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So geht Arbeit: Wann der Chef Ihre E-Mails lesen darf
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Dürfen Sie Ihren Dienst-PC auch privat nutzen? Das ist praktisch, macht das Verhältnis zu Ihrem Arbeitgeber aber nicht unbedingt einfacher.

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dipl.inge83 12.12.2016, 09:54
1. Arbeit und Privatleben strikt trennen

So mache ich es, und zwar konsequent. Wobei die Vermischung in der Regel vom AG sogar gewünscht ist, Thema ständige Erreichbar UND Verfügbarkeit. Man stößt während der Umsetzung zwar oft auf Unverständnis, auf lange Sicht war es jedoch stets zu meinem Vorteil. Auf mein privates Telefon würde ich trotz Diensthandy niemals verzichten. Private Mails, wie im Artikel, sind heute dank Smartphone doch eh leicht und kurzfristig zu beantworten. Auch um den privat nutzbaren Firmenwagen mache ich nach allen Erfahrungen mit gutem Gewissen einen Bogen.

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Lagrange 12.12.2016, 10:22
2.

Es gibt auch dienstliche Emails, die den Chef nichts angehen. Konversationen mit der Personalabteilung gehören da zum Beispiel dazu.
Meine privaten Blablub darf mein Chef gerne lesen, wenn es ihm Spass macht :).

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felisconcolor 12.12.2016, 10:35
3. Bevor

wieder ein was wäre wenn und überhaupt sollte alles verboten werden ausbricht.
Ich persönlich halte ein generelles mail und surfverbot am Arbeitsplatz für nicht ok und nicht praktikabel.
Gerade wegen der Umsetzung der Überwachung. Jeder Arbeitgeber sollte mit seinen AN eine sinnvolle Lösung erarbeiten und diese über eine Dienst- oder Betriebsvereinbarung abschliessen.
Gerade bei Recherchearbeiten am Dienst-PC sind die Grenzen so fliessend, das eine Abgrenzung unmöglich ist.
DIe Sache mit den emails hat aber einen besonderen Hintergrund. Richtig ist, das der AG hier als Provider (im rechtlichen Sinne) auftritt und private Mails daher tabu sind. Gleichzeitig ist heute fast jede Firma verpflichtet den geschäftlichen Mailverkehr manipulationssicher für die gesetzlich festgelegten Fristen zu speichern. (ich weiss macht trotzdem kaum eine Firma) Private mails dürfen / sollen hier normalerweise nicht gespeichert werden. Warum dürfen / sollen. Bei einer Buchprüfung durch entsprechende Stellen darf die überprüfende Stelle auch auf den gespeicherten Mailverkehr zugreifen. Und da wäre es vielleicht peinlich wenn gewisse Bestellbestätigungen oder das Schatzimausi dummerweise in den Fokus der Behörden kommt. passiert nun mal. Deswegen immer eine Betriebsvereinbarung abschliessen. Sind dort private Emails verboten hat der AG kein Problem mit der Speicherung. Sind private Emails erlaubt hat der AN mit Unterzeichnung der Vereinbarung der Speicherung seiner privaten mails zugestimmt und ist sich dessen bewusst das diese mails auch von Dritten eingesehen werden können. Existiert keine Vereinbarung kann es für die Firma zu einem rechtlichen und technischen Dilemma führen.
Zum Privaten Surfen sei nur soviel gesagt. Sie als AN möchten das ihr Arbeitsplatz PC und die IT Struktur dahinter störungsfrei läuft. Was illusorisches Wunschdenken ist. Der Administrator hat die Aufgabe das Netzwerk am laufen zu halten. Das beinhaltet auch die Einsicht von Logfiles im Störungsfall. Dazu muss der Admin nicht einmal ihren Arbeitsplatz-PC untersuchen. Bedenken sie auch hier die Rechte und Pflichten der beteiligten Personen. Eine generelle Erlaubnis zum privaten Surfen könnte u.a. dazu führen das der Admin im Störungsfall nicht befugt wäre Logfiles auszuwerten und sie in ihrer Arbeit eingeschränkt werden. Ein Verbot des Surfens hat aber auch harte arbeitsrechtliche Folgen bei Nichtbeachtung. Gut für alle Beteiligten wäre ein wohlwollender Konsens zwischen der Firma und den Arbeitsnehmern. Und dem Willen gewisse Dinge doch einfach nur vom heimischen PC aus zu machen ;-). Das verhindert Ärger und Peinlichkeiten. Für alle Beteiligten

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upalatus 12.12.2016, 10:46
4.

Wenn wer krank wird, ist in einer guten Arbeitsstruktur der zweite miteingebundene Kollege zur Stelle, der zumindest über die wichtigsten zeitnahen Abläufe informiert ist und im Notlauf übernehmen kann. Dann muss auch niemand in (in der Regel passwortgeschützten) email-Konten herumgruschern.

Der IT-Netzwerkpfleger vor Ort kann das ohne Probleme. Auch ohne hochoffiziellen Anlass..... .

Daher die Empfehlung: Niemals, auch wenn es erlaubt ist, Privates über den Arbeitsplatz! Ebenso Austausch mancher sensibler Inhalte innerhalb der Firma nur per verschlossener Hauspost oder direkt erfolgt.

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wdiwdi 12.12.2016, 11:17
5. Multipe Accounts

Eine vernünftige Lösung: Dienstlicher Email-Account nur für dienstliche Belange, so dass da notfalls auch Kollegen und Chefs reinschauen können. Aber geduldeter Zugang zu Internet-Email-Providern wie gmail oder gmx - darüber kann man dringende private Angelegenheiten parallel abwickeln. Es gibt keinen Grund, das in einem Account zu vermengen.

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Ge-spiegelt 12.12.2016, 11:42
6. Getrennte email Accounts aber ansonsten Vermischung

Ich nutze meinen privaten Internet Zugang und mein privates Handy auch geschäftlich.
Und auf Reisen schleife ich mein privates Laptop nicht mit, deswegen nutze ich das dienstliche Laptop auch privat.
Und ja ich bin immer erreichbar, was mich nicht belastet weil die Arbeit ein wichtiger Teil meines Lebens ist. Ich kann aber auch verstehen wenn man Alles trennt.

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flexier 12.12.2016, 12:11
7. Rechtlich Zwickmühle...

Da der Arbeitgeber zum Einen als Content-Provider die Verantwortung trägt was über sein Netzwerk für Inhalte eingesehen oder Daten via Email ausgetauscht werden und zum Anderen für die Netzwerk Sicherheit verantwortlich ist, gibt es keinen anderen Weg als Mail und Web Content Filter einzusetzen. D.h. alle Mitarbeiter gehen über eine solche Proxy. Und letztere logged in der Regel jedweden Netzwerk-Verkehr. Ein Nachverfolgen der Browser-Nutzung sowie deren Umfang ist bei den meisten Arbeitgebern mit Sicherheit gegeben.

Etwas anderes sind die Inhalte, wenn Verschlüsselung verwendet wird (eigentlich mittlerweile immer der Fall). Wobei die meisten Proxy auch eine Man-In-The-Middle Verschlüsselung anbieten. Das heist der Proxy server kommuniziert mit einem Eigenzertifikat mit anderen (Mail) Servern und den Nutzern und kann daher Inhalte entschlüsseln.

Ob das Legal ist, ist eine andere Sache. Die Technik wird aber mit Sicherheit eingesetzt. Wer also meint durch Private Sessions und ausschalten der Browser History auf der sicheren Seite zu sein ist ABSOLUT auf dem Holzweg.

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cor 12.12.2016, 12:18
8. Archaische Arbeitsweisen. Ich habe so viele Fragen

1. Wieso zum Geier sollte man private und geschäftliche Mails in einem Postfach vermischen?
2. Wieso nicht einfach ein out of office reply mit Verweis auf einen Stellvertreter?
3. Wer druckt heutzutage noch eMails, anstatt sie weiter zu leiten?
4. Welches Jahr haben wir nochmal? Nach dem Artikel bin ich mir nicht mehr ganz so sicher.

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black-mamba 12.12.2016, 12:18
9. Nur Bequemlichkeit

Wenn es geduldet ist, dass duenstliche Accounts privat genutzt werden dürfen (wozu eigentlich - um mit der Position zu 'Posen'?), dürfte es wohl auch geduldet sein, das Internet privat zu nutzen. Es spricht doch dann auch nichts dagegen, online auf seinen privaten eMail-Account zuzugreifen. Die "intimste" private Mail auf dem Dienstaccount wäre dann allerhöchsten: Hab Dir ne Mail auf deine Privatadresse geschickt. Problem ( was doch gar keins ist ;-)) gelöst!

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