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Rangliste der Praxiseinnahmen: Das sind die Top-Verdiener unter den Fachärzten
DPA

Was nehmen Praxen in Deutschland ein? Das Statistische Bundesamt hat es ausgerechnet. Augenärzte verdienen sehr gut - werden aber von einer Gruppe weit übertroffen.

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Europa-Realist 16.08.2017, 03:09
40. Sozialistisches Gesundheitswesen

Ärzte sollen gut verdienen, damit sie ihre Patienten auch ordentlich behandeln können. Ein Bruttoeinkommen in Höhe von 350.000 EUR ist m.E. vollkommen in Ordnung.
Allerdings erscheint mir der Unterschied der verschiedenen Fachbereiche keine gute Entwicklung zu sein.
Natürlich muss ein Radiologe aufgrund der teuren Investitionen anders kalkulieren als z.B. ein Psychiater ohne teures Equipment. Dennoch scheinen hier ziemliche Fehlallokationen wie auch in der Pharmabranche zu bestehen. Wenn man schon ein sozialistisches Gesundheitswesen hat, dann sollte man auch beim Verdienst konsequent sein. Da wäre vielleicht das Vergütungsmodell bayerische Notare fairer: Als Justizbeamter erhält der bayerische Notar mindestens sein Beamtensalär, er darf aber stattdessen auch 25% seiner Einnahmen behalten, den Rest muss er an die Notarkasse abführen...

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pelemele 16.08.2017, 05:39
41. Ui

Ja, ei, was wären die ganzen Mediziner bloß ohne die kranke Kundschaft... Die muss man sich als Wirtschaftsunternehmen am besten im Abo halten, nicht wahr? Finde, man sollte alle helfenden Berufe unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten organisieren. Den Kranken- bzw. Altenpflegeberuf, den Erzieher, den Sozialpädagogen, die Krankenschwester, Lehrer.... aber DA will ja keiner dafür blechen, die arbeiten ja mit Menschen und da darf ja Geld keine Rolle spielen, ist ja unmoralisch und unethisch......

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yehoudin 16.08.2017, 06:40
42. Die Zahlen beweisen das Gegenteil, wenn man bereit ist es zu glaubn

Was für eine irreführende Statistik:
Radiologische Gemeinschaftspraxen bestehen in der Regel aus vier und mehr Radiologen, macht also 200.000 Kopf. Ein Allgemeinmediziner, der in der Regel alleine arbeitet, steht mit 230.000 bereits besser da.

Noch interessant ist es, dass Radiologen, Nuklearmediziner und Strahlentherapeuten in einer Gruppe ausgewertet werden. Innerhalb dieser drei Gruppen gibt es Einkommensunterschiede , die so groß sind wie der Einkommensunterschied zwischen einem Verleger und den Redaktionspraktikanten.
Herrgott noch mal, die Qualität dieses Artikels zeigt den Unterschied zwischen online Journalismus und echten Journalisten.
Mit derart unseriösem Quatsch argumentiert noch nicht einmal die kassenärztliche Vereinigung.

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heinrich.busch 16.08.2017, 07:14
43. Ich glaube nur der Statistik die ich

"gefälscht" habe. Meine Praxis hat in der Schmerztherapie einen Umsatz von rund 50000 ? und deshalb wirf sie nunmehr auslaufen. Ach ja die Wartezeiten für einen Termin in diesem Bereich liegt bei 1 Jahr.

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vrdeutschland 16.08.2017, 07:17
44. Wer will in Deutschland noch Arzt werden ?

Mir ist es eigentlich egal, was ein Arzt verdient, meinetwegen soll er 2 Mio. verdienen, wenn er es VERDIENT.
Das Gesundheitssystem in Deutschland produziert eigentlich nur noch Frust unter den Ärzten. 38 EUR Pauschale pro Quartal, egal wie oft man zum Arzt muß ? Ein Flatrate ? Wo gibt´s denn sowas ? 500 EUR jedes Jahr für die Inspektion seines Autos liegen lassen, mit den Schultern zucken und sich sagen "das kostet halt". Aber bei einer Zuzahlung von ein paar Euro für eine Vorsorgeuntersuchung wird von Abzocke geschwafelt. Als Arzt hätte ich Deutschland schon lange hinter mir gelassen.

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Dustinthewind 16.08.2017, 07:34
45. Irgendwohin müssen die 18 - 19 % vom Bruttoeinkommen ja fließen ...

Die meisten Chefärzte, Med-Experten und "Spezialisten" halte ich persönlich für überbezahlt.

Das System macht`s möglich.

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areyoushure? 16.08.2017, 07:39
46. Primär sollte sich man fragen woher die Rohdaten kommen

1. Vom Finanzamt? Wohl kaum. Wenn doch, es gibt dermaßen viele steuerliche Aspekte, dass diese Einkommen nie vergleichbar sind.
2. Von einer Umfrage (wie sie mittlerweile jährlich läuft)?`Möglich, aber bei einer Rückmeldequote unter 40% sind die Daten nun wirklich nicht valide und werden auch noch von den Ärzten persönlich angegeben. Das könnten Steuerberater anders sehen :)
3. Von den Kammern, da diese den Überschuss als Zielgröße für Ihre Beiträge nutzen? Sehr gut möglich, nur sind das teilweise nicht einmal Bruttowerte, also nur bedingt belastbar.

Dazu kommt:
1. Es gibt immer mehr MVZ mit "Konzernen" als Trägern und den Ärzten als Angestellten. Da ist nix mit Überschuss des Angestellten Arztes.
2. Praxen mit vielen Teilhabern haben eine völlig andere Kostenstruktur, große Praxen sind aber immer häufiger auch keine Gbr, sondern GMbH oder ähnliche Konstrukte. Wer also bilanziert hat wieder andere Gestaltungsmöglichkeiten, als der Hausarzt um die Ecke.

Abschließend an alle Basher: Der Beruf ist so lukrativ und damit attraktiv - das scheint ja hier zu zählen, dass immer mehr Patienten auf eine Arztodysee gehen, weil wir ins unendliche steigend Zahlen haben /Ironie off.

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handaufsherz 16.08.2017, 07:50
47. Respekt vor der Arbeit und trotzdem Falsch!

Nur für den Anfang: Ich habe 12 Jahre Abitur gemacht, 9 Jahre studiert (2 Abschlüsse, Regelstudienzeit) und 3,5 Jahre promoviert. Ich arbeite in der Forschung und habe ein Wochenpensum von 50-60 Stunden. Bei meiner Arbeit geht es darum eine "grüne Technologie" weiterzutreiben, damit es mit der Welt in 250 Jahren nicht vorbei ist. Mein Gehalt beziffert sich nicht einmal auf die Hälfte des o.g. Durchschnittes.

Jetzt könnte man meinen, welch ein Idealist ich wär..

Ich finde die Gehälter, vor allem die Lohnsteigerung seit 2011 sowie den gesamten Ansatz bedenklich.

Warum wird man eigentlich Arzt? Weil man Geschäfte machen möchte, weil man absoluter Fan des Kapitalismus ist? Leider kenne ich zu viele Ärzte, die einem genau das suggerieren. Und das ist meiner Meinung nach grundsätzlich falsch. Man sollte wieder zu dem zurückkehren, was der Beruf eigentlich mal war: sozial, gemeinschaftlich, fürsorglich.

Keine Branche wird so hoch subventioniert, wie die Gesundheitsbranche (Solidaritätsprinzip). Jeder der hier mit einem ach so hohen unternehmerischen Risiko argumentiert liegt falsch. Jeder einzelne deutsche Bürger ist verpflichtet in das Gesundheitssystem einzuzahlen, woraus sich diese Gehälter ergeben. Jeder andere Selbstständige muss zusehen, wer in "sein System" einzahlt.

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Sonia 16.08.2017, 07:52
48. Neid muss man sich erarbeiten

So toll kann verdient werden? Na, dann einfach auf zum Medizin-Studium ..Radiologe oder Orthopäden anstreben. Die Chancen stehen in diesem Land jedem offen, vorausgesetzt natürlich, das Gehirn ist dafür ausgestattet.

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CancunMM 16.08.2017, 07:58
49.

Zitat von Benjowi
Wenn Ingenieure sich so aufführen würden-und die haben keineswegs ein einfaches Studium zu bestehen, würde ein VW-Golf wohl um 1 Million Euro kosten! Die vermeintliche Gesundheit ist offensichtlich ein guter Grund zum unendlichen Abkassieren und man kann sich die Frage stellen, ob die derzeitige Organisation unserer Krankenversorgung tatsächlich vernünftig ist, zumal im Vergleich mit anderen Staaten zwar eine der teuersten Lösungen, die gerade mal für eine knapp durchschnittliche Versorgung reicht, gewählt wurde.
Wenn das nicht mal der Bankenpeter ist !
Woran machen Sie denn die durchschnittliche Versorgung fest ? Und haben Sie Medizin studiert, oder woher wissen Sie das es so einfach ist ? Und Sie wissen ja anscheinend gar nichts über die Abrechnung von ärztlichen Leistungen, sonst würden Sie ja nicht so einen Quatsch über unendliches Abkassieren reden.

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