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Recruiting-Trends: "Bewerber sind keine Bittsteller"
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Warum sollten wir gerade Sie nehmen? Wer als Personaler diese Frage stellt, wird bald ohne Mitarbeiter dastehen, meint Beraterin Constanze Buchheim. Die Bewerber der Generation Y haben hohe Ansprüche - und wollen auf Augenhöhe behandelt werden.

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scot10 27.08.2015, 13:01
60.

Zitat von Sakuraba
Laut Statista sind 8,1% befristet beschäftigt, wobei bei den 25-34 Jährigen die Quote mit 17,2 % überproportional hoch ist. In Zeitarbeit arbeiten wohl 2,5% der Beschäftigten. Insgesamt sind wir also bei 10,6%, das ist nicht gerade wenig. Kündigungsschutz greift auch nur bei Betrieben mit über 10 Arbeitnehmern, da hilft ein Blick ins Gesetz. Wenn bei Ihnen alles super ist dann ist das ja schön für Sie, deshalb aber auf den Rest der Republik zu schließen ergibt nur bedingt Sinn.
Hire & Fire ist gerade bei Fachkraeften eher unueblich, selbst in den USA.
Das liegt daran, dass der Recruitmenprozess an sich teuer ist und dazu noch die Einarbeitungszeit eher unproduktiv ist.

Bezueglich der 17,2%, da sind wahrscheinlich viele Akademiker dabei, die gerade Ihr Studium beendet haben. Das es am Anfang eine Probezeit oder zuerst einen befristeten Vertrag gibt, ist auch voellig normal. Sie wollen ja wissen mit wem Sie es zu tun haben.

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stand.40 27.08.2015, 13:49
61. Bewerbungen

sind nicht immer objektiv.Es gibt Broschüren und Vorlagen für B. Besser sind Vorstellungsgespräche. Oftmals werden Bewerbungen nicht beantwortet. Einfach unhöflich und gibt ein schlechtes Bild der jeweiligen Firmen.

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skiski-bowski 27.08.2015, 17:29
62. Anderer Weg

Zitat von plantagenet67
das ist doch (sorry) dummes Blabla. Mein Sohn suchte dieses Jahr eine Ausbildungsstelle als Fachinformatiker. Er hatte schon eine Fachhochschulreife in Informationstechnik vorzuweisen mit einem 2er Schnitt. Über 30 Bewerbungen, nur Absagen. Anzeigen in Zeitungen für über 500€, NULL Resonanz. Und nein, das war nicht auf dem Land! So sieht Deutschland aus, das Land mit enormen Fachkräftemangel. Naja, als Bäcker oder Maurer hätten wir vlt. was bekommen können.
Wenn es mit der Ausbildung nicht klappt, vielleicht mal einen anderen Weg ins Auge fassen. Es gibt bundesweit tätige Institute für berufliche Bildung, die auch Fachinformatiker ausbilden. Wird sogar von der Arbeitsagentur gefördert. Will sagen: Nicht immer wieder vor dieselbe Wand laufen, auch mal versuchen, die Tür zu treffen.

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deus-Lo-vult 27.08.2015, 17:47
63.

Zitat von haem51
Wie oft hat sich Frau Buchheim als Personalchefin beworben und wurde nicht genommen?
Keine Ahnung. Aber die Frau hat nicht wirklich Ahnung, wie ein Bewerbungsgespräch läuft. Und wenn sie der Meinung ist, ein Bewerber würde ein Stelle ablehnen, nur weil er seinen Vorgesetzten (in ihrem Sprachgebrauch Manager) noch nicht gesehen hat, dann frage ich mich, in welcher Welt diese Frau lebt.

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kfp 29.08.2015, 20:19
64.

Zitat von Rosmarinus
Das könnte stimmen. Zumindesytens in einem Bereich bekommt natürlich keiner, der Eingestellt wird sofort eine unbefristete Stelle. Würden Sie etwa jemandem, den sie kaum kennen, gleich einen festen Vertrag geben?
Wofür gibt es denn die Probezeit? Auch habe ich zu oft gesehen, dass die Befristung "am Anfang" eben nicht mehr als Probezeit benutzt wird, sondern zu viele der befristeten "Einsteiger" werden nach Einstieg über einen "Dienstleiter" dann nochmal befristet beschäftigt. Und wehe, wenn dann in dieser jahrelangen "Probezeit" irgendwas schiefgeht, wie wirtschaftliche Schwäche des Arbeitgebers, allgemeine Wirtschaftskrise, Fusionen, Abteilungsschließungen o.ä. Viel öfter als landläufig angenommen funktioniert die befristete "Einstiegsstelle" eben nicht als Einstieg...

Insofern sind die ca. 50% Befristungsquote bei Einstiegsstellen mit Übernahmequoten unter 50% fatal, weil das umgekehrt jetzt schon 25% der Berufseinsteiger zum Dauerprekariat verdammt. (Denn wenn erst mal der schnelle Umstieg auf die feste Stelle nicht geklappt hat, schwinden anschließend die Chancen massiv, da AG dann davon ausgehen, dass mit dem AN was fischig sein muss...)

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dickebank 30.08.2015, 11:14
65. Mediation

Zitat von Crom
Blödsinn, die deutsche Übersetzung von Human Resources ist Personalwesen.
Das ist nicht die Übersetzung, es ist die Übertragung ins Deutsche. "resource" bedeutet ganz neutral übersetzt Hilfsmittel. Im wohlmeinensten Fall kann das Wort mit (natürlichem) Reichtum übersetzt werden.

Human resources sind also personelle Hilfsmittel - also zweibeinige, querulante Kostenstellen.

Diese werden allenfalls von der HR-Abteilung verwaltet. HR mit Personalwesen zu übersetzen, liegt allso meilenweit von der Wirklichkeit entfernt.

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Suse84 21.09.2015, 15:21
66.

Zitat von Crom
Vielleicht liegt es ja daran, dass Sie schon mehr als 400 Bewerbungen schreiben mussten. Wenn jemand mit so einer Grundeinstellung zum Bewerbungsgespräch kommen würde, würde ich den auch nicht einstellen. Aber klar, Schuld sind immer die anderen, gell?
Sie werfen ihm indirekt vor die Schuld liege bei ihm und er urteile zu schnell über die andren - und was machen Sie mit dem Kommentar bitte besser? Fakt ist dass der achsohochbeschworene und hundert Mal schon durchgekaute Fachkräftemangel eben nich auf alle Branchen zutrifft. Neben der MINT-Sparte solls nur noch der Handwerks und Pflegebereich sein - hier nachzulesen: http://blog.newsearch.de/fachkraeftemangel/ Von dem Artikel könnten einige was lernen, zB dass man andren Menschen nicht gleich direkt persönliches Versagen vorwerfen muss, wenn es mit deren Arbeitssuche nicht funktioniert.. nicht jede Arbeitskraft wird händerringend gesucht! Die Jobsuche kann ne verdammt harte Arbeit sein und Schuldzuweisungen machen es für den Betroffenen auch nicht leichter!

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