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Rangliste der Praxiseinnahmen: Das sind die Top-Verdiener unter den Fachärzten
DPA

Was nehmen Praxen in Deutschland ein? Das Statistische Bundesamt hat es ausgerechnet. Augenärzte verdienen sehr gut - werden aber von einer Gruppe weit übertroffen.

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rolandholtz 15.08.2017, 20:53
10. gibt es da irgendetwas neues zu vermelden???

Diese Verhältnisse sind seit Jahren so und seit Jahren lamentiert man über die geringen Einzelfallpauschalen etc. Die Menschen verdienen Geld, wie alle anderen auch. Sie sind selbstständig in einem Marktsegment, das sicher anders ist als wirklich freie Märkte. So können sie sich darüber freuen, dass von der Politik viel unternommen wird, um ein Grundeinkommen abzusichern und gewisse Risiken abzufedern. Handwerksmeister oder Einzelhändler würden so etwas attraktiv finden?!
Wann hören wir endlich auf, Ärzte in freier Praxis als etwas besonderes anzusehen. Sie haben sich für die Selbstständigkeit entschieden. Die wirtschaftliche Situation ist seit den Wirrungen einer Ministerin Ursula Schmidt deutlich besser geworden. Das ist erfreulich, für Neid gibt es keinen Anlass und der Rest ist Klagen auf hohem Niveau. Und als Selbstständiger bin auch ich selbst und ständig und klage nicht darüber. Zumindest kenne ich keinen Verband, der das für mich in die Hand nehmen würde.

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krautrockfreak 15.08.2017, 21:06
11. Wie war das noch gleich? In keinem anderen Land gibt es so viele....

Kernspintomographen pro Einwohner wie in Deutschland?! Viele Untersuchungen total unnötig, dafür aber teuer. Und das auf unser aller Kosen. Die Radiologen reiben sich die Hände...
Ärzte sind in erster Linie Unternehmer und dann Arzt - das ist meine eigene Erfahrung. Alles, was Geld bringt, wird verschrieben und empfohlen, sinnvolle Ansätze (Aufklärung etc. - Fehlanzeige).

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spon_3815441 15.08.2017, 21:16
12. Das sind doch nur Kassenleistungen?

Wie sieht es aus, wenn man die Privatabrechnungen noch berücksichtigt?
Davon soll sich ein Arzt ne Villa und ein paar Ferrari´s leisten können?
Kein Wunder, dass keiner mehr Arzt bei einer gefühlten 30zig Stundenwoche werden will!

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crazydee 15.08.2017, 21:18
13. In Anbetracht der Gewinne darf man sich schon fragen,

warum die Ärzteschaft ständig über zu geringe Einkommen klagt und ihre Patienten bei den Verhandlungen mit den Kassen regelmäßig als Geiseln missbraucht. Es gibt in unserem Land wohl keine Berufsgruppe, die mehr Verantwortung trägt, aber auch keine die mehr verdient.

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spon_3815441 15.08.2017, 21:29
14. Das ist numal eine steile These.......

Zitat von der_mitdenker
Es gibt nur wenige Ärzte die allein aufgrund des Einkommens die Fachrichtung auswählen. Ob man mit 350.000 € Bruttoeinkommen im Jahr wirklich glücklicher wird als mit 250.000 € sei mal dahingestellt. Junge Ärzte suchen den Job immer mehr nach anderen Kriterien wie Familienfreundlichkeit oder Freizeit aus. Zum vielgescholtenen Radiologen muss man sagen: Will man eine Radiologiepraxis eröffnen, steht man bevor man den ersten Euro verdient, schon mit 1 Million Euro in der Kreide. Dieser Kredit muss erstmal abbezahlt werden, das ist schon mal ein immenses Risiko. Außerdem ist das eine extrem eintönige Arbeit, für die nicht jeder geschaffen ist. Man braucht außerdem sehr große Praxisräume, verbraucht sehr viel Strom, zahlt wesentlich mehr Assistenten, zahlt für den technischen Support und alle paar Jahre neue Geräte usw. usf. Zum Thema Orthopädie: Orthopäden stehen 3-4 Tage komplett im OP und operieren zwischen 4-8 Patienten täglich. Das ist, wenn man den Aufwand in Betracht zieht, extrem hart verdientes Geld. Die anderen 1-2 Tage ist Sprechstunde angesagt. Wegen des Geldes braucht keiner Arzt zu werden. Ich sage nur Wochenenddienste, Nachtdienste, Bereitschaft, Rufdienst, Kassendienst, Notarzt. Da kann man es auch einfacher haben ;D. Wenn man noch überlegt dass die Schule 3 Jahre länger dauert und dann noch das Studium 6 Jahre (Facharzt 6 Jahre), man also 9 Jahre weniger für seine Altersvorsorge tun konnte. Kann man nur zu dem Schluss kommen dass das Geld in jedem Fall redlich verdient ist. Übrigens: Hausärzte (und auch Notaufnahmen) kriegen von eurer Krankenkasse pro Quartal (oder Besuch in der Notaufnahme) ca. 40 €..... Billiger als der nächste Ölwechsel Leute. :P
..... wenn ich gesetzlich gesichert einen Gewinn von 0,85Mio im ausweise, bekomme ich von jeder Bank mit Kusshand eine Mio. finanziert!
Auf Grund des gewaltigen Riskos kommen mir gleich die Tränen! Wie kann der Arzt noch schlafen?

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sharkslayer 15.08.2017, 21:44
15.

Da sich wie bereits gesagt nicht nur bei den Radiologen die angegebenen Zahlen auf die Praxis und nicht auf den einzelnen Arzt beziehen ist dieser Artikel ziemlich inhaltsfrei. Man sollte aber auch bedenken dass es eben in aller Regel nicht mit 1mio getan ist. Nur mal so aus der Hüfte geschossen: MRT=1.5 - 3 Millionen, CT=500K, Ultraschall=250K ergibt für durchschnittliche Praxisausstattung 5-8 Millionen Euro. Die Geräte haben eine Laufzeit von 5 hoechstens 10 Jahren und erheblich Wartungskosten. Die Radiologen nagen sicherlich nicht am Hungertuch aber wenn die Zahlen so stimmen würden, wäre ich nicht schon vor langem in die USA geflüchtet.

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gerd33 15.08.2017, 22:13
16. Nettes Bashing

Aber rechnen Sie mal die Arbeitszeit. 38,5 oder 40 Wochenstunden gibts nicht als Freiberufelr. Eher ca. 60 bis 70.
Aber mit größerer Freude und weniger Ärger als in der Klinik. Und wer sich über die relativ hohen Einkommen beschwert. Bitte gerne Abitur, 6 Jahre Studium, 5J. Weiterbildung, evtl. weitere Gebiets / Teilgebietsbezeichnung, jeweils mit Prüfungen ablegen - und dann "gut" verdienen. Oder gleich Fussballprofi werden. Da brauchts kein Studium, kein Abitur aber hier winkt ein vielfach höheres Einkommen.

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JustusLindschau 15.08.2017, 22:23
17. Ermüdungszeichen

Die Zahlen des Bundesamtes sind interessant, haben aber möglicherweise gewisse Ungenauigkeiten. Aber mal im Ernst, als niedergelassener Orthopäde in einer Praxisgemeinschaft habe ich einen Kassenumsatz von ca. 260 000 € pro Jahr, ca. 20 000 € Privateinnahmen und ca. 15 000 € Nebeneinnahmen, zusammen also 295 000 bruttissimo. Praxiskosten in dieser Zeit - Miete, Gehälter etc.ca. 145 000 €, es verbleiben somit "brutto" ca. 150 000 € vor den üblichen Abzügen, u.a. Abtrag von sechsstelligen Krediten.
Ist das wirklich so unglaublich viel, dass regelmäßig - bedauerlicherweise auch von dem mir ansonsten sehr verehrten Sturmgeschütz der Demokratie - die Neiddebatte angeschoben wird? Vielleicht sollte man die Honorare kürzen und die Arztzahlen verringern, dann würden sicherlich Kosten gespart. Gute Idee, nicht wahr?

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im_ernst_56 15.08.2017, 22:28
18. Die Angaben sind unvollständig

Es fehlen die Laborärzte und Humangenetiker. Deren Reinertrag dürfte noch deutlich über dem der Radiologen liegen, also nicht unter "Sonstige" fallen. Und was, bitte schön, ist denn mit den Zahnärzten? Warum präsentiert man dem geneigten Leser eine derart unvollständige Statistik? Da sollte man vielleicht beim Bundesamt noch mal nachfragen. Es hat bei der Erfassung der Daten auch Fehler gegeben, weil in Gemeinschaftspraxen häufig nur ein Partner zur Auskunftserteilung herangezogen worden ist.

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Dromedar 15.08.2017, 22:42
19. Radiologie ist kurioserweise

die am meisten gefährdeteste bzw. erste Disziplin, die von Computern übernommen werden wird. Letzten Endes ist es halt einfach Bilderkennung und darin sind Computer mittlerweile Menschen schon überlegen, also das dauert nicht lange. Deswegen wird es nicht unbedingt für die Kassen günstiger, denn die MRTs und Co sind ja weiterhin teuer, aber in naher Zukunft werden halt MTAs zur Bedienung reichen und die Diagnose der Computer mit geringerer Fehlerrate übernehmen. Dann braucht es Radiologen nur noch für die Spezial-Fälle, für die es nicht genug Trainingsdaten gibt.

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