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Security-Branche: Hier bricht jeder zweite die Ausbildung ab
DPA

Jeder vierte Lehrling beendet seine Ausbildung nicht. Besonders hoch ist die Quote im Sicherheitsdienst: Da hält nicht einmal die Hälfte der Azubis durch. Warum ist das so?

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hansgustor 04.04.2018, 20:25
1. Spahn

"Es gibt Unternehmen, die nutzen ihre Auszubildenden als normale Einsatzkräfte aus". Das könnte auch eine weitere Weisheit von High-Society-Minister Spahn sein.

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Affenhauptmann 04.04.2018, 20:26
2. Wozu

Wozu man als normaler Angestellter in der Sicherheitsbranche eine 3 jährige Ausbildung machen soll, dass muss mir erst noch jemand erklären. Ich habe als Student in dieser Branche gearbeitet und für alle Einsatzorte zusammen war meine Einführung keine 2 Stunden lang.

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crewmitglied27 04.04.2018, 20:32
3. Ausbildung

fängt mit der Auswahl der Auszubildenden an.
Wenn der Ausbilder keine ausreichende Qualifikation hat kann er auch nur das Wenige weitergeben, was er hat. Es gibt aber ein Paar, die merken recht schnell, wenn der Chef nicht die hellste Kerze auf der Torte ist. Die brechen dann ab und suchen sich was Neues.
Das ist eben auch ein Teil der Marktwirtschaft.

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akeley 04.04.2018, 20:45
4. goldener Boden

Am Ende winkt ein atemberaubendes Gehalt von neun bis zehn Euro brutto die Stunde. Für viele ein Vertrag um 100 Stunden im Monat, Arbeitsplatz bei zwei oder drei Einsatzorten in der Woche, bei jedem zu anderen Zeiten, Wechsel zwischen Tag- und Nachtschicht im Rhythmus von 4-5 Tagen, Schichtzeiten von 10, 12, 14, 15 Stunden. In dem Beruf landet man eigentlich nur noch, wenn man sonst gar keine Aussichten oder Kraft mehr hat, nur um vom Jobcenter weg zu kommen.

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edhusic 04.04.2018, 20:56
5. Ausbildung für was`?

Man verdient danach eh das gleiche wie die anderen die es nicht gelernt haben, Sachkunde nach 34a und Waffensachkunde reicht aus um alles machen zu können...

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spon-facebook-10000140154 04.04.2018, 21:05
6. Repekt..........

Zitat von Affenhauptmann
Wozu man als normaler Angestellter in der Sicherheitsbranche eine 3 jährige Ausbildung machen soll, dass muss mir erst noch jemand erklären. Ich habe als Student in dieser Branche gearbeitet und für alle Einsatzorte zusammen war meine Einführung keine 2 Stunden lang.
und Sie hatten nach dieser kurzen Einweisung Kenntnis von allen relevante Vorschriften im rechtlichen Bereich zuzüglich zu den anderen Vorschriften .

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Chris_7 04.04.2018, 21:33
7. Jetzt wollen wir das mal nicht überbewerten

Die Sicherheitsbranche ist wie noch einige andere neu erfundene "Berufsbilder" eben einer der Fälle, da hat das früher irgend ein Hiwi nebenher gemacht. Da gab es keine Ausbildung, da brauchte es keine Ausbildung. Das war der rüstige Rentner, die irgendwo an der Pforte saßen. Das waren die Jungs aus dem Fitnesstudio mit den breiten Kreuz, die Türsteher waren. Aber ausgebildet war da keiner. Und daran orientiert sich eben die Bezahlung. Und wenn wir ehrlich sind. Für 90% der Tätigkeiten bräuchte es das heute auch keine dreijährige Ausbildung. Das ist wie mit der Fachkraft für Lagerlogistik (Staplerfahren im Lager war früher auch kein Lehrberuf), dem Gebäudereiniger oder auch der Bäckereifachverkäuferin (das war früher die Frau und die Schwägierin des Bäckermeisters und 2-3 Nachbarinnen, die ansonsten von Beruf Hausfrau und Mutter waren). Dann hat man das ganze zu Ausbildungsberufen gemacht, weil in Deutschland braucht ja jeder ein Stempel mit einem Papier drauf. Ohne ist man ja nichts. Nur führt das nicht dazu, dass für die selbe Tätigkeit mehr bezahlt wird. Sondern die Arbeitsabläufe, die Arbeitszeiten und die Bezahlung sind wie früher. Man verkauft das den Leuten nur besser, aber irgend wann merken die das und fühlen sich verarscht. Und dann sind sie weg. Und mal ehrlich. Vor 20 oder 30 Jahren hätte niemand verlangt, dass jemand der putzt oder der Brötchen verkauft davon leben bzw. eine Familie ernähren kann. Das waren die klassischen Nebehergeschäfte für Frauen, während der Mann das Familineinkommen bestritten hat. Das von der Frau kan nur noch oben drauf. Aber zum überleben notwendig war das nicht. Sondern hat einfach den Lebensstandard gehoben. Und mehr können diese Jobs auch heute nicht leisten.

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keery 04.04.2018, 23:03
8.

Zitat von Affenhauptmann
Wozu man als normaler Angestellter in der Sicherheitsbranche eine 3 jährige Ausbildung machen soll, dass muss mir erst noch jemand erklären. Ich habe als Student in dieser Branche gearbeitet und für alle Einsatzorte zusammen war meine Einführung keine 2 Stunden lang.
Tja, irgendjemand muss ein bisschen mehr über das Gesamtkonzept und betriebliche Hintergründe wissen, um Studenten einsetzen und einweisen zu können...

Mit dem gleichen Argument könnten Sie sich fragen, warum Einzelhandelskaufmann oder Bürokommunikationskaufmann 3-jährige Ausbildungsberufe sind, wenn studentische Hilfdkräfte in diesen Bereichen eingesetzt werden. Es geht in der Ausbildung um die Vermittlung von Fähigkeiten und Fertigkeiten, die über einzelne Arbeitsprozesse oder Einsatzbereiche hinsausgehen.

Im Übrigen stellen die Handwerkskammern die Ausbildungsrahmenpläne im Internet zur Verfügung. Einfach mal die Suchmaschine bemühen: Fachkraft für Schutz und Sicherheit Ausbildungsrahmenplan

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neu68er 05.04.2018, 00:04
9. Wer die Meisterprüfung nicht schafft,...

...sollte auch keine Lehrlinge ausbilden dürfen. Es gibt einfach Sachen, die sich gegenseitig bedingen. Das kann kein Markt alleine regeln.

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