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Schätze in Krematorien: Totengräber dürfen Zahngold nicht für sich behalten
DPA

Der Mitarbeiter eines Krematoriums stibitzt das Zahngold der Toten aus der Asche - insgesamt 31 Kilo. Hätte er es seinem Chef aushändigen müssen? Das Bundesarbeitsgericht sagt ja, der Mann muss womöglich eine Viertelmillion Euro zurückzahlen.

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Ettina 21.08.2014, 18:19
20. 400 000 Euro

Mal rechnen: 31 Kilo bringen derzeit auf dem Markt für Zahngold ohne Zähne 402.070.00 Euro.
http://www.zahngoldpreis.com/

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Sackaboner 21.08.2014, 18:20
21.

Das Zahngold gehört meines Erachtens genauso wenig der Leiche, wie Kleidung und Schmuck, sondern den Angehörigen, die den Toten entsprechend ausstatten. Interessant die Rechtssprechung zu kennen. Da werden manche betagte Menschen in Zukunft im hohen Alter noch einen kleinen Austausch ihrer Goldkrone gegen eine Amalgamplombe vornehmen.

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hinterdir 21.08.2014, 18:20
22. Umstritten aber klar, guckst du hier:

http://www.aeternitas.de/inhalt/aktuelles/meldungen/2012_07_03__08_59_12/zahngold_rechtlich.pdf

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bernd.o 21.08.2014, 18:35
23.

Zitat von hinterdir
http://www.aeternitas.de/inhalt/aktuelles/meldungen/2012_07_03__08_59_12/zahngold_rechtlich.pdf
Danke! Wenn man unbedingt Opas Zähne haben will, muss man sie ziehen. Als Angehöriger ist es wohl das Letzte an das man denkt - Zähne.

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genauerschauer 21.08.2014, 18:37
24. 31 kilo in acht jahren

Google sagt ein Backenzahn wiegt 5 Gramm.
6000 Zähne wären das.
31 kilo gold sind 1000 Feinunzen. das ist eine Million wert. gutes Geschäft.

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muru 21.08.2014, 18:39
25. Nein

Zitat von kumi-ori
... da es Teil der Leiche ist, und diese gehört nicht den Erben. Allerdings gehört es natürlich erst recht nicht cleveren Bestattern. Die Spende ist eine gute Lösung, wahrscheinlich auch im Sinne der Verstorbenen.
die Hinterbliebenen tragen die Kosten für die Einäscherung, deshalb sind diese um den Ertrag für das Zahngold zu reduzieren. Wenn es nicht den Erben gehört, dann müssen diese auch die Kosten für die Einäscherung nicht tragen. Spenden ist Unsinn.

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tlatz 21.08.2014, 18:54
26.

Zitat von sangerman
den Erben gehört das Gold. Da fühle ich mich doch gleich an die KZ-Mitarbeiter erinnert, die den Toten auch das Zahngold abgenommen haben. Einfach nur widerlich!
Wieso halten Sie die Rechtslage denn für eindeutig? Haben Sie irgendwo einen entsprechenden Paragraphen gelesen? Würde mich wundern.

Zur Rechtslage:
Ein Implantat, gleich welcher Art wird zum festen Bestandteil des Körpers des Menschen, dem es implantiert wurde. Stirbt der Mensch, ist dieses Implantat fester Bestandteil der Leiche. An Leichen hat niemand Eigentumsrecht, auch kein Angehöriger. Opas künstliches Hüftgelenk gehört dem Enkel genau so wenig wie sein noch originales Handgelenk.

Da es aber nach der Kremierung nun einmal ein Teil ist, das übrig bleibt, nicht verbrennt und aus der Asche heraussticht, kann es theoretisch entnommen werden. Dann ist es ein Teil eines Toten. Der Tote inklusive all seiner Teile gehört niemandem. Man könnte lediglich argumentieren, dass die Hinterbliebenen ein vorrangiges Recht, oder besser Privileg, haben sollten, Teile in Besitz zu nehmen.

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geode 21.08.2014, 18:55
27.

Zitat von hinterdir
31kg* 30.000 Euro= 930.000€ -300000 Strafe macht doch knapp 600000 Gewinn. Alles Gut.
Irrtum Ihrerseits. An gestohlenem Gut kann man kein Eigentum erwerben. Das gesamte Diebesgut ist wieder auszuhändigen. Wenn das nicht möglich ist, ist Ersatz zu leisten. Die Strafe kommt noch dazu.

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Miniwahr 21.08.2014, 19:01
28. Frage?

Als erstes der makabere Teil des Posts mit ernstem Hintergrund.

„Da muss ich mal schauen, ob die Oma noch vollständig ist.“

Der Grund, sie wollte mit ihrem Ehering verbrannt und begraben werden, wegen meines Opas. Wird so etwas auch geklaut?

Was es doch für asoziale Menschen gibt.

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olaf.marold 21.08.2014, 19:03
29. Wem gehört das Zahngold

Jedenfalls nicht den Mitarbeitern der Krematorien, nicht den Bestattern und auch niht dem Staat. Die Toten gehören bis zur ordnungsgemässen Beisetzung den Angehörigen.Diese haben Anspruch auf die Asche des Toten und wenn vorhanden auch auf das gewonnene Zahngold.
Aber wen erstaunt schon noch solch ein Verhalten von einigen Mitarbeitern in den Krematorien.Da verschwindet während der Trauerfeier aus den Kondolenzunterlagen Geld aus Zuwrndungen, da verschwindet Schmuck aus Särgen der Erdbestatteten.Aber auch der Staat nimmt sein Schäflein mit ,denn was soll solch ein Dogma wie 20 Jahre Liegezeit für den Verstorbenen, wer noch verlängern kann ist wieder mit 20 Jahren dabei. Die Bestattungskultur it in den letzten Jahrzehnten zum Komerz verkommen ,der Staat kommt immer wider mit der Ausrede, das seie dem Markt geschuldet, nein die Bestatter haben eine Lobby der Verstorbene und seine Angehörgigen leider nicht. Der Tod hat eben seinen Preiss und viele wollen gut verdienen.

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