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So geht Arbeit: Wann der Chef Ihre E-Mails lesen darf
REUTERS

Dürfen Sie Ihren Dienst-PC auch privat nutzen? Das ist praktisch, macht das Verhältnis zu Ihrem Arbeitgeber aber nicht unbedingt einfacher.

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ansv 12.12.2016, 12:46
10. Wahnsinn, was man als Problem sehen kann....

Was schreibt man denn so brisantes an privater Post von seinem Firmenaccount? Wer auf diesem Weg über Chef oder Kollegen lästert, dem ist ja nun wirklich nicht mehr zu helfen. Und ich gebe einem Vorschreiber Recht: Fast jeder hat heute ein Mobiltelefon über das man den Privatkram problemlos abwickeln kann ohne in irgendwelche Schwierigkeiten zu kommen.

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j.vantast 12.12.2016, 12:52
11. Besser recherchieren

Im Gegensatz zur Behauptung im Artikel gehen immer mehr Firmen dazu über die private Nutzung im Büro zu verbieten, und zwar ausnahmslos. Alles andere wäre ein rechtliches Minenfeld für den Arbeitgeber. Und leider wird auch nicht erwähnt dass der Arbeitgeber bei einem Verbot der privaten Nutzung sogar verpflichtet ist die Einhaltung des Verbots stichprobenartig zu überprüfen.

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j.vantast 12.12.2016, 12:59
12. Unvernünftig

Zitat von wdiwdi
Eine vernünftige Lösung: Dienstlicher Email-Account nur für dienstliche Belange, so dass da notfalls auch Kollegen und Chefs reinschauen können. Aber geduldeter Zugang zu Internet-Email-Providern wie gmail oder gmx - darüber kann man dringende private Angelegenheiten parallel abwickeln. Es gibt keinen Grund, das in einem Account zu vermengen.
Eine Duldung der Internetnutzung schafft für den Arbeitgeber auch erhebliche rechtliche Problemstellungen.
Letztlich ist die ganze Diskussion obsolet: Der Arbeitnehmer wird für die Arbeit bezahlt, nicht für sein Privatvergnügen. Und heute, wo sowieso fast jeder ein Smartphone hat, stellt sich das Problem ja gar nicht mehr. Surfen, e-mails etc. kann der Arbeitnehmer über sein privates Smartphone machen.
Setzen Sie sich mal mit einem IT-Administrator zusammen. Der kann Ihnen in Ruhe erklären welche Risiken und rechtliche Probleme lauern. Probleme mit Erpressungstrojanern, Viren, Spam und massig Sicherheitslücken machen einem Admin das Leben schon schwer genug. Da braucht man den Privatkram der User nicht auch noch.

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reflexxion 12.12.2016, 13:01
13. Um diese ganzen Konflikte zu vermeiden...

man kann solche Probleme ausgrenzen, wenn es Funktionspostfächer gibt, an die interne Mails geschickt werden. Man schickt seine dienstlichen Wünsche/Aufträge dann eben an das Postfach der Arbeitsgruppe die das passende Thema bearbeitet. Dort kann dann zum einen jeder zugreifen und einen Bearbeitungsvermerk setzen oder aber der Gruppenleiter verteilt die eingehenden Aufträge an seine Mitarbeiter.
In meiner ehemaligen Firma wurde das so gelebt, wobei wir obendrauf noch ein Fehlermeldesystem mit Tickets hatten die nur geschlossen werden durften wenn der Auftraggeber dem zustimmte.

Unabhängig davon verschickt doch kein normaler Mensch private e-Mails von einem Firmen-Mailserver. Es gibt genug Browser bezigene e-Mail Provider wie Yahoo, Google-Mail usw. die man abgetrennt von den Firmenservern nutzen kann (wenn denn private Internetnutzung erlaubt ist). Bei uns war nur irgendwann mal ebay verboten, weil es da leider zuviel Mißbrauch gab. Ich bin kein ebay User, es hat mich also nie betroffen.

Um das noch zu relativieren: Ich denke praktisch jeder der ein Interesse am Internet hat, hat auch einen privaten Breitbandzugang zu Hause. Aus meiner Sicht (Systemadministrator) gibt es keine Dinge im Internet die man unbedingt tagsüber in der Firma erledigen muß, wer also auf Nummer sicher gehen will der vermeidet es einfach am Arbeitsplatz zu surfen oder gar zu daddeln. Ich bin da vielleicht etwas streng, aber mich hat sogar Radio hören am Arbeitsplatz genervt, deshalb gab es bei uns kein Radio im Büro.
Handynutzung war auch kein Thema, wir hatten alle Diensthandys mit der Erlaubnis sie auch privat zu nutzen, so lang das die Arbeit nicht behinderte (das gute alte "fasse dich kurz" aus Telefonzellen). Smartfones waren zu der Zeit aber auch noch kein Thema, wie das heute wäre weiß ich nicht. Ein privates Smartfone habe ich heute nur aus Neugier, nicht weil ich es großartig benutze. Man muß auch nicht alles mitmachen, nur weil es das gibt.

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j.vantast 12.12.2016, 13:01
14. Wirklich naiv

Zitat von The Apprentice
Es ist vielen Firmen wohl bekannt, daß die früheren Russen gerne als Spione verunglimpft wurden, heute sind es Chinesen. Allerdings hat mir einmal ein ganz junger, chin. Doktorand, dem ich aufgrund der Sprachprobleme ein deutsches eBay-Konto eingerichtet habe, signalisiert, daß es ja diese Programme gibt, wo man praktisch mitschreibt, was auf einem anderen PC geschrieben wird - man solle also vorsichtig sein mit der Verwendung von Passwörtern am Firmencomputer.
Man sollte mit Passwörtern generell vorsichtig sein. Mittlerweile gibt es ja auch andere Methoden der Zugangsberechtigung (Fingerabdruck, Chipkarte etc.)
Keylogger hingegen werden in der Regel in einer ordentlich gepflegten Netzwerkumgebung schnell entdeckt.

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Sibylle1969 12.12.2016, 13:39
15. Hypothetische Situation

Erstens, wer seinen Firmen-Emailaccount für private Zwecke nutzt, ist selbst schuld. Dafür nutzt man eine private Email-Adresse. Zwar werden in vielen Firmennetzen die gängigen Freemailer Web.de, Yahoo, Googlemail, Gmx usw. geblockt, aber dank Smartphone kann man seine privaten Emails ja auf der Arbeit empfangen, ohne dafür den Firmenrechner nutzen zu können. Wer längere Zeit krank ist und nicht gerade bewusstlos im Koma liegt, sollte selbstverständlich auch mal zwischendurch seine geschäftlichen Emails checken. Die im Artikel geschilderte Situation ist dank Smartphone also mehr als hypothetisch. Vor 15 Jahren hatte ich mal einen Unfall und war 3 Wochen lang krankgeschrieben. Der PC stand im Büro, die Mails blieben halt liegen in der Zeit. Heutzutage sollte so etwas nicht mehr passieren. Selbst wenn man krank ist, kann man sich mal schnell einloggen und einen Out-of-Office-Reply konfigurieren.

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ag999 12.12.2016, 13:47
16. Private Mail

Die Private Nutzung von PCs ist in nahezu jedem Unternehmen verboten, das ist die einzige Möglichkeit um rechtlichem Ärger aus dem Weg zu gehen.

Wir hatten in der IT mal einen besonders witzigen Fall.
Einer der Personalchefs hatte ein extrem großes Postfach, nach kurzer Prüfung stellte einer der Kollegen fest das es sich hauptsächlich um Korrespondenz eines Karnevalvereins handelte dem der Personalchef vorstand.
Er wurde darauf angesprochen, statt die Mails zu löschen rannte er zum Chef der Firma. Mein Kollege wurde mit in das Büro zitiert, der Personalchef stritt natürlich ab private Emails im Postfach zu haben und mein IT-Kollege war der Depp und bekam einen Einlauf. Zurück im Büro löschte er kurzerhand die privaten Emails des Personalchefs die es ja nicht gab. Der Anruf des Personalchefs war köstlich, leider konnte keiner aus der IT Mails nie gab wiederherstellen. :-) Danach wollte er keinen Ärger mehr mit den Admins.

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ansv 12.12.2016, 15:18
17.

Zitat von Sibylle1969
Vor 15 Jahren hatte ich mal einen Unfall und war 3 Wochen lang krankgeschrieben. Der PC stand im Büro, die Mails blieben halt liegen in der Zeit. Heutzutage sollte so etwas nicht mehr passieren. Selbst wenn man krank ist, kann man sich mal schnell einloggen und einen Out-of-Office-Reply konfigurieren.
Mein Unfall ist vielleicht 6 Jahre her - und damals habe ich der Kollegin meines Vertrauens das Passwort gegeben, weil es noch keine Remotezugänge gab.

Seither hat immer jemand - wissentlich oder unwissentlich - Zugang zu meinem Postfach. Und ich bin froh, in Unternehmen zu arbeiten, in denen es solche Vertrauensverhältnisse gibt.

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saiber 12.12.2016, 15:38
18. Einfach den Dienstrechner nicht privat nutzen!

Das ist doch nicht so schwer. Man solle einfach den Dienstrechner und Email Account nicht privat nutzen. Wer macht das eigentlich schon? Heutzutage hat jeder seine Emails auch auf seinen Handy. Bei uns in der Firma nutzen wir einen gemeinsames Postfach und die Emails sind alle ausnahmslos auf dem Server gespeichert fuer etwaige spaetere Reserche. Auch wenn der Angestellte nicht mehr bei uns arbeitet. Wenn der Angestellte im Urlaub ist, hat seine Vertretung ungehinderten Zugang zum Email Account des Abwesenden um Auftraege weiter zu bearbeiten. Da gibt es keinen Datenschutz und keine Geheimnisse und das sollte jeder wissen. Ich verstehe hier wirklich nicht warum da so ein Fass aufgemacht wird. Wer private Emails mit Geschaeftliche vermischt oder auf dem Dienstcomputer hat ist selber schuld wenn Kollegen und Chef diese lesen.

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michlauslöneberga 13.12.2016, 15:02
19. Organisationsversagen des Mitarbeiters!

Niemand ist unersetzlich, deshalb muss derjenige, um dessen dienstlichen mail acount es geht, eben Sorge tragen, dass in seiner Abwesenheit Zugang zu den mails besteht. Nahe zu alle mailsysteme erlauben es entsprechende Stellvertretungen einzurichten, die es erlauben die dienstlichen mails zu lesen. Wenn ich schon privaten mailverkehr über den dienstlichen acount führe, bzw. es auch mails dienstlich-privater Natur gibt, muss ich diese halt als privat verschlüsseln und niemandem Zugang zu privaten mails einrichten.

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