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Rätsel der Woche: Das Lebkuchenproblem aus der Abi-Prüfung
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Waren die Prüfungsaufgaben in Mathe zu schwer, wie viele Abiturienten beklagt haben? Testen Sie Ihre eigenen Mathe-Skills - an einer Abi-Aufgabe aus Bayern.

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permissiveactionlink 12.05.2019, 11:15
30. Köstlich, amüsant und entlarvend,

wie hier wieder vermutlich vorwiegend weiße betagte Herren auf den mangelden Fähigkeiten der jungen Leute herumreiten. Das hat so einen überheblichen AfD-(Abitur für Dummies) Touch. Na klar : innerhalb von Zehntelsekunden gelöst das Ganze, quasi Wimpernschlag. Die vergreisende Bevölkerung ist sich seit Platons Zeiten ausnahmslos einig über die Tatsache, dass die Jugend generell nichts taugt, und außer Feiern und Eierschaukeln nicht draufhat. Dabei haben die bayrischen Abiturienten gerade diese Aufgabe überhaupt nicht beanstandet ! Ich frage mich gerade, ob all die hier versammelten spätpubertären Mathegenies die tatsächlich beanstandeten Aufgaben speziell zur analytischen Geometrie auch so schnell beantwortet hätten ? Es ist natürlich völlig legitim, eine einfache (Aufwärm)Aufgabe aus dem bayrischen Mathematikabitur (Leistungskurs ?) im Rätsel der Woche zur Lösung zu stellen, aber man sollte nicht davon ausgehen, dass alle Aufgaben in diesem Abitur von vergleichbar einfachem Niveau waren !

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5Minute 12.05.2019, 11:17
31.

Zitat von Sokrates1939
Zu meiner Zeit wurde die Wahrscheinlichkeit nicht durch eine Zahl angegeben., sondern durch den Quotienten von günstigen zu allen Möglichkeiten. (5/6) hoch 25 ergibt nicht p = 1,05 , sondern 0,0105 und entsprechend im Fall 2 0,0524.
In der version um 11.15 Uhr passts denke ich. p=1.05 %, wobei % ja Multiplikation mit Faktor 0,01 entspricht.

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japru 12.05.2019, 11:20
32. Einfachere Aufgabe nicht möglich

Alles was einfacher ist als diese Aufgabe ist für mich keine Aufgabe mehr. Jedenfalls nicht auf Abitur-Niveau. Dafür ist nicht mal eine Formelsammlung nötig...

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Ashurnasirapli 12.05.2019, 11:20
33.

Ich schließe mich den Leuten an, die die Aufgabe zum Gähnen finden. Wer im Bereich der Wahrscheinlichkeiten etwas Anspruchsvolleres braucht, löst einfach dies https://www.fernuni-hagen.de/FACHSCHINF/1262/1262UeKL2008.pdf

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supergrobi123 12.05.2019, 11:26
34. Im Präsens formuliert!

"... dass höchstens ein Ausgewählter ein Lebkuchenherz TRÄGT".
Diese Formulierung im Präsens weckt vor meinem inneren Auge das Bild einer Gruppe von 25 ausgewählten Besuchern, die ich jetzt gerade nach Herzlosigkeit beurteile.
Sollte ich Besucher beurteilen, die ich vor 4 Stunden ausgewählt und dann wieder habe laufen lassen, würde man das Präsens nicht verwenden.
Auch die ausgewählten Besucher ausschließlich im Plural zu nennen, deutet darauf hin, dass man nicht ein und denselben Besucher 25 mal aussuchen darf.
Daraus ergibt sich: Die Besucher werden nach Auswahl NICHT wieder laufen gelassen.
Damit ist die Aufgabe ohne Angaben über die Besucherzahlen des Volksfestes nicht lösbar.

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emil_erpel8 12.05.2019, 11:35
35.

Zitat von permissiveactionlink
1. Bei exakt sechs Festbesuchern sehe ich keine Probleme. Da ändert sich die Wahrscheinlichkeit von 6,29 Prozent nicht. 2. Allerdings frage ich mich, was bei Besucherzahlen unter sechs Personen geschieht, und ob Besucherzahlen, die keine Vielfachen von sechs sind, tatsächlich repräsentative Ergebnisse liefern.
zu 1: Aha. Dann erklären Sie mal bitte, wie Sie mehrere verschiedene Besucher mit Lebkuchenherz auswählen können, wenn nur einer da ist.

zu 2:

Besucherzahlen

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emil_erpel8 12.05.2019, 11:44
36.

Zitat von ps71
Und wenn es nur sechs Besucher sind und 25mal einer ausgewählt wird, dann ist doch auch völlig klar, dass Besucher mehrfach ausgewählt werden. Und es kann passieren, dass bei 25 Versuchen nie der eine Besucher getroffen wird, der das Herz trägt, die WK dafür ist dann wie berechnet 0.063.
Bei sechs Besuchern können nicht mehrere mit Lebkuchenherz ausgewählt werden, egal wie oft gewählt wird, weil mehrere mit Lebkuchenherz nicht anwesend sind.

Verstehen Sie den Unterschied zwischen

"bei höchstens einer Auslosung wird ein Besucher mit Lebkuchenherz gewählt" (d.h. mehrfach ausgeloste Personen werden mehrfach gezählt)

und

"es wird bei allen Auslosungen zusammen höchstens eine Person mit Lebkuchenherz ausgewählt" (d.h. mehrfach ausgeloste Personen werden nur einmal gezählt)

?

Die Aufgabenstellung besagt letzeres, die "Lösung" geht aber von ersterem aus.

--

Ich breche die Diskussion aber hier ab; wer es bis jetzt nicht verstanden hat, wird es auch nicht mehr verstehen.

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spon-1310712841582 12.05.2019, 11:54
37. Das alte Problem

Ich nehme seit 25 Jahren Prüfungen im kaufm. Bereich ab. In den vergangenen Jahren hat sich gezeigt stures Auswendiglernen und in Formeln einsetzen können die Prüflinge. Nur das Anwenden in Bezug auf ein Problem klappt immer weniger. Sehr gering ausgeprägt ist das Textverständnis und die Analyse eines beschriebenen Problems. Soll dann noch verbal ein möglicher Lösungsweg beschrieben werden oder gar Lösungsalternativen aufgezeigt und bewertet werden ist es ganz schnell vorbei.

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emil_erpel8 12.05.2019, 11:56
38.

Zitat von permissiveactionlink
2. Allerdings frage ich mich, was bei Besucherzahlen unter sechs Personen geschieht, und ob Besucherzahlen, die keine Vielfachen von sechs sind, tatsächlich repräsentative Ergebnisse liefern.
zu 2:

Besucherzahlen

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Uban 12.05.2019, 12:07
39. Genauer gerechnet ist es 6,289%

Nach der Formel:
(1/6) * ((5/6)^24) * 25 + ((5/6)^25)
Aber zugegeben, der Text "...höchstens einen mit Lebkuchenherz.." hat mich zunächst auch in die Irre geführt, da ich den Fall "0 mit Lebkuchenherz" schlicht ignoriert hatte ....
Lesen & erfassen muss man, liebe Abies !

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