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Reihenhaus-Streit: Berufstrompeter und Nachbar gehen bis in letzte Instanz
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Zwei Reihenhaus-Nachbarn in Augsburg streiten sich seit Jahren: Der eine ist Berufsmusiker und will Trompete üben, der andere seine Ruhe haben. Jetzt soll der Bundesgerichtshof entscheiden.

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markus.w77 28.09.2018, 18:19
1.

Lärm im allgemeinen ist eine starke Beschneidung von Lebenqualität. Ich wäre auch dafür im Verkehr eine drastische Bestrafung der Protzer Karren einzuführen. Einer röhrt, alle störts.
Dem Musiker muss zuzumuten sein, an der Arbeitsstelle zu proben. Im Eigenheim nur, wenn es Nachbarn nicht stört. Ähnlich der Windkraftanlagen, eine Entfernung zu bewohntem Gebiet einführen bei Dauerlärm

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Immanuel K. 28.09.2018, 18:22
2. Ich habe...

...mal vor 40 Jahren mit einem (später) bekannten Trompeter in einem Mehr-WG-Haus gewohnt - von dem wusste ich bis zu einer Hausparty gar nicht, dass er Trompete spielt... Er hatte sich einen großen Bauernschrank mit Matrazen ausgekleidet, sich hinein gesetzt und dann geübt...

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NuAber 28.09.2018, 18:42
3. Leichte Problemlösung möglich

Für genau dieses Problem - Musiker möchte üben, Nachbarn möchten Ruhe- gibt es spezielle Schallschutzkabinen.

Nachdem ich jahrelang Ärger mit Nachbarn hatte bzw. die mit mir hatten, habe ich eine gebrauchte Schallschutzkabine gekauft. Seitdem kann ich rund um die Uhr solange ich möchte üben.

Warum ein Profimusiker diese Ausgabe scheut, verstehe ich nicht.

Kabine siehe beispielsweise:

https://www.ebay.de/itm/Gesangskabine-vocal-booth-Raum-in-Raum-System-sehr-hohe-Schalldammung/192654588524?hash=item2cdb1bba6c:g:ZUYAAOSwwKNbIs8 7

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mittekwilli 28.09.2018, 18:46
4. Ja das kenne ich in Kombi mit einer WG auf der anderen Seite

Als Schichtarbeiter würde ich mich Berenten lassen. Die sogenannten Tonhalteübungen und Quinten, die das Trompeteüben mit sich bringen, lassen kein anderes Leben nebenan zu. Es gibt ja auch Schalldämpfer, nur die sind einem Musiker nicht zuzumuten, man hört nicht so gut und die Puste geht schneller aus. Wer in Zusammenhang mit Trompetenüber von Musik redet, weiß nicht wovon er redet.

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mojo2xs 28.09.2018, 18:47
5. Gegenseitige Rücksichtnahme

Eigentlich gebe ich dem Trompeter recht das er spielen darf. Denke aber des es schon technische Mittel gibt ohne zuviel lärm zu proben und als Mensch der mit seinen Mitmenschen ein gutes verhältniss haben will sollte solche auch anwenden. Wie wäre es mit einer STUDIOBOX Schallkabine oder einen Musiciancoat ;-) Kann ja Nachbarschaftlich finanziert werden. Haben alle was davon.

Festgefahrener Streit in dem es nicht mehr um die Sache sondern ums gewinnen geht.

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Le Commissaire 28.09.2018, 18:47
6.

Zitat von markus.w77
Lärm im allgemeinen ist eine starke Beschneidung von Lebenqualität. Ich wäre auch dafür im Verkehr eine drastische Bestrafung der Protzer Karren einzuführen. Einer röhrt, alle störts. Dem Musiker muss zuzumuten sein, an der Arbeitsstelle zu proben.
Warum? Das wäre für ihn eine starke Beschneidung von Lebenqualität. Sie merken was?

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Le Commissaire 28.09.2018, 18:49
7. Anschauungsmaterial

Zitat von Immanuel K.
...mal vor 40 Jahren mit einem (später) bekannten Trompeter in einem Mehr-WG-Haus gewohnt - von dem wusste ich bis zu einer Hausparty gar nicht, dass er Trompete spielt... Er hatte sich einen großen Bauernschrank mit Matrazen ausgekleidet, sich hinein gesetzt und dann geübt...
Hätten Sie mal einen Link auf solch einen Bauernschrank? Ohne würde ich Ihnen nämlich Ihre Geschichte nicht glauben.

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Hajojunge 28.09.2018, 18:55
8. Musik wird störend oft empfunden,..

...dieweil sie mit Geräusch verbunden (Wilhem Busch). Das Problem gab es schon damals.
Musiker müssen, zumal wenn sie am Unterricht verdienen, für abseits gelegene, schallgedämmte Übungsräume sorgen. Technische Lösungen gibt es - sie sind kein Neuland. Unser Leben ist schon lärmerfüllt genug, Flugzeuge, Motorräder, PS-Protze beim Ampelrennen - irgendwo ist eine Grenze. Schichtarbeiter müssen sehr wohl geschützt werden. Polizisten, Feuerwehrleute, Krankenschwestern, Ärzte, Kraftwerker, sie alle brauchen ihren Schlaf. Sonst können wir alle einpacken.

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Peter Friedrichs 28.09.2018, 18:57
9. Mich nicht

Zitat von markus.w77
Ich wäre auch dafür im Verkehr eine drastische Bestrafung der Protzer Karren einzuführen. Einer röhrt, alle störts.
PS-starke Fahrzeuge können durchaus einen angenehmen Klang haben, aber der dusselige Ausdruck "Protzerkarre" verrät ja bereits Ihren festgefahrenen Standpunkt.

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