Forum: Karriere
Rollentausch: Wollen Sie mal Kinder, Herr Müller?
Corbis

Wie wäre es, wenn Männer und Frauen für einen Tag die Rollen im Berufsleben tauschen? Das fordert Buchautor Martin Wehrle. Er ist sicher: Der Arbeitsalltag einer Frau wäre für jeden Mann ein Skandal.

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großwolke 29.09.2014, 07:12
1.

Lieber Herr Wehrle, dieses Geschreibe ist so unsäglich, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll, von daher lasse ich es gleich. Nur soviel: Diese vermeintliche Generalbrechnung, die sie da abliefern, ist so typisch männlich-deutsch, dass von vornherein klar ist, dass sie damit viel eher Wasser auf die Mühlen der Gender-Gegner geben als irgendetwas für Ihre Sache zu tun. Wenn sie etwas ändern wollen, gehen Sie in die Schulen und setzen sie den Mädels dort, irgendwie, die Idee in den Kopf, dass sie was aus sich machen können, dass es keine Schande ist, einen beruflich weniger erfolgreichen Partner zu haben, dass Maschinenbau am Ende auch nur ein Studiengang ist, den man schaffen kann, dass zum Erfolg eben auch die Verantwortung gehört, der Familienernährer zu sein. Und dann gehen Sie weiter in die nächste Schule und die nächste und die nächste, für die nächsten 20 bis 30 Jahre, und sehen Sie dann, ob die Saat aufgeht, die sie gesäht haben. Die Debatte um Frauengleichberechtigung wird nicht durch Gebrüll und Gegengebrüll gewonnen, sondern durch konkrete kleine Schritte. Und noch eine Hausaufgabe für Sie: nehmen Sie sich mal Ihren Text vor und versuchen Sie, für jede Idee, für jedes Argument, dass sie hier aufführen, aus dem Gedächtnis dass Stammtisch-Gegenargument zu bringen. Sie werden überrascht sen, wie leicht Sie selbst Ihre Arbeit zerpflücken können. Was Sie nicht schaffen werden, ist, schneller zu sein als die Foristen hier...

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h-i-2224 29.09.2014, 07:42
2. In welchem Land lebt der Autor des Beitrages?

Stadtverwaltung - die Mehrheit der Mitarbeiter, Frauen. Die Mehrheit der prekären Jobs innerhalb der Stadtverwaltung (Bauhof etc.), Männer.
Finanzamt - die absolute Mehrheit der Mitarbeiter, Frauen.
Landratsamt - Die Mehrheit der prekären Jobs innerhalb des Landratsamtes (Fahrdienst etc.), Männer.
Klinik - die mit Abstand überbordende Mehrheit der Mitarbeiter, Frauen.
Wasserwirtschaft, Schulen, Altenheime, die Banken vor Ort, Kindergärten, Kindergrippen, Ärztehäuser, Supermärkte etc. ? Richtig, die Mehrheit der Mitarbeiter, Frauen und die meisten Männer in diesen Einrichtungen arbeiten in prekären Jobs, wie Hausmeister, Sicherheitsdienst etc. Und wenn es geht, sind diese Jobs auch noch ausgelagert.

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schwiegermutter 29.09.2014, 08:04
3. Immer das gleiche unsinnige Geschwurbel

Ich bin Erzieher und verdiene in Teilzeit weniger als eine Vorzimmerdame bei VW. Hilfe hilfe ich werde unterdrückt!

Ich habe zwar keine Lust auf Studium und 60 Wochenstunden im Stahlwerk aber dick bezahlt werden will ich trotzdem! Ich habe mir eine Arbeit gesucht die meinen Fähigkeiten entspricht und so tun das warscheinlich die meissten anderen auch. Wenn man zur Wertschöpfung beiträgt verdient man idR mehr. Entweder reisst man sich zusammen und sucht sich einen entsprechenden Beruf oder man lässt es eben sein. Aber sich nen lauen Job zu suchen und dann noch zu jammern ist echt asozial!


Meine Frau arbeitet Vollzeit und verdient dabei NATÜRLICH genau so viel wie ihre männlichen Kollegen. Im Moment überlegen wir uns wie wie ihr ein Studium finanzieren können weil sie mit ihrer Stellung unzufrieden ist.

Vielleicht leiht Alice uns ja ein wenig Geld?

Wenn sie das tut werde ich jedenfalls meine Arbeitszeit noch weiter runterschrauben und in den ersten 3 Jahren ganz zuhause bleiben. Kleinkinder brauchen verlässlichkeit und Bezugspersonen die IMMER da sind. Das kann eine professionelle Kraft nicht leisten und ich will das auch garnicht.
Haben wir nicht genug arbeitslose die gerne für Eltern einspringen? In meinem Beruf habe ich jedenfalls die Freiheit einfach zu kündigen und jahre später in einem völlig anderen Betrieb wieder anzufangen. Karrierechancen die ich mir damit versauen könnte habe ich nämlich nicht. Das ist ein Grund für die Entscheidung, dass ich es sein werde der zuhause bleibt.
Btw wird die Welt sicher nicht gerechter, wenn es 200 Frauen mit Millionengehalt mehr gibt. Gerechter wird sie wenn wir aufhören auf Nebelkerzen reinzufallen und uns gemeinsam und solidarisch dafür einsetzen, dass jeder Arbeiter einen fairen Anteil an der Wertschöpfung bekommt und die großen Absahner sich zurück nehmen.


Kann die Arbeitszeit eines Menschen wirklich so wert voll sein, dass er mehr als 50.000 im Monat verdient?
bzw gibt es so wenige befähigte Manager, dass ihre seltenheit den Wert so steigert?

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MediTomSin 29.09.2014, 08:19
4. Lustig wäre das

Ja das wäre bestimmt lustig. Es ist allerdings fraglich, ob diese Skandalisierung tatsächlich eintritt. Was zwangshafte Frauenversteher gerne übersehen sind eben auch die Vorteile des Frauseins, die ich oft bei uns erlebe: Berechtigte Kritik kann man schnell als Sexismus abstempeln, bei manchen Vorgesetzten darf man sich im Ton vergreifen solange man mit den Augen rollt usw. Apropos, für die Genderexperten, kann es sein, dass Frauen deswegen auch weniger Einkommen haben, weil viele in Teilzeit arbeiten?

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lew111 29.09.2014, 08:35
5. Oh man,

lernt ihr nie dazu? In diesem Bericht werden wieder die alten wiederlegten Fakten aufgewärmt. Angefangen damit das die Frauen 22% weniger verdienen als die Männer. Es liegen mehrer Studien vor das die Unterschied zwischen Männer und Frauen bei gleicher Tätigkeit, Erfahrung und Leistung minimal und kaum existent sind. Wir in meiner firma haben gerade die Gehaltsrunden durch. Die Frauen erhalten dieses Jahr mehr Geld als die Männer. Etwa weil die Leistungen besser sind? Nein weil Sie Frauen sind. Es gibt sogar ein Feld in dem Gehaltserhöhungantrag bei Begründungen, das diejenige eine Frau ist. Dabei verdienen die Frauen in meiner Abteilung bereits mehr als die Männer. Das ist Diskriminierung heute. Ich würde heute gerne mit einer Frau heute tauschen. Ich kann mir dann erlauben in den Nieriglohnsektor zu arbeiten und die Schuld den Männern zuzuschieben oder in einem "Männerberuf" arbeiten und Gehaltserhöhungen und Karrierechancen erhalten von denen Männer nur Träumen können.

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herfas 29.09.2014, 08:44
6. Geschlechterkrieg?

Frauen und Männer gegeneinander antreten zu lassen, ist ein gängiges Marktinstrument mit dem Ziel den Produktabsatz zu verdoppeln. Unrealistische Gleichstellungsregelungen sehen auf Papier gut aus und geben einen seriösen Touch, scheitern dann jedoch an der Realität. Unternehmen sind keine Sozialverbände. Dort wo das Prinzip Frau sich rechnet, wird auch eine Frau stehen. Schwangere Männer und Managerinnen ohne abgeschlossene Familienplanung lassen sich als augenöffnende Ironie oder einfach als "den Leser für dumm verkaufend" auslegen. Bei diesem Artikel ist man sich nicht vollständig sicher.

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chris4you 29.09.2014, 08:44
7. Ab da habe ich aufgefhört zu lesen, lieber Herr Wehrle

"Wenn deutsche Männer mit 22 Prozent weniger Gehalt als Frauen nach Hause gingen, dem Minus-Rekord in Europa?"
Sie habe (wie üblich im Spon) vergessen zu erwähnen, dass die Herren dann aber auch nach ca. 4h nachhause gehen...
Hat ja auch seine Vorteile, lasst den Damen die Streßjobs, die dann höhere Sterblichkeit, und die schönen Unterhaltszahlungen... im Fall der Fälle (Ps. unterhaltspflichtige Damen zahlen noch schlechter als ihre männlichen Pedanten http://www.t-online.de/eltern/erziehung/alleinerziehend/id_42797476/alleinerziehende-schlechte-zahlungsmoral-bei-unterhaltspflichtigen.html (90% zahlen nicht ;o))...
Und schon mal darüber nachgedacht, das der Pförtner eventuell auch mal gerne Manager spielen wollte (sie wissen schon, jeder Mann ist Manager und verdient unendlich viel Geld, und alle Frauen...).

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ricson 29.09.2014, 08:47
8.

ja sind sie denn wahnsinnig geworden Herr Wehrle? Sie können doch nicht hier in Deutschland wo 75% der Männer der Meinung sind Sie wären die wahren Unterdrückten, nicht so einen Artikel schreiben. Na jetzt dürfen sie sich hier im Forum aber auf was gefasst machen. Der Gerhard hat doch schließlich am Kiosk gehört das es mal irgendwo eine Frau gab die einen Job bekam weil Sie eine Frau ist, womit doch bewiesen ist das Männer generell die wahren Opfer sind. Außerdem ist es doch so das man jeder Frau sowieso vorwerfen muss, das wenn sie etwas erreicht im Leben das daran liegt das sie eine Frau ist aber bei Männer ist es immer die Leistung. Das hat mit Diskriminierung nichts zu tun, das ist die Natur.

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dudek 29.09.2014, 08:50
9. Spannend erst bei der Straßenreinigung oder im Schlachthoff...

...da könnte auch bei den Frauen was dämmern, vielleicht sogar eine Erkenntnis. Immer nur Chef und Sekretärin austauschen ist fade.

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