Forum: Karriere
Renten-Rat vom Job-Coach: Wie Mütter 500.000 Euro verlieren - und was sie dagegen tun
Getty Images

Wenn Mütter aus dem Job aussteigen, verlieren sie über die Jahre Hunderttausende Euro, rechnet Job-Coach Katrin Wilkens vor. Hier verrät sie, wie Sie die Rentenlücke wenigstens zum Teil stopfen können.

Seite 4 von 8
kika2012 21.12.2018, 22:10
30. trader_07

Das kann ich nur unterschreiben. Ich zahle 12.50 pro Stunde netto an sowohl meine Putzhilfe als auch an den Babysitter. Ich bin alleinerziehende Mutter und habe mit Kindergeld und Unterhalt ca. 3500 EUR netto. Das macht den Lebensabend wesentlich erfreulicher. Und nein, nicht in die Wiege gelegt, sondern jahrelang hart erarbeitet.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
interessierter Laie 21.12.2018, 22:55
31.

Zitat von marcaurel1957
Es ist mir schlicht egal, ob jemand meint 3 Kinder oder ein Ferrari gehört zum perfekten Leben dazu. wichtig ist nur, dass er sich über die Konsequenzen im Klaren ist und das eien oder das andere selbst finanziert. Da wir schätzenungswiese 5 Mrd Menschen zu viel haben, liegt keineswegs im Interesse aller, da sweitere Menschen geboren werden. Die moralische Überhöhung des Vermehrens ist ebenfalls unsinn, da ich nicht glaube, dass die heute geborenen Kinder mich eines Tages für einen Gotteslohnen pflegen werden....die werden Ihren tariflohn dafür haben wollen und bekommen
die 5 Mrd. werden aber nicht den Tarifbeschäftigten bezahlen, der Ihren selbstgerechten Allerwertesten abwischt. Es werden die Kinder eben jener Mütter sein. Und das werden sie auch nicht tun, weil Sie so ein netter Mensch sind oder weil es irgendeine Moral gebietet, sondern weil man sie gar nicht fragt. So wie man Sie und mich heute aucj nicht fragt, ob wir in dieses Schneeballsystem einzahlen möchten. Nur wenn diejenigen, die dieses (eigentlich längst gescheiterte) System noch aufrecht erhalten dafür benachteiligt werden, ist auch klar, warum es scheitern musste.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
tatsache2011 21.12.2018, 23:16
32. Ihre Irrtümer

Zitat von marcaurel1957
Ich habe den vielzitierten „Generationenvertrag“ nicht unterschrieben und gedenke auch nicht, es zu tun. Andersgesagt habe ich eine 6 anstellige Summe eingezahlt und erwarte eine entsprechende Gegenleistung. Im übrigen ist Ihre Argumentation auch unzutreffend, denn letztlich werden Renten aus dem erwirtschafteten Volkseinkommen getragen, Dieses BIP wird durch die Produktsfaktoren Arbeit und Kapital erwirtschaftet. Am letzteren habe ich meinen Anteil. Wie dem auch sei, jeder soll soviel Kinder in die Welt setzen wie er will, das ist erst mal ein Privatvergnügen, es reicht, wenn der Staat hohe Summen für Kita, Schule und Universitöt zur Verfügung stellt. Da auch noch nennenswerte Beträge für Kindergeld gezahlt werden, ist dass Gejammer kaum zu ertragen
1) Es gibt keinen Generationenvertrag. Sie haben keinen Vertrag mit den heutigen Kindern, die später Ihre Rente bezahlen.

2) Ihre "Einzahlungen" werden für die heutigen Rentner (z.B. Ihre Eltern) verbraucht (Umlagefinanzierung). Das Geld ist weg.

3) Eltern zahlen einen 6-stelligen Betrag je Kind. Das ist die Rücklage für die Rentenversicherung. Eine andere Rücklage gibt es nicht.
Die Rentenformel enthält nicht eine Finanzierung aus dem BIP.

4) Selbstverständlich hat auch ein Kinderloser Leistung für Kinder erbracht z.B. Finanzierung des Kindergeldes. Aber Eltern zahlen mehr (siehe 3)

5) Der Staat jammert, weil Eltern zu wenige Kinder als Rücklage für die Rentenversicherung haben, sondern das Geld in die private Altersvorsorge zahlen.

6) Heute weniger Kinder müssen später mehr Rentner tragen.
Im Jahr 2000 haben 4 Beitragszahler 1 Rentner finanziert.
Zur Zeit finanzieren 3 Beitragszahler 1 Rentner.
Im Jahr 2030 (in 11 Jahren) 2 Beitragszahler 1 Rentner.
Da kann der heutige Beitragszahler nicht seine "Einzahlung" ausgezahlt bekommen.
https://service.destatis.de/bevoelke...amide/#!y=2030

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Berliner42 22.12.2018, 02:29
33.

"Ich habe mich damals bewusst für eine Teilzeitlösung entschieden, weil ich meine beiden Mädchen aufwachsen sehen wollte."

Unglaublich, aber ok, das kostet dann eben Geld. Ich würde auch alles mögliche lieber tun als zu arbeiten, aber als Mann ist man eben darauf getrimmt, seine Wünsche hinten anzustellen. Frauen leben eher bedürfnisorientiert. Kann man machen, muß man aber eben mit den Konsequenzen leben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Berliner42 22.12.2018, 02:33
34.

Zitat von PRAN1974
Da der Mann sicher auch gut verdient, gibt es keinen Grund, wieso sie davon nicht mehrere hundert Euro im Monat für die Rente zurücklegen sollte.
Das ist das Grundproblem, das im Artikel nicht mal angesprochen wird. Das Alleinverdienermodell muß man sich auch mit Rentenbeiträgen für die Frau noch leisten können. Statt die idiotische Mütterrente einzuführen, hätte man lieber eine Rentenversicherungspflicht für Hausfrauen machen sollen. Dann würden etliche früher in den Job zurückgehen, statt jahrelange Ferien zu haben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Berliner42 22.12.2018, 02:36
35.

Zitat von derpaull
Rentenbeiträge. Deshalb ist es nicht egal, ob man sein Geld in einen Ferrari oder ein Kind steckt.
Ferraris werden produziert und das erzeugt Gehälter und Steuern.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Berliner42 22.12.2018, 02:39
36.

Zitat von CPH
Können wir uns darauf einigen, dass Eltern, die ihre Kinder betreuen, auch arbeiten? Dafür gibt es keine pekuniäre Vergütung, aber Arbeit.
Es gibt auch Eltern, die Job und Kinder hingekriegt haben. Meine zum Beispiel. Eine Hausfrau macht eben doch weniger als eine voll berufstätige Mutter. Mal ganz davon zu schweigen, daß viele auch nach Volljährigkeit der Kinder keinen Job mehr wollen oder finden und das westdeutsche lebenslange Hausfrauenmodell leben. Und der Oberwitz ist, wenn dann noch eine Putzhilfe engagiert wird.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Berliner42 22.12.2018, 02:41
37.

Zitat von marcaurel1957
Heutzutage braucht man nicht unbedingt mehr Beitragszahler um Rentnern ein fairen Anteil am BIP „Kuchen“ zu sichern....der Kapitalstock der Wirtschaft und das Produktivitätswachstum reicht völlig
Was ist denn er "Kapitalstock der Wirtschaft"? Sie wollen jetzt Firmen zwingen, ihr Eigenkapital abzugeben?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kfp 22.12.2018, 11:23
38.

Zitat von logo001
man kann nur das verlieren was man mal gehabt hat, wer nicht arbeitet hat halt frei und nutz die Zeit anders das dann viel mehr wert ist als Geld.
"Wer nicht arbeitet hat halt frei" ist hier blanker Hohn. In Wirklichkeit ist es bei Eltern eher so: "Wer nicht gegen Gehalt arbeitet, arbeitet doppelt so viel unentgeltlich"... Ihre "andere Zeitnutzung" ist nämlich praktisch nie mehr selbstbestimmt, und meistens auch wenig erholsam. (Ich kann ich nicht erinnern, wann ich zum letzten Mal ein paar Minuten in Ruhe auf dem Sofa sitzen und ein Buch lesen oder Fernsehen schauen konnte. Hobbies musste ich auch mit der Zeit alle einstampfen... Klar kann man mit den Kleinen auch mal lesen, spielen oder sonst etwas unternehmen - aber wenn man zum 50. Mal dasselbe Mama-Muh-Buch lesen muss, die Spiele sich auf solche der Art von Mensch-Ärgere-Dich-Nicht und Memory beschränken usw., würde man selbst halt manchmal auch gerne mal was Interessanteres machen...)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
quark2@mailinator.com 22.12.2018, 11:49
39.

Wenn man schon schräg rechnen will, muß man aber die späteren Leistungen der Kinder auch wieder zurückrechnen. Ich habe im Moment z.B. das Vergnügen, mich als Sohn und vorher als Enkel verdient um meine Vorfahren zu machen, während ich parallel weiter mehr als Vollzeit selbständig arbeite. Wäre ich nicht da ... Und wer jetzt meint, ja, den Bonus bekämen die Väter ja auch - klar, aber nur wenn sie in der Familie bleiben und dann gehen eh beide Einkommen in den gleichen Topf. Das ist alles nicht so simpel.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 4 von 8