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Reformationstag: Schleswig-Holsteiner bekommen neuen Feiertag
DPA

Bewohner von Schleswig-Holstein können sich freuen: Der Landtag hat den Reformationstag am 31. Oktober zum Feiertag erklärt. Hamburg, Niedersachsen und Bremen wollen nachziehen.

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dasfred 23.02.2018, 14:42
1.

Und noch mit dem Nebeneffekt, dass man Halloween gleich mitgenommen hat. Ein Tag für die ganze Familie. In Hamburg gibt es ja leider noch Bestrebungen, vielleicht den Frauentag im März zu wählen.

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meisteryupa 23.02.2018, 15:20
2. Ich finde, das ist ein guter Tag

Man wollte ja einen zusaetzlichen Feiertag, auch um die Differenz an Feiertagen zum Sueden hin auszugleichen.
Und da ist mir ein Feiertag im Herbst lieber, als noch einen weiteren Feiertag im Fruehjahr, wo es um Ostern herum und dem 1. Mai genug freie Tage gibt

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marty_gi 23.02.2018, 15:22
3. Trennung von Staat und Kirche

Auch wenn ich den Leuten im Norden den Tag goenne, erschreckt mich die leider weiter aufgeweichte Trennung von Staat und Kirche.
Statt endlich alle kirchlichen/konfessionellen Feiertage abzuschaffen und allen Arbeitnehmern als Paket oben auf den Jahresurlaub zu geben, damit sich jeder selbst diese Tage so legen kann, wie es seinem Glauben entspricht (was damit alle Glaubensrichtungen und auch Nichtglaeubige gleichermassen umfasst), wird hier wieder ein Tag zum "Feiertag" deklariert, der aus einer kirchlichen Sache entstanden ist.
Das kann nur als gesellschaftlicher Rueckschritt bezeichnet werden.

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haareschüttler 23.02.2018, 18:28
4. Reformationstag hat zumindest Bedeutung über Kirche hinaus

Zitat von marty_gi
Auch wenn ich den Leuten im Norden den Tag goenne, erschreckt mich die leider weiter aufgeweichte Trennung von Staat und Kirche. Statt endlich alle kirchlichen/konfessionellen Feiertage abzuschaffen und allen Arbeitnehmern als Paket oben auf den Jahresurlaub zu geben, damit sich jeder selbst diese Tage so legen kann, wie es seinem Glauben entspricht (was damit alle Glaubensrichtungen und auch Nichtglaeubige gleichermassen umfasst), wird hier wieder ein Tag zum "Feiertag" deklariert, der aus einer kirchlichen Sache entstanden ist. Das kann nur als gesellschaftlicher Rueckschritt bezeichnet werden.
Auch wenn ich Ihre Abneigung gegen die Vermengung von Religion und Staat durchaus teile, ist aus meiner Sicht der Reformationstag noch der beste Kompromiss, da die Reformation die Wegbereiterin der Sekularisierung war und daher Bedeutung weit über die Kirche hinaus hat.
Aber (auch wenn das ziemlich bigott ist), ich freue mich über alle freien Tage die ich irgendeinem Kirchenhokuspokus verdanke. Sie sind praktisch das einzige positive, was ich diesem Kasperletheater abgewinnen kann.

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sail118 23.02.2018, 19:00
5. den Arbeitnehmern sei es gegönnt

vergessen wir aber nicht, dass das Parlament mal eben 0,4% Lohn-Zusatzkosten produziert hat (bei geschätzt 230 tatsächlichen Arbeitstagen p.a.)

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person012 23.02.2018, 20:21
6. .

Zitat von marty_gi
Auch wenn ich den Leuten im Norden den Tag goenne, erschreckt mich die leider weiter aufgeweichte Trennung von Staat und Kirche. Statt endlich alle kirchlichen/konfessionellen Feiertage abzuschaffen und allen Arbeitnehmern als Paket oben auf den Jahresurlaub zu geben, damit sich jeder selbst diese Tage so legen kann, wie es seinem Glauben entspricht (was damit alle Glaubensrichtungen und auch Nichtglaeubige gleichermassen umfasst), wird hier wieder ein Tag zum "Feiertag" deklariert, der aus einer kirchlichen Sache entstanden ist. Das kann nur als gesellschaftlicher Rueckschritt bezeichnet werden.
Ich glaube, an bestimmten Feiertagen gäbe es da ziemliche Probleme. Ich habe früher in einer Branche gearbeitet, wo das Modell praktisch schon umgesetzt war, weil auch an Wochenenden und Feiertagen gearbeitet werden musste. Fast alle aus der Fraktion "Ich-will mit der Kirche-nichts zu tun haben und Gläubige sind dumm" haben aber trotzdem als erste "hier" geschrien, wenn es darum ging, wer an Weihnachten Urlaub nehmen kann. Ähnliche Szenen gab es an Ostern.

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mghi 23.02.2018, 21:29
7. Die sächsischen Bürger zahlen

wegen der Nicht-Abschaffung des Buß-und Bettags mehr in die Pflegeversicherung.
Ich glaube ich würde mich verar... vorkommen, wenn ich in Sachsen wohnen würde.

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gartenkram 23.02.2018, 21:39
8. Soso ...

Ist ja putzig, ein neuer feiertag, begründung mal egal, weil religion kein wirklich guter grund ist. Was solls ... aber was, wenn jemand in s-h wohnt, aber in hamburg oder niedersachsen etc arbeitet, wo es diesen feiertag nicht gibt?

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Stäffelesrutscher 23.02.2018, 22:04
9.

Zitat von gartenkram
Ist ja putzig, ein neuer feiertag, begründung mal egal, weil religion kein wirklich guter grund ist. Was solls ... aber was, wenn jemand in s-h wohnt, aber in hamburg oder niedersachsen etc arbeitet, wo es diesen feiertag nicht gibt?
1. Entscheidend ist der Arbeitsort.

2. Fragen Sie mal im Süddeutschen, wenn in Ludwigshafen Feiertag ist und in Mannheim nicht. Oder umgekehrt. (Ersetzen Sie das gerne durch Mainz/Wiesbaden, Hanau/Aschaffenburg, Ulm/Neu-Ulm usw.)

3. Abwarten. Wahrscheinlich werden jetzt noch mehr Abgeordnete aus Hamburg sagen: »hier stehen wir, wir können nicht anders« und ziehen mit dem 31.10. nach. Dito Niedersachsen und damit Bremen.

4. Ach übrigens - das Problem haben Sie bei vielen Schulferien. Kind A in Hamburg, Kind B in Schleswig-Holstein, da kann man nur sagen: Fröhliche Osterferien!

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