Forum: Karriere
Psychisch Kranke: Neuer Job dank Neurose
DPA

Psychosen, Panikattacken, Depressionen: So kann man nicht arbeiten. Aber statt für immer arbeitslos zu sein, schaffen es Betroffene, ihre psychische Erkrankung als Vorteil zu begreifen - und schulen um. Ihre Zweitkarriere machen sie dann bei Sozialdiensten oder als Traumatherapeuten.

Seite 1 von 11
Sternenfrosch 28.03.2013, 06:59
1. Potemkinsche Dörfer der sozialen Marktwirtschaft...

Zitat von sysop
Psychosen, Panikattacken, Depressionen: So kann man nicht arbeiten. Aber statt für immer arbeitslos zu sein, schaffen es Betroffene, ihre psychische Erkrankung als Vorteil zu begreifen - und schulen um. Ihre Zweitkarriere machen sie dann bei Sozialdiensten oder als Traumatherapeuten.
Die Realität ist leider eine andere:
Menschen die z.B. als Kind jahrzehntelang in allen denbaren Formen missbraucht wurden, wird nicht geglaubt und stattdessen mit diversen Diagnosen die deren Psychopathentum belegen sollen versehen - Alles Simulanten, schließlich wird in Deutschland kein Kind missbraucht. Undankbarkeit gegenüber den Tätern ist ein eher noch harmloser Vorwurf mit dem man sich dann auseinandersetzen darf.

Nachdem über viele Jahre langes derartiges herumdoktorn nichts gebracht hat, steht irgendwann einmal tatsächlich die Frage nach einer Erwerbsminderungsrente im Raum. Die allerdings bekommt niemand einfach so, sondern man muss dafür tatsächlich Erwerbsgemindert sein, wofür es Anlässe geben muss, damit man jemanden haftbar machen kann - Vor den Gutachtern der Rentenkassen sind das alles Simulanten, schließlich wird in Deutschland kein Kind missbraucht und außerdem ist das doch nicht so schlimm.

Nach Erhalt einer EU/EM-Rente den Leuten einen 450€ Job als Zweitkarriere schmackhaft zu machen ist der schlichte Hohn. Hinzuverdient wird überhaupt nicht, sondern das Geld wird zu 100% auf die Rente angerechnet. Im Klartext: Die Leute sollen trotz ihrer Krankheiten irgendetwas arbeiten, bekommen aber Netto oft exakt den ALG-II Satz, sind damit nicht nur gesundheitlich schlechter gestellt als ein Aufstocker oder 1€-Jobber.

Willkommen in der 'sozialen' Markwirtschaft!

Denken Sie beim nächsten Missbrauchsskandal einfach mal ganz konkret daran, mit welchen Zumutungen die Opfer in den nächsten Jahrzehnten ausgesetzt sind.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Progressor 28.03.2013, 07:15
2. Na super

Man merkt, dass sich der Kapitalismus in seiner letzten Phase befindet. Aus einer lebensfeindlichen Umwelt resultierende psychische Beeinträchtigungen sollen uns nun als "Berufsqualifikation" verkauft werden. Danke an die Autorin ... die ansonsten keine Ahnung hat.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
flanke 28.03.2013, 07:37
3. ...

Zitat von sysop
Psychosen, Panikattacken, Depressionen: So kann man nicht arbeiten. Aber statt für immer arbeitslos zu sein, schaffen es Betroffene, ihre psychische Erkrankung als Vorteil zu begreifen - und schulen um. Ihre Zweitkarriere machen sie dann bei Sozialdiensten oder als Traumatherapeuten.
Mit anderen Worten: Mann/Frau nimmt sich aus dem harten Berufsleben in der freien Wirtschaft heraus und findet seine Erfüllung in der staatlich subventionierten und vom Wettbewerbsdruck relativ freien Sozialbetreuungs- und Wohlfühlindustrie.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
p.o.t. 28.03.2013, 07:38
4.

Zitat von sysop
Psychosen, Panikattacken, Depressionen: So kann man nicht arbeiten. Aber statt für immer arbeitslos zu sein, schaffen es Betroffene, ihre psychische Erkrankung als Vorteil zu begreifen - und schulen um. Ihre Zweitkarriere machen sie dann bei Sozialdiensten oder als Traumatherapeuten.
Zwischen Peer-Berater und Traumatherapeut ist aber schon ein Unterschied, sollte man vielleicht in der Überschrift ein wenig anders formulieren

Beitrag melden Antworten / Zitieren
dwg 28.03.2013, 07:53
5.

Zitat von sysop
Psychosen, Panikattacken, Depressionen: So kann man nicht arbeiten. Aber statt für immer arbeitslos zu sein, schaffen es Betroffene, ihre psychische Erkrankung als Vorteil zu begreifen - und schulen um. Ihre Zweitkarriere machen sie dann bei Sozialdiensten oder als Traumatherapeuten.
So, so! Psychosen, Panikattacken und Depressionen gehören also bei Sozialdiensten zur gewünschten ond vorteilsgebenden Grundausstattung, oder? Und was bitte ist ein Traumtherapeut???

Beitrag melden Antworten / Zitieren
exec 28.03.2013, 08:08
6. Kapitalismus

Die Ursache ist das kranke und verdrehte kapitalistische System, was die Menschen so krank macht

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Schlunze 28.03.2013, 08:29
7. Einzelfälle.

Schön und gut - nur wie viele der im Job Ausge- und Verbrannten schaffen denn diesen Umschwung? 1%? 5?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
psychologiestudent 28.03.2013, 08:42
8.

mit einer Psychose-Neigung ausgerechnet mit traumatisierten Menschen arbeiten zu wollen finde ich etwas problematisch... das ist eigentlich genau die Art von Stress, die einen da wieder rein kippen lassen kann... die peer-Berater Idee ist aber gar nicht so schlecht. @ Sternenfrosch Im Artikel steht überhaupt nix von sexuellem Missbrauch, warum bringen Sie das ein?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
flanke 28.03.2013, 08:49
9.

Zitat von sysop
Psychosen, Panikattacken, Depressionen: So kann man nicht arbeiten. Aber statt für immer arbeitslos zu sein, schaffen es Betroffene, ihre psychische Erkrankung als Vorteil zu begreifen - und schulen um. Ihre Zweitkarriere machen sie dann bei Sozialdiensten oder als Traumatherapeuten.

Kann man auch so sehen: Mann/Frau nimmt sich aus dem harten Alltag der freien Wirtschaft heraus, um sich selbst in der weitestgehend wettbewerbsfreien und staatlich alimentierten Sozialbeglückungs- und Wohlfühlindustrie zu verwirklichen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 11