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Prozess um beklebten Firmenwagen: "Mit so einem Puffauto fahre ich nicht"
DPA

Den neuen Dienstwagen fand er anstößig: Ein Mitarbeiter eines Kaffeevertriebs weigerte sich, ein mit nackten Frauenbeinen beklebtes Auto zu fahren - und wurde gefeuert. Zu Unrecht, entschied nun das Arbeitsgericht.

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Nordstadtbewohner 14.10.2015, 18:54
40. Wirtschaftliche Realitäten bitte nicht ausblenden.

Zitat von Annabelle1811
Und diese Werbung ist -weiß Gott - nicht übermäßig gut. Ich als Mitarbeiterin hätte darauf auch verzichtet. Und wenn alle anderen Werbeträger ohne solchen Mist sind, dann sehe ich das auch als Diskriminierung und gezieltes Mobbing.
Warum sollte ein Unternehmer alle seine Werbeträger (Fahrzeuge) neu bekleben, wenn es im Moment nur bei einem notwendig ist?

Hier wird einfach die Realität ausgeblendet und der wirtschaftliche Aspekt außer Acht gelassen.

Ich habe schon beruflich mit Menschen wie Ihnen zu tun gehabt, die gleich in jeder Sache, die ihnen nicht passt, Mobbing sehen. Mit solchen Leuten kann man kaum vernünftig arbeiten.

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lagermeister17 14.10.2015, 18:55
41. Sexismus ??

Zitat von tetaro
Als Frau würde ich mir neben einer solchen Werbung ausgeprochen entblößt vorkommen.
Aber Sie wissen doch, daß Frauen, die etwas zu zeigen haben, dies auch gerne zeigen - und auch auf ihre diesbezügliche Rechte bestehen. Wenn etwa Schuldirektor(inn)en die Schülerinnen auffordern, z.B. nicht bauchfrei in die Schule zu kommen, gibt es jedenfalls gleich Proteste. Es sind vielmehr (Lesbo-)Feministinnen, welche die solchermaßen erfolgreichen Frauen zu Opfern eines "Sexismus" erklären. Sexismus liegt eigentlich nur vor, wenn Menschen aufgrund ihres Geschlechts benachteiligt oder beschuldigt werden.

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Crom 14.10.2015, 18:57
42.

Jetzt darf es in der Werbung nicht mehr schöne Frauenbeine geben? Sind bald alle Frauen auf Plakaten verschleiert? Dann können wir den Deutschland gleich zur IS-Provinz erheben. Ob das dann den Frauen besser gefällt?

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bruno bär 14.10.2015, 18:57
43. Jo

Wer sagt eigentliche, dass die Beine einer Frau gehören? Kann ein Mann sich die Beine nicht rasieren, kann ein Mann keine schlanken Beine haben und kann ein Mann nicht auch Schuhe mit Absatz tragen? Vielleicht sind es auch die Beine eines Transgendermenschen... dann müsste man die Kampagne sogar loben, denn Transgender haben oft Probleme einen Partner zu finden insbesondere als Transfrau. Wie singen schon die Ärzte: reingefallen Transvestit, Mädchen mit Glied

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wgschmidt 14.10.2015, 19:04
44. Keine Wahl für den Arbeitnehmer

Zitat von Nordstadtbewohner
Ich denke, der Kläger Robert W. ist den falschen Weg gegangen. Wer gegen seinen Arbeitgeber vor dem Arbeitsgericht klagt, hat mittel- bis langfristig seine Existenz im Unternehmen verwirkt.
Wer eine fristlose Kündigung auf dem Tisch hat, hat keine andere Wahl als Kündigungsschutzklage einzureichen. Geholfen hat es ihm wenig, die Kündigung hat Bestand, der Arbeitgeber muß lediglich ein paar Monatsgehälter drauflegen und ist dann den ihm unliebsamen Arbeitnehmer los.

Man könnte schon sagen: Der Arbeitnehmer hat die Gesäßkarte gezogen, es wäre vermutlich besser gewesen, er hätte den Mund gehalten.

Ich finde die Werbung übrigens auch nicht etwa pfiffig, sondern sexistisch.

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flo_bargfeld 14.10.2015, 19:06
45. Höhöhö, so macht Kaffeeverkaufen Spaß

Liebe Leute, auf dem Fahrzeug werden doch nicht einfach unverfänglich Frauenbeine gezeigt – sondern nackte, sich spreizende Schenkel inklusive roter Pumps von einer offenbar liegenden, "willigen" Person. Auch für mich als Heterosexueller wäre es eine Seelenpein, mit solch einem Fahrzeug zu Verkaufsgesprächen bei Kunden vorfahren zu müssen.

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Websingularität 14.10.2015, 19:08
46. Die Frage ist doch, ...

was nützt das Urteil vom Arbeitsgericht?
Wozu soll man noch bei einer Firma arbeiten, die man zuvor verklagt hat?

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mr.andersson 14.10.2015, 19:08
47.

Zitat von steve_burnside
Das Problem war aber nicht, dass es den Kunden nicht gefiel sondern dem Fahrer selbst. Im Gegensatz zu Ihnen hatte er eben die Eier es dem Chef genauso zu sagen. Und letztendlich war das ja auch der richtige Weg.
Kann man drüber schreiten. Er ist ja entlassen worden, nur halt nicht fristlos.

Ob man nach 20 Jahren Kaffeefahrer, der gerade seinem Arbeitgeber die Broken hingeworfen hat weil einem die Werbung nicht passte, noch leicht einen neuen Job bekommt? Ich würde es dem Mann wünschen, aber leicht wirds sicher nicht.

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a.totok 14.10.2015, 19:09
48.

Zitat von Nordstadtbewohner
Nur frage ich mich gerade, wer mit "man" gemeint ist. Sie und wer noch? Ich denke, der Kläger Robert W. ist den falschen Weg gegangen. Wer gegen seinen Arbeitgeber vor dem Arbeitsgericht klagt, hat mittel- bis langfristig seine Existenz im Unternehmen verwirkt. Bei einem meiner früheren Arbeitgeber gab es einen ähnlichen Fall. Nach dem Prozess wollte kaum jemand der anderen Beschäftigtem mit prozessierenden Arbeitnehmer zusammenarbeiten, weil einfach das Vertrauensverhältnis unter den Kollegen nicht mehr vorhanden war. Der hat dann zum Glück von sich aus das Unternehmen verlassen. Ich finde die Beschriftung des "Kaffeeautos" in Ordnung, denn Werbung soll nun mal auffallen und Menschen emotional bewegen und Tabus brechen.
werbung soll tabus brechen? werbung soll emotional bewegen?

werbung soll werben. für ein produkt, mit objectiven inhalten. werbung soll ja gerade NICHT emotional worken. gerade diese werbung ist ja das problem in unserer gesellschaft.

in einem vollkommenen markt wissen die kunden über alles bescheid. in unserem markt eben nicht und genau hier kommt dann unser moderner werbungsapparat ins spiel und suggeriert den menschen irgendetwas vor - bis sie den misst nunmal kaufen. qualitative entscheidungen zu treffen funktioniert aber anders.

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lezel 14.10.2015, 19:13
49. kott. Separate the men from the boy.

Zitat von voiceecho
Solche Firmen muss man knallhart boykottieren, damit sie vernünftig werden, sonst hilft nichts!
Huihui! Nicht nur boykottieren, sondern sogar knallhart!

Das sollten Sie tun. Gleich morgen! Knallhart! Machen Sie die Firma ausfindig, fahren Sie hin, und erklären Sie dem Pförtner, aber knallhart, dass Sie von seiner Firma noch nie etwas gehört haben, durch die Werbung aber darauf aufmerksam wurden und nun auch künftig deren Produkte nicht kaufen werden, außer wenn gerade nichts anderes verfügbar ist.

Wie kommen Sie eigentlich da hin? Zu Fuß? Mit dem Fahrrad? Oder gehören Sie etwa zu dem egoistischen, unsolidarischen, jegliches politische Bewusstsein verweigernden Teil der Bevölkerung, der die vielen Tankstellenboykotts (wegen Brent Spar oder Deepwater Horizon oder überhaupt) oder den Bahnboykott (wegen schlechter Klimaanlage oder zu teuren Fahrkarten oder zu niedrigen Gehältern oder zu wenig Extrawurst für GdL) verschlafen oder gar willentlich boykottiert hat?

Nun, das ist verzeihlich. Geht ja den meisten so. Eigentlich ist fast jedem klar, dass diese ganzen Aufrufe zum Boykott Blödsinn sind.

Also viel Spaß bei Ihrem Kaffeeboykott!

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