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Rat vom Jobcoach: Hilfe, mein Mitarbeiter zweifelt mich an
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Sie leiten eine Abteilung - und vor allen Kollegen stellt Sie ein Berufsanfänger bloß? Die Karriereberaterin rät: Hören Sie ihm zu!

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dasfred 04.02.2019, 12:25
10. Offensichtlich war da jemand vorschnell

Natürlich nimmt man sich den Angreifer vor. Man darf sich nur nicht die die Regeln diktieren lassen. Wenn der Chef das vier Augen Gespräch eröffnet, dann am besten so, dass der Neuling sofort merkt, er hat eine Grenze überschritten. Danach dann mal seine Sicht erläutern lassen. Bei guter Gesprächsführung gibt man ihm das Gefühl, er darf Kritik äußern aber nur, wenn er weiß, wo sein Platz ist. Es ist immer angebracht auch neue Ideen aufzunehmen, es ist aber auch wichtig, dass der Neue weiß, der da oben ist nicht nur der Bestimmer, er trägt auch die Verantwortung.

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Nordstadtbewohner 04.02.2019, 12:35
11. Absolutes Verständnis für den jungen Hochschulabsolventen

"Ein junger Bachelorabsolvent aus ihrem Team, frisch eingestellt, warf ihr vor allen Kollegen vor, dass sie sich nicht für eine Führungsposition eigne. "

Ich kann den BA-Absolventen völlig verstehen. In mittleren und großen Unternehmen ist es absolut unüblich, dass eine Person, die nur eine Ausbildung in der Verwaltung vorweisen kann, eine Abteilung leitet. Für so etwas sind Hochschulabsolventen prädestiniert und die werden an den Unis auf ihre Führungsposition entsprechend vorbereitet. Von daher ist die Kritik des Bachelorabsolventen völlig gerechtfertigt, wenn einige meinen, den jungen Hochschulabsolventen als "Jungspund" zu beschimpfen.

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territrades 04.02.2019, 12:35
12. Interessant

In der Politik haben wir uns von unfehlbaren Päpsten und göttlichen Königsherrschern weiterentwickelt zu einer Demokratie in der quasi jeder täglich die Regierung kritisiert und die Medien selbst stark unvorteilhafte Fotos auf den Titelseiten bringen. Die Mehrheit der Foristen hier scheint im Beruf aber andere Maßstäbe anzusetzen, Sätze wie "Das ist eine klare Grenzüberschreitung, die hart bestraft gehört" deuten eher auf mittelalterliche Verhältnisse hin. Wenn die Führungskraft so wenig Selbstvertrauen an den Tag legt, dass sie sich von so einer so allgemeinen Bemerkung angegriffen fühlt sollte man die Stelle dann doch lieber weiterreichen.

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daktaris 04.02.2019, 12:37
13. Respekt sollte keine Generationenfrage sein

Zitat von kfp
Nur weil die Generation der Babyboomer gelernt hat, den Chefs besser kein Feedback zu geben, muss und sollte das nicht für die Zukunft gelten."
Kann den Punkt nicht verstehen. Hier geht es, so wie ich es dem Text nach vernehmen kann, nicht um sachliche Kritik an der FK sondern hier hat der junge ahnungslose Absolvent die fachliche Eignung der FK öffentlich angezweifelt und bloßgestellt. Das sind zwei Paar Schuhe. Kritik und öffentliche Diskussion über Fachthemen sind IMMER gerne willkommen und absolut gewünscht. Alles andere ist unter der Gürtellinie und geht gar nicht. Das würde ich schon in die Kategorie Mobbing ggü. der FK einordnen. Was wäre wohl los, wenn die FK den jungen MA vor allen bloßstellt und öffentlich anzählt? Da stünde doch am gleichen Tag noch der Betriebsrat in der Tür - und das auch zurecht. Aber auch als FK muss man sich nicht alles bieten lassen

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erdbeerkuchen 04.02.2019, 12:50
14.

Mit Erschrecken muss ich hier doch lesen, was einige Kommentatoren abgeben.
Formulierungen wie "wissen wo sein Platz ist", "Grünschnabel vornehmen", "Abmahnung aussprechen", "kann sich nicht erlauben", "hat ja noch keine Erfahrung"!

Die Frage nach "Hat die Person die kritisiert vielleicht recht? Und wenn nicht.. warum nicht" kommt gar nicht erst in den Sinn. Mir ist völlig klar das man bei solchen Vorgesetzten den Schutz der Gruppe sucht um Kritik anzubringen. Das ist ein respektloses Verhalten Sondersgleichen was die Kommentatoren an den Tag legen und kann nur hoffen das dies nicht die normalität an den Arbeitsplätzen ist. Bei uns in der Firma wird Kritik nicht als Majestätsbeleidigung aufgefasst, sondern potentielle Verbesserung / Optimierung.
Beste Grüße

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madameping 04.02.2019, 12:50
15. Jemand der öffentlich die Kompetenz eines anderen anzweifelt

egal, ob er Neuling ist und der Angegriffene ein Altgedienter oder auch umgekehrt, darf sich nicht wundern, wenn er sich schon beim ersten Mal eine gehörige Abfuhr einhandelt.
Jemanden bloßzustellen ist absolutes No-Go. Das geht gar nicht. Derartiges Verhaltes ist oft auf eine betriebsinterne Intrige zurückzuführen oder es ist fehlende soziale Kompetenz oder schlichte Naivität. Auf jeden Fall wird da jemand übergriffig.
Da hilft nur hartes Durchgreifen von Seiten des Angegriffenen. Warum? Weil das sonst Schule macht und die Leute glauben, sie könnten es sich erlauben...

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rant.biden 04.02.2019, 12:51
16. Falscher Film?

Ich kapiere kein Wort. Ein Jungspund, der in der Öffentlichkeit die Vorgesetzte abqualifiziert, kritisiert nicht konstruktiv, sondern spielt ein Machtspiel - egal, ob aus Einfalt oder Kalkül. Er hat die Regeln der Kommunikation im Job und des Anstandes gebrochen und hat gezeigt, dass er die konstruktive Zusammenarbeit nicht beherrscht, zu der er verpflichtet ist. Der Mitarbeiter ist fällig für den sofortigen Rausschmiss. Als Vorgesetzter nach einer öffentlichen Herabsetzung erstmal zu fragen, wie das denn gemeint sei oder gar was man besser machen könne, ist absurd und würde diese Vorgesetzte auch bei mir sofort diskreditieren. Das Arbeitsumfeld ist kein Stuhlkreis mit Claudia Roth!? Ich frage mich, wie die Verfasserin dieses Beitrages solche Tips geben kann?

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markus_wienken 04.02.2019, 12:53
17.

Zitat von triple-x
"Mimimimi... Was soll ich machen? Soll ich ihn ansprechen?" offenbart schon fehlende Führungsqualitäten! Natürlich ansprechen, und am Besten wäre es natürlich sofort bei seiner Kritik gewesen - da hätte er gleich Stellung beziehen müssen in Anwesenheit der Kollegen - und wenn er dann.....
Die Antwort auf Ihre Frage ergibt sich aus den ersten 3 Sätzen des Artikels.
Mitte 50 (sicherlich ohne vorherige Führungserfahrungen) und hat die aus Personalknappheit entstandene Position nur aus Verantwortungsbewusstsein ggü. der Firma übernommen.
Kann man als Mitarbeiter und als Firma machen, wenn beiden Seiten klar ist, dass es sich nur um eine temporäre Lösung handelt (bin gerade selbst in einer ähnlichen Situation).
In dem Alter und ohne vorherige Ambitionen Führungskraft zu werden kann und darf das kein Dauerzustand werden, es werden beide Seiten darunter leiden (außer man hat den sehr unwahrscheinlichen Glücksfall, ein bisher unentdecktes Talent gefunden zu haben, was hier aber nicht der Fall zu sein scheint).

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zia-zaruba 04.02.2019, 13:15
18. wenn jemand

neu in irgend eine Gruppe kommt, sollte er nicht gleich allen zu erkennen geben, dass er arrogant ist. Man sollte schon einige Triftige Gründe haben, wenn man so eine Aussage macht, sonst ist man als Schwätzer schon mal im Minus.

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laurent1307 04.02.2019, 13:26
19.

Anscheinend ist vielen Foristen der Unterschied zwischen Bloßstellen und Kritik nicht ganz klar. Führung ist eben mehr als das Ergebnis eines sozialpädagogischen Wochenendwohlfühlseminars...

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