Forum: Karriere
Rassistischer Facebook-Post: "Hetze im Netz muss kein Arbeitgeber tolerieren"
Screenshot Facebook Freiwillige Feuerwehr Feldkirchen

Weil ein Lehrling bei Facebook gegen Flüchtlinge hetzte, wurde er gefeuert. Arbeitsrechtler Jobst-Hubertus Bauer sagt: Das ist richtig so. Die Rechtsprechung ist aber nicht eindeutig.

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ekel-alfred 27.07.2015, 19:51
1. Überhart!

Im Falles des 17 jährigen Azubis hätte es eine Abmahnung auch getan. Warum muss man einem Heranwachsenden den Start ins Berufsleben derart versauen?
Hätte er physische Gewalt ausgeübt, läge der Fall anders, aber ein unbesonnener Eintrag im Netz sollte nicht sofort derart bestraft werden. Da würde ich es mit seinen Eltern halten, die dahinter ein Bauernopfer vermuten.

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Mertrager 27.07.2015, 19:53
2. Verantwortung muss geteilt werden

Nehmen wir einfach eine spontane Grobteilung vor: 1. ggü der Firma, Image und so. 2. ggü der Gesellschaft, zB Hetze und so. 3. last not least: ggü dem Mitarbeiter, der sich aus Sicht des Unternehmens fehlverhalten hat. Da gibt es so nebenbei auch eine sog. Fürsorgepflicht des Unternehmers. Egal, was das Gesetzt hergibt. Ich finde bei Abwägung aller bekannten Umstände wäre eine deutlich Abmahnung als (ggf letzter) Schuss "vor den Bug" angemessen gewesen. Ich hätte in meinem Unternehmen eine Fristlose nicht befürwortet. Nebenbei: Bin Porsche-Kunde.

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heinrich-walter-benning 27.07.2015, 19:55
3. Absolut keine Diskussion

wenn jemand so eine Hetze im Internet verbreitet und einem kleinem Mädchen quasi den Flammentod wünscht,ist diese fristlose Kündigung des Arbeitgeber ohne wenn und aber absolut richtig.
Man muss vorher klar denken,was man da los lässt und nicht im Nachhinein noch auf Mitleid hoffen.
Alles Rumgejammer von diesem Typen sind widerlich.Wer zu solchen Gedankengut aufruft,der hat in keinster,aber wirklich in keinster Weise Mitleid verdient!

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Ridcully 27.07.2015, 19:58
4. Nun ja, dieser Herr ist wohl ein ganz ein harter...

... klar, ein 17jähriger kann das alles schon übersehen. Aber ich vergaß, der feine Anwalt "... vertritt (er) konsequent immer nur die eine Seite: Unternehmen und Manager. " (Handelsblatt)
Was per se nicht schlecht sein muss, genauswoenig wie seine vehementer Eintritt für Kündigungen bei Bagatelldelikten.
Aber seine Äußerung zu dem 17jährigen - gerade in diesem Altersbereich kann der Entwicklungsstand sehr unterschiedlich sein - lässt durchscheinen, wieso es in Deutschland den Begriff des "gnadenlosen Juristen" geben kann.

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besseresser1 27.07.2015, 20:07
5. Gerechtigkeitsfuror

schade, dass in diesem Fall sogar erklärte Juristen jede Sachlichkeit vermissen lassen:
1) Der Verleich mit dem Kollegen/Arbeitgebermobbing ist unzulässig; hier handelt es sich ja gerade um einen dirketen Bezug zur Arbeitsstätte, der fehlt im obengenannten Fall
2) Bliebe die Ausführung einer Straftat ("Aufforderung zu Mord"); dies wäre noch nachzuweisen, in jedem Fall ist hier eine Anhörung durch den Arbeitgeber erforderlich ( Az. 6 AZR 845/13)
Mein Verdacht: die genannten Fakten sind Hrn. Bauer bekannt, er weiß , die Kündigung wird kassiert. Die Aussagen sind einem dumpfen Gerechtigkeitsfuror geschuldet

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mokumba 27.07.2015, 20:08
6. Nicht richtig Herr Bauer

Es erinnert doch sehr an unsere "braune Vergangenheit", was sich der Arbeitgeber Porsche herausnimmt. Es gab Zeiten in Deutschland, in denen nicht genehme Arbeitnehmer auf eine schwarze Liste kamen. Die Bemerkung ist unter alle S...., aber solange sie nicht in der Verbindung mit dem Arbeitgeber steht, geht und DARF sie diesen nichts angehen. Niemand ist laut Gesetz gezwungen, das Lied seines Arbeitgebers zu singen! Für die PRIVATEN Äußerungen des Lehrlings, ist wenn überhaupt jemand, nur die Staatsanwaltschaft verantwortlich. Auch ich schließe mich der Meinung an, dass Porsche versucht zu punkten.

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opar 27.07.2015, 20:10
7. Arbeitsrechtler sind Extremisten. Extrem

einseitig in der Bemessung von Strafmaßen. Wenn ein Arbeitgeber solche Sprüche von sich gibt kassiert der eine Geldstrafe, und wenn er genug Geld hat, macht der munter weiter.
Wenn ein Lehrling oder Arbeitnehmer dasselbe tut, darf der Arbeitgeber das Leben dieses Arbeitnehmers zerstören.

Herr Jobst-Hubertus Bauer: auch wenn Juristen über die Anforderung der ungebildeten Normalbürger, dass das Gesetz Gerechtigkeit bieten soll, nur allwissend müde lächeln. Ein Gesetz wird auf Dauer nur akzeptiert, wenn es wenigstens tendenziell Gerechtigkeit schafft, wie sie der Normalbürger außerhalb des Elfenbeinturmes versteht.

Das Arbeitsrecht ist weit davon entfernt.

Übrigens: wenn ein Ausländer aus rassistischen Gründen eine Inländer beschimpft, er sei moralisch verdorben usw usw. Ist das auch ein Entlassungsgrund? Und wenn Nein, warum nicht?

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Marcel 27.07.2015, 20:13
8. nicht tragbar

Der Lehrling hat seinen Arbeitgeber in seinem Facebook-Profil stehen - aus welchem Grund auch immer. Wahrscheinlich, um sich vor anderen zu profilieren. Das wurde ihm nun zum Verhängnis.
Sein dämlicher und wiederlicher Kommentar kostet ihn zurecht seinen Arbeitsplatz. Solche Mitarbeiter kann sich heute kein Arbeitgeber mehr leisten, egal ob Porsche, oder ein Mittelständler.
Ober nun geistig unreif ist, ist an dieser Stelle sekundär. Bin kein Porsche Kunde (wobei Porsche in Österreich auch sämtliche VW-Niederlassungen betreut), aber hier haben sie richtig gehandelt. Mancher wird sich vielleicht in Zukunft überlegen, was er sorglos ins www postet.

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simplythebeast 27.07.2015, 20:13
9. Die dunkle Seite

Ich mag Menschen nicht, die kleine Mädchen den Tod durch einen Flammenwerfer wünschen und das dann auch noch witzig finden. Deshalb finde ich es gut, dass dieser Witzbold seinen Job verliert. Solche Menschen sind mehr als unangenehm und ich habe Verständnis dafür, wenn man so einen Typen nicht in der Firma haben will.

Warum nehmen diejenigen, die hier so viel Verständnis zeigen den jungen Mann nicht bei sich in der Firma auf..? Da könnt ihr dann im Pausenraum zusammen so richtig schön über alles herziehen was euch nicht passt: p.c., Gutmenschen, kleine Mädchen usw. usf. ...

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