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Schlaflose Manager: Der Feind in meinem Bett
Corbis

Unproduktiv, unwirtschaftlich, überflüssig: Schlaf ist für viele Manager vertane Zeit, sie beschränken ihn auf ein Minimum. Doch damit tun sie ihren Firmen keinen Gefallen, glaubt Übermüdete Chefs fällen Entscheidungen wie Betrunkene. Die Folgen sind fatal.

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brut_dargent 04.12.2013, 09:22
30. @Clara1

"... Perfekt organisiert und klug kommt man auch zu hervorragenden Ergebnissen und hat viel Leben (Freizeit) und wenig Arbeit. Ich bin übrigens (erst) 31 Jahre alt UND auch noch weiblich ;-)" Zitat Ende - Ich hoffe, Ihren Kommentar lesen besonders viele Männchenmanager, so zur reinen Motivation : ))

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hanno96 04.12.2013, 09:30
31. Überbewertet bis überflüssig

Ich hatte auch mal das zweifelhafte Vergnügen aus der Fachschiene heraus in eine Managerfunktion zu kommen.
Außer vielen überflüssigen "Meetings", bei denen dann z.B. Sprechblasen wie "wir müssen besser als der Rest sein" herauskamen, ist bei mir daraus nichts hängengeblieben.
Gott sei Dank bin ich dann durch Arbeitgeberwechsel wieder in meine urprüngliche Arbeitswelt zurückgekommen.
Für mich ist diese ganze Managerkaste zum großen Teil überflüssig und beschäftigt sich zum großen Teil damit, ihre Machtposition durch Intrigen u.ä. zu erhalten oder auszubauen.
"Lesitungsträger" sind sie für mich in vielen Fällen nicht.

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margei 04.12.2013, 09:38
32. Im Mittelalter nannte man Manager

Vogte oder (Guts)-Verwalter. Sie sollten den Besitzt verwalten und nicht ruinieren. Heute - nun ja.
Mein "Lieblingsmanagerbeispiel" ist ja der Herr Schrempp.
Dornier zerschlagen, Fokker in die Pleite geführt, ein guter Teil der DASA Werke musste geschlossen werden unter seiner Leitung, Daimler Chrysler Firmenwert halbiert.
Das kann mir keiner mit Schlafentzug erklären, das ist systematisch.
Aktuell sieht man ja solche Entwicklungen in Süddeutschland bei MTU oder (E)-ADS, trotz relativ hoher Rendite sollen Leute entlassen.

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Olaf 04.12.2013, 09:40
33.

Zitat von sysop
Unproduktiv, unwirtschaftlich, überflüssig: Schlaf ist für viele Manager vertane Zeit, sie beschränken ihn auf ein Minimum. Doch damit tun sie ihren Firmen keinen Gefallen, glaubt Martin Wehrle. Übermüdete Chefs fällen Entscheidungen wie Betrunkene. Die Folgen sind fatal.
Ein Zeichen, dass die Falschen befördert werden.

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lyonel_q 04.12.2013, 09:48
34. Politiker sind auch Manager

Nicht nur der Vollständigkeit halber, sondern mehr noch der Folgenschwere für die Allgemeinheit wegen, sollten wir uns daran erinnern, dass auch die Entscheiderqualität unserer Berufspolitiker demselben "Übernächtigtenirrsinn" unterliegt. Deren Gewohnheit, montagmorgens um 03 Uhr igrendetwas Bedeutendes zu verkünden, korresepondiert leider mit unserer völlig unnötigen Toleranz. Dabei ist jemand, der auf seinen Schlaf verzichten muss, um seine Arbeit überhaupt zu schaffen, einfach nur im falschen Job.

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stefansaa 04.12.2013, 11:53
35.

Zitat von Clara1
Ich schlafe pro Nacht circa 11 Stunden.
Wow, großartig. Also 11 Stunden Schlaf + 8 Stunden Arbeit + 1 Stunde Mittag + 1 Stunde für das tägliche fertig machen (frühstück, duschen etc.): Bleiben noch 3 Stunden für Freizeit...

Wenn Sie innerhalb von 7 Jahren eine Firma aufgebaut haben und sich entsprechend raus nehmen können, so wenig zu arbeiten, haben Sie entweder extremes Glück gehabt oder entsprechend viele Mitarbeiter.

Meiner Erfahrung nach besteht das Leiten einer Firma nicht nur darin effizient zu arbeiten sondern ständig neue Kunden zu gewinnen, Innovationen zu schaffen um weiterhin am Markt bestehen zu können. Wenn Sie das alles so schaffen, dann Respekt. Es würde mich allerdings brennend interessieren, in welchem Markt sie tätig sind.

Klappt das denn bei Ihren Mitarbeitern genauso?

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Antidarwinist 04.12.2013, 12:42
36.

Zitat von
Weshalb trauen wir todmüden Unternehmenslenkern mehr zu als todmüden Lkw-Fahrern?
Der Autor übersieht leider völlig, dass monotone Tätigkeiten einschläfernd sind, während abwechslungsreiche Tätigkeiten anregend wirken.

Außerdem bestätigt die Schlafforschung, dass das individuelle Schlafpensum sehr verschieden ist. Dass jeder Mensch am besten 8 h pro Nacht schlafen sollte, stimmt einfach nicht.

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Dr. Kilad 04.12.2013, 13:29
37. Was Studien außerdem nachweisen

ist, dass diese Haltung "Leben um zu arbeiten" auf manifeste Persönlichkeitsstörungen außerhalb des Arbeitsprozesses (bes. Kindheit) hinweisen. Das System lebt immer von Psychopathen, erzeugt Psychopathen und kann deshalb wohl nur als "krank" bezeichnet werden.

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Krambold 04.12.2013, 15:13
38. Jeder braucht verschieden viel Schlaf

Es ist durchaus richtig zu sagen dass Menschen die zuwenig schlafen an Leistungsfähigkeit verlieren und so auch unkluge Entscheidungen treffen können. Auf einen wichtigen Punkt geht der Artikel jedoch nicht ein. Es gibt Studien in der Schlafforschung die zeigen, dass jeder Mensch unterschiedlich viel Schlaf braucht - im Schnitt rund 6-8 Stunden aber bei einigen auch 4 bei anderen bis zu 12 Stunden.
1000 Fragen: Wie viel Schlaf braucht der Mensch? - SPIEGEL ONLINE
Problematisch wird es nur für die, die eigentlich mehr Schlaf brauchen es aber dem wenig schlafenden Kollegen gleich tun wollen.

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Jürgen T. Knauf 05.12.2013, 09:19
39. Schöner Artikel, dem..

..ich mich absolout anschließe - und auch den meisten Kommentaren :-)

Hier ein paar Inpirationonen meinerseits, was man tun kann, um dem Hamsterrad - das sieht von innen ja auch aus wie eine Karriereleiter ;-) - entkommen kann: http://www.scopar.de/news/kalte-depression-burnout-vermeiden/

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