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Prozess gegen Reinigungsfirma: Toilettenfrau erkämpft sich 1000 Euro Tellergeld
DPA

Wer bekommt das Tellergeld, das vor öffentlichen Klos eingesammelt wird? Eine Toilettenfrau zog vor Gericht und erzielte einen Vergleich mit ihrem Arbeitgeber: Für zwei Monate bekommt sie eine Pauschale.

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hooverphonic 25.09.2014, 19:23
60. Was wäre wenn...? (oder: Wer kontrolliert das?)

Wie wäre das eigentlich, wenn eine Toilettenfrau doch so weit denkt, dass sie von ihrem nominalen Hungerlohn kaum leben kann und 50% des Tellergeldes in die eigene Tasche steckt? Wer würde das eigentlich merken? Keiner, oder? "Toilettengäste" zählen würde auch nicht klappen, weil dann die Nichtzahler auch mit drin wären.

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Benjowi 25.09.2014, 19:55
61. Widerliche Arbeitgebermasche!

Ich würde im Traum nicht darauf kommen, dasss dieses Geld in die ´Kasse des Unternehmers fließt-möglichst noch als Schwarzgeld. Ich bin immer davon ausgegangen, dass ich damit dm Personal ein zusätztliches Trinkgeld gebe und finde diese Masche, die dieser Arbeitgeber und wohl auch andere da abziehen hochgradig widerlich!

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muffe 25.09.2014, 20:10
62. Moment mal....

...die Dame sitzt also nur da, um den Teller zu bewachen? Sie selber macht da also gar nicht sauber? Ist ja interessant. Ich fühle mich auch schon fast genötigt, dort immer Trinkgeld zu lassen, die vielen Hinweisschilder und Aufforderungen dazu kann man ja kaum mit gutem Gewissen übersehen;-) Aber wenn die Dame da selber gar nix tut, dann muss sie von mir auch kein Trinkgeld bekommen. Wenn ich wüsste, dass das Geld wenigsten fair an die Reinigungskräfte verteilt wird, würde ich schon was geben. Dass die Unternehmen das Geld einkassieren ist sowieso ziemlich dreist.

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herkurius 25.09.2014, 20:16
63. Nötigung für Notdurft

Zitat von McMathew
Natürlich sieht man sich als Benutzer genötigt (!), ein Benutzungsentgeld auf den Teller zu legen, (...) Diese Toiletten-Mafia gehört verboten, in ganz Deutschland!
Wenn es denn eine richtige Klofrau ist. Die erkennt man daran, daß man sie oft nicht erkennt, weil sie gar nicht da ist, sondern putzt. Und die soll auch meine fünzig Cents gerne kriegen, wenn ich nicht gerade die Hinterlassenschaften meiner vorigen Besucher in der Kabine vorgefunden habe.

Aber da ist das Schnellrestaurant, einen Block vom Kölner Hauptbahnhof entfernt, bei dem der Warmluft-Händetrockner ausgeschaltet wurde und ein, eh, Mitbürger, im Restaurant, vor der Klotür, hinter dem Sichtschutz zum Restaurant hin, hält einem mit strahlendem Lächeln ein Papierhandtuch hin, den obligatorischen Teller natürlich demonstrativ vor sich. Der hat noch nie die Sche... weggeputzt, soviel ist sicher. Also der kriegt von mir nix ... und sein Restaurant auch nicht mehr, die ganze Kette. Es muß ja eine Absprache (von der zweifellos die Zentrale keine Ahnung hat) gegeben haben.

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ohnebenutzername 25.09.2014, 20:16
64. Autobahnraststätten

Solange ich noch krauchen kann, krabbel ich unter jedem Drehkreuz an der Autobahnroilette durch und gebe die 50Cent direkt in die Hand des Toilettenmanns/frau. Zur Nachahmung empfohlen.

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craan 25.09.2014, 20:17
65.

Ich bin bisher davon ausgegangen, dass das Tellergeld jenen zukommt, die dort für Sauberkeit sorgen. Für andere möchte ich nichts geben, weder für die Betreiberfirma, noch für jemanden, der ausschließlich den Teller bewacht. Ich stecke ja auch Ordnungsamt-Patrouillen nichts zu, die den Stadtweiher bewachen - oder dem uniformierten Schniegel, der in der Bank am Ausgang steht. Das klärende Gespräch mit der Toilettenfrau über die Aufteilung keramischen Guthabens wird wohl länger dauern als mein eigentliches Geschäft.

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Chatzi 25.09.2014, 21:04
66. Bravo

der tapferen Frau, die solche Machenschaften ans Tageslicht bringt! Ich dachte auch immer, Toillettengeld ist fürs Personal gedacht. Dass davon wieder mal Profit für grosse Unternehmen abfällt, und dann noch in solchem Ausmass, ist unerhört!

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sweetrat 25.09.2014, 21:27
67. Dort war das

Nachdem so viele fragen, wo das war: Im Centro in Oberhausen, schreibt derwesten, dessen Link Google auf "Toilettenfrau Gericht" liefert.

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Dr.Fuzzi 25.09.2014, 21:34
68. Och Joh!

Ich bin bis dato davon ausgegangen, das ich der Toilettenaufsicht, beim Verlassen dieser ein Trinkgeld für ihre Tätigkeit bzgl. Reinhaltung usw. gebe.

Das werde ich nun eher nicht mehr tun, denn wie dem Artikel zu entnehmen, hat dieses Personal zumeist offensichtlich lediglich die Aufgabe, das Tellergeld zu beaufsichtigen und regelmäßig zu entleeren - nix mit Reinigung usw.. Für rumsitzen und beobachten, wie sich ein Teller mit Geld füllt, ist wohl der kommende Mindestlohn von 8,50 € mehr als üppig.

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schrägervogel 25.09.2014, 22:47
69. Clevere Masche

Jemanden, der aussieht wie eine Reinigungskraft, für 50 EUR den Teller bewachen lassen, und 500 EUR ?freiwilliges Nutzungsentgelt? kassieren. Die tatsächlichen Reinigungskräfte sind so oder so die Beschissenen.

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