zu können? Die Unternehmen sollten auch vergleichbare Vorzüge anbieten können. BewerberInnen sind keine Bittsteller, sondern wertvolle künftige 'human resources'.

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Emma Woodhouse 04.05.2018, 12:24
18.

Zitat von dbeck90
... Wenn sich jemand auf einen technischen Beruf bewirbt, und im Lebenslauf steht das der Vater bereits meister und mutter ingenieurin ist, wird dieser nunmal zuerst genommen, da Motivation umd Erfahrung schon durch gutes Elternhaus erarbeitet wurden.
Angaben zu den Eltern haben in CVs schon ewig nichts mehr zu suchen, Es wirkt im Gegenteil so, als sei der Bewerber noch immer vom Elternhaus abhängig, unselbstständig und seiner eigenen Fähigkeiten unsicher. Oder anders ausgedrückt: Das Herausstreichen des vermeintlich 'guten Elternhauses' geht beim Personaler nach hinten los.

Und würden Sie es von einem gestandenen Bewerber mit evtl. eigener Familie nicht ein wenig peinlich finden, wenn er von Mama und Papa berichtet?

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markus_wienken 04.05.2018, 12:54
19.

Zitat von solitaryway
Ich bin echt überrascht, was alles in solch einen Lebenslauf reingehört. Ausbildung und Werdegang ist natürlich klar. Nur bei Auszeichnungen, Mitgliedschaften, besondere Fähigkeiten oder auch außerberuflichen Interessen kommt mir ein Fragezeichen auf. Aber gut, die Zielgruppe des Artikels ist ja eindeutig mittel- bis höherqualifizierte Menschen. Wenn so jemand Schlichtes wie ich damit ankommen würde, bekäme der jeweilige Personalverantwortliche einen Lachanfall.
Wenn sich mit den Auszeichnungen, Mitgliedschaften oder besonderen Fähigkeiten einen Bezug zu dem neuen Job oder der Firma herstellen lassen, kann es nicht schaden diese dann auch mit in den Lebenslauf mit aufzunehmen.
Ist das nicht der Fall, haben diese Dinge dort natürlich nichts zu suchen.

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