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So geht Bluffen: "Sagen Sie offen, dass der Sex langweilig ist"
Corbis

Paartherapeuten sind immer auch Experten fürs Bluffen, sagt Katharina Klees über ihren Beruf. Denn das größte Beziehungsproblem ist, dass die Partner sich gegenseitig etwas vormachen - und das oft über Jahre.

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taglöhner 21.10.2014, 11:07
1. Real World Application

Eindrucksvoll ist immer die Unbeirrbarkeit von Leuten, die Paare erfolgreich auseinandertherapiert haben.

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jever09 21.10.2014, 13:57
2. Hervorragend

Ich habe diese Bezuehungs - Lügner nie Verstanden.
Hier meine Bestätigung, dass ich intuitiv richtig lag.

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oxybenzol 20.11.2014, 08:03
3.

Die Auklärungs-Doku Make Love passt da ja ganz gut ins Bild, und die ablehnende Haltung genauso.

Das Problem ist leider, dass Menschen sich an so ziemlich alles gewöhnen können, sonst wäre die DDR schon viel früher unter gegangen.

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fridagold 20.11.2014, 08:24
4.

Zitat von taglöhner
Eindrucksvoll ist immer die Unbeirrbarkeit von Leuten, die Paare erfolgreich auseinandertherapiert haben.
Lieber glücklicher Single als unglückliches Paar ...

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hathor1 20.11.2014, 08:29
5. Ehrlichkeit um jeden Preis

... ist nicht geraten! Die Ermunterung zur ungefilterten Ehrlichkeit/Wahrheit birgt die Gefahr, eine Beziehung ebenso schnell zu zerstören als nicht miteinander reden.
Manches muss man nicht sagen oder verpackt es besser.

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foxtrottangohamburg 20.11.2014, 08:32
6. Bis das der Therapeut euch scheidet...

Was mich an Paartherapie am meisten stört, ist die Unverbindlichkeit, mit der die Therapeuten ans Werk gehen. Natürlich ist klar, dass sie keine Garantie für den Ausgang der Therapie geben können. Doch als Therapie würde ich ein Paargespräch, bei dem im Grunde nur moderiert wird, nicht bezeichnen. Zumal der Behandelnde sich einen Freifahrtsschein ausstellt, falls die Angelegenheit in die Hose geht. Ich fände es wünschenswert, wenn zumindest im Fokus liegen würde, die Beziehung zu erhalten, denn sonst bräuchten die Betroffenen ja keine Therapie. Dass es dann trotzdem keine Gewähr gibt, dass die Partnerschaft hält, ist ja eine andere Sache. Im Übrigen erschließt sich mir nicht, warum die Therapeutin, wie in dem Artikel beschrieben, parallel nicht eine Einzeltherapie zusätzlich angeboten hat. Denn möglicherweise hätte das beleuchtet, warum die Betroffene sich all die Jahre mit ihrer Meinung untergeordnet hat. So bleibt, da stimme ich meinem Vorkommentator zu, der schale Beigeschmack, dass in der Paartherapie nur Unangenehmes auf den Tisch kam, den Protagonisten die Augen geöffnet wurden und sie anschließend zusehen konnten, wie sie mit den Erkenntnissen klarkommen. Bravo. Und was sollen die Betroffenen daraus lernen - wer die Wahrheit sagt, riskiert seine Beziehung? Na ja, das wussten sie ja schon vor der Therapie.

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Hesekiel 20.11.2014, 08:49
7.

In einem aehnlich gelagerten Artikel in Psychologie heute klang das vor einigen Jahren schon differenzierter, dort hiess es, "moechten Sie ueber saemtliche Dinge die Wahrheit wissen auf die Gefahr hin, dass Ihre Beziehung daran zerbricht?" Es ist eben nicht so, dass ich Wahrheiten, ueber deren Subjektivitaet man sich so schon trefflich streiten koennte, wie eine Monstranz vor mir hertragen darf. Es gibt nicht nur Bluff oder Wahrheit, und auch was fuer mich persoenlich wahr sein mag kann trotzdem verletzend sein. 100% Ehrlichkeit ohne Ruecksicht ist genau dasselbe fehlerhafte Mantra wie die Annahme, jede gute Beziehung fusse auf dem Nichtwissen beider Beteiligten.

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Tikal69 20.11.2014, 08:57
8. verkehrte Welt

Gab es nicht vor einiger Zeit einen Therapeuten auf SPON, der Paaren so ziemlich das Gegenteil geraten hat, und meinte, dass man schon genau abwägen sollten, ob zu viel Offenheit nicht mehr Probleme schafft als sie hilft zu lösen.

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Lexington67 20.11.2014, 08:58
9.

Zitat von taglöhner
Eindrucksvoll ist immer die Unbeirrbarkeit von Leuten, die Paare erfolgreich auseinandertherapiert haben.
Haben sie die Paare auseinandertherapiert?
Oder ist es vielmehr so, das diese Paare selber unglücklich waren und feststellten das sie ein Problem haben und einfach zu lange gezögert haben?

und selbst eine gescheiterte Beziehung muss ja nicht schlecht sein, wie unangenehm der Prozess auch sein mag, man hat danach die Chance auf eine neu, dann vielleicht glücklichere Beziehung?

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