Forum: Karriere
Rat vom Karrierecoach: Schadet der Jobwechsel meinem Lebenslauf?
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Alexander ist Abteilungsleiter, als er ein spannendes Jobangebot ohne Führungsverantwortung bekommt. Sein Herz sagt ja, doch seine Freunde raten ab. Die Karriereberaterin hilft.

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flohzirkusdirektor 20.08.2018, 19:18
20. Stimmt schon.

Zitat von ge1234
Was bitte schön, ist denn an einer Führungsverantwortung im unteren und mittleren Management/Hierachieebenen so erstrebenswert? Urlaubsanträge bearbeiten? Mitarbeiter bei Laune halten? Verantwortung für Fehler anderer übernehmen? Ständiger Puffer zwischen eigenen Mitarbeitern und nächsthöherer Instanz zu sein, also permanent zwischen den Stühlen zu sitzen? Entscheidungen der eigenen Geschäftsleitung verkaufen müssen, auch wenn man nicht davon überzeugt ist? Und das für alles für ein paar Euronen mehr, die man als guter Fachspezialist auch mehr bekommt?
Als Funktiosoberarzt (aka 1. Assistenzarzt) tat ich nichts anderes denn als Assistenzarzt, nur mit mehr Verantwortung und Schreibkram - ohne Gehaltserhöhung.

Nach der Facharztprüfung durfte ich mich Fachoberarzt nennen, die Arbeit sowie das Gehalt blieb im Grossen und Ganzen noch immer auf Assistenzarztniveau, nur mit noch mehr Verantwortung und Schreibtischarbeit (mein leitender Oberarzt delegierte seine Arbeit sehr gerne).

Aber dennoch, will man die Karriereleiter hinauf, muss man eben jede Stufe einzeln nehmen. Oder man wird halt enden wie Prof. Friedl/Freiburg! Was hatte mich mein zweiter Chefarzt immer getriezt! Aber mittlerweile glaube ich, das war nur seine verquere Art, mir verbal in den Hintern zu treten, um meinen Ehrgeiz anzustacheln ...

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acitapple 20.08.2018, 19:54
21.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es sehr auf das Unternhemen ankommt wo man sich bewirbt. Einige Unternehmen sind froh über Bewerber mit viel Erfahrung in verschiedenen anderen Unternehmen und Unternehmenskulturen, andere wollen lieber jemanden, der lange auf einer Stelle war und interpretieren das als Loyalität. Sicher kommt es auch auf die Branche an.

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flohzirkusdirektor 20.08.2018, 19:56
22.

Zitat von karlsiegfried
1) Jeden Tag mi dem Gedanken aufstehen zu können, das wird ein toller Tag. 2) Sich nicht von Geld, Karriere und anderm Schnickschnack des Leben versauen zu lassen. 3) Diejenige Berufstätigkeit auszuüben, welche der eigenen Gefühlswelt enstpricht. Auch dann, wenn es nur zum Überleben reicht. 4) Auf Kinder, teure Freundin, teure Autoe. etc. zu verzichten. Das sind nur kurzfristige Glücksmomente, welche über lang oder kurz in Depressionen umschlagen können [...]
1 und 3 kann ich zustimmen.

Aber zu 2: Ich wollte vor 40 Facharzt sein und schaffte es erst mit 41. Das Departement Plastische und Rekonstruktive Chirurgie kam dazwischen. Denn wer kann eine Stelle ablehnen, die einem vom leitenden Oberarzt und Chefarzt einer Uni.-Klinik angeboten wird? Ich hatte ca. drei Monate bezahlte Freizeit (bezahlte Überstunden), sah mich nach einer Doktorarbeit um und traf so auf besagten lOA. Und er meinte, die Promotion wäre etwas für einen Studenten, aber sie könnten einen Assistenzarzt mit OP-Erfahrung, den man Kleingkeiten auch problemlos alleine operieren lassen könnte, sehr gut gebrauchen. Ohne meine Antwort abzuwarten, schleppte er mich zu seinem Chefarzt, der die Meinung seines Stellvertreters bejahte.Wer sagt denn da nein?! Und ich hatte noch keine Anschlussstelle nach den besagten 3 Monaten bezahlten "Urlaub" gehabt. Zudem waren sowohl der lOA als auch der Chefarzt dieses Dèpartements extremst freundlich und kollegial.

Erstaunte meine Frau, ich wollte lediglich eine einfache Promotion und kam als Assistenzarzt der Uni.-Klinik zurück.

Zu 4: Nein, Sie irren. Eine gescheite Frau, die auch nach etwas aussieht, an der Seite und ein Sportwagen - bei mir ein britischer Roadster Baujahr 1970 - müssen schon sein. Ich arbeitete ja schliesslich nicht, um mein Geld in einer Bank verschimmeln zu lassen ..

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Brave 21.08.2018, 07:31
23. mich hat mal eine

Personalerin mit der. Typischen Fragestellung ala wo sehen Sie sich in 5 Jahren genervt und ich antwortete, dass ich das nicht sagen kann, weil ich nicht weiss ob es das Unternehmen in 5 Jahren noch gäbe. Schließlich sei aus meiner Erfahrung heraus nichts als sicher einzustufen. Die Dame war etwas brüskiert da ich Ihr Unternehmen angezweifelt habe. 5 Jahre später war es dann auch nicht mehr existent und sie musste sich auch einen neuen Job suchen. Die Kompetenz vieler Personaler ist auch anzuzweifeln, gerade dann wenn sie immer nur für ein Unternehmen gearbeitet und produktiv eigentlich gar nichts hinbekommen haben.

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derspiegeldesspiegel 21.08.2018, 08:00
24. Lächerlich und blödsinnig

Wichtig ist durch den SAP-Filter der Personalabteilung zu kommen. Wenn man das nicht schafft, braucht man auch keine gute Begründung. Man wird nie jemanden zu Gesicht bekommen, dem man die Begründung nennen kann.

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landei23 21.08.2018, 08:17
25. Ach Du meine Güte.

Solche Karriereberater braucht nun wirklich kein Mensch. Oder anders gesagt: ein guter Coach hilft einem, seine Innenwelt zu erforschen, die eigenen Motive und Stärken zu erkennen. Aber er seiert doch nicht solches Zeug ab, das sich jeder halbwegs vernunftbegabte Mensch selber denken kann. Diese Dame ist nicht gerade eine sehr helle Kerze am Kronleuchter unseres eigentlich ganz vernünftigen Berufsstandes. (aber sie macht schon sehr geschickt Werbung für sich und zieht die verunsicherten Klienten an).

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mrotz 21.08.2018, 09:25
26.

>Er arbeitet in einem Forschungsinstitut als Abteilungsleiter mit
>Führungsaufgaben.
Befristet oder fest?
Letzteres wäre ein 6er im Lotto.

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manicmecanic 21.08.2018, 10:58
27. Larifari

ohne der Dame nahe treten zu wollen aber mehr ist ihr Gerede nicht wert.Wenn man sich ihre Vita ansieht kann man auch keine besonderen Qualifikationen in Sachen Beratung entdecken außer die exorbitant hohe Zahl von Büchern die sie geschrieben hat.Zu dem Fall an sich fällt mir nur ein daß ein Angestellter wie dieser hier wohl eher besser ohne Führungsverantwortung bleibt wenn er in dem Alter mit der Erfahrung noch solche Fragen stellt.Auf dem Jobmarkt hat man ein plus mit Führungsverantwortung in der Vita,weil es ganz klar die Mehrheit der Menschen nicht tun können oder wollen.

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ansv 21.08.2018, 10:58
28. Die ewigen "Führungsaufgaben"

Ich bin die typische Assistentin der Geschäftsführung - heute bestimmt auch "Influencer" - aber per Definition hauptsächlich Beobachterin. Und meine Erfahrung sagt: Wer fachlich brillant ist, kann in Sachen Führung ein absoluter Rohrkrepierer sein. Und dabei auch sehr unglücklich werden. Trotzdem erscheint es so unglaublich erstrebenswert, weil "man so eben Karriere macht". Ich bin immer in sehr ingenieurlastigen Branchen unterwegs gewesen und habe so viele völlig empathielose Abteilungsleiter getroffen, dass ich heute die erste bin, die gratuliert, wenn sich jemand für die absolute Fachkarriere entscheidet. Allerdings bin ich auch in einem Unternehmen, in dem diese Fachkompetenz anerkannt und honoriert wird. Das gibt es sicher nicht überall.

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Rechtschreibprüfer_der 21.08.2018, 14:09
29.

Zitat von Allenore
Viel Aufwand, um das Leben viel zu billig zu verschleudern. Weil man keine wirkliche Idee von seinem eigenen Leben hat und sich wie ein Hamster ins Rad sperren lässt.
Die Karriere IST die Idee von seinem eigenen Leben. Nur nicht für dich, sondern für andere. Der eine macht Karriere, der andere fröhnt dem Müßiggang...

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