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Sollte ich...: ...meine Chefin um mehr Geld bitten?
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Nach fünf Jahren Arbeit in der Firma mehr Gehalt - das muss drin sein, oder? Aber wie tritt man im Personalgespräch selbstsicher auf? Ein Experte hilft.

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Hans-Dampf 12.03.2019, 07:23
1.

Im Arbeitsvertrag, der von Arbeitgeber und Arbeitnehmer (jeweils w/m/d) unterzeichnet wird, steht ein Gehalt X drin bzw. bei Tarifbindung eben die jeweilige Tarifgruppe. Bei erstem Fall ist es tatsächlich schwer, mehr zu fordern bzw. zu wünschen, denn andere Vertragsbestandteile ändern sich ja auch nicht ad hoc, wie bspw. die Arbeitszeit. Und wenn man höherwertigere Tätigkeiten wahrnimmt, sollte man von vornherein vereinbaren, dass bei Erfolg eine Gehaltserhöhung drin ist. Und dabei kommt es ja noch drauf an, ob man dies aus Eigeninteresse tut oder ob es vom Arbeitgeber gewünscht ist.
Wenn sich aber der Arbeitgeber nicht einmal bemüht, nach Y Jahren wenigstens eine Gehaltserhöhung in Höhe des Inflationsausgleichs zu zahlen, weiß man ja, was man von ihm zu halten hat.

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f-rust 12.03.2019, 07:24
2. hilfreich, klar erklärt.

gut, praktisch, danke.

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Lagrange 12.03.2019, 07:51
3.

Naja wenn man wirklich einen ordentlichen Gehaltssprung machen möchte, hilft es eh nur die Firma zu wechseln.
Ich kann nur jedem empfehlen, der relativ leicht einen neuem Job findet, nach 2-3 Jahren und dan nach 8-10 Jahren den Arbeitgeber zu wechseln. So kann man in der Regel zwei wirklich große Gehaltssprünge erreichen und spätestens mit 40 hat man sein Ei gelegt und sitzt auf einer Stelle mit ordentichem Gehalt.
Heisst aber auch, dass man bei der Wahl des 3. Arbeitgebers sehr sorgsam sein muss - wenn es geht möchte man da ja dann in Rente gehen.
Bei mir hat es too geklappt :)

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pizzerino 12.03.2019, 07:53
4. Der Hauptquell der Unsicherheit..

..in so einer Situation ist doch eigentlich die Befürchtung zurückgewiesen zu werden und nach dem Gerspräch schwächer dazustehen als vorher. Mir war es deshalb immer wichtig meiner tatsächlichen Bereitschaft bewusst zu sein, notfalls die Stelle aufzugeben.
Ohne Gegenstand keine Verhandlung.

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5Minute 12.03.2019, 08:18
5. in der heutigen Zeit

5 Jahre ohne Lohnerhöhung? Entweder ganz mieser Chef oder wirklich mieser Job/Arbeitsleistung.
Inflationsausgleich wäre unteres Limit für „Lohnerhöhung“, ist ja nur Wahrung der Kaufkraft. Dafür also grob 10% ohne weitere Argumentation. Zusätzlich echte Erhöhung, dass muss unbesehen mindestens nochmal 10% sein, nach 5 Jahren Erfahrung. Plus x für die individuelle Produktivität. Wenn der Chef das nicht macht ist er entweder ganz schlecht oder hat verborgene Gründe, was beides dazu zwingt zu kündigen und wo anders hinzugehen.

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sven2016 12.03.2019, 08:26
6. Da haben die Kommentatoren Recht:

Will man eine spürbare Gehaltserhöhung verhandeln, muss man auch bereit sein, im Fall der Nichteinigung das Unternehmen zu wechseln. Anderenfalls ist die nächste Verhandlung zum Scheitern verurteilt (Firmen merken sich so etwas, außerdem ist das ab dann ein Negativmerkmal).

In größeren Abständen - wenn möglich - den Arbeitgeber zu wechseln ist sicher die beste Gelegenheit zu besseren Vergütung der eigenen Fähigkeiten.

Bei Coaching bin ich ganz allgemein skeptisch.

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5Minute 12.03.2019, 08:30
7.

Zitat von Lagrange
Naja wenn man wirklich einen ordentlichen Gehaltssprung machen möchte, hilft es eh nur die Firma zu wechseln. Ich kann nur jedem empfehlen, der relativ leicht einen neuem Job findet, nach 2-3 Jahren und dan nach 8-10 Jahren den Arbeitgeber zu wechseln. So kann man in der Regel zwei wirklich große Gehaltssprünge erreichen und spätestens mit 40 hat man sein Ei gelegt und sitzt auf einer Stelle mit ordentichem Gehalt. Heisst aber auch, dass man bei der Wahl des 3. Arbeitgebers sehr sorgsam sein muss - wenn es geht möchte man da ja dann in Rente gehen. Bei mir hat es too geklappt :)
Kommt vielleicht auf die Art der Tätigkeit an.
Die klassische Karriere innerhalb eines Unternehmnes funktioniert auch. Hier muss man allerdings dauerhaft Leistung bringen und kann schlechter Neuanfänge starten.
Ich glaube schon dass die Neueinstellung der neuen Firma von der Hoffnung auf die Rettung durch das unbekannte Supertalent getrieben ist. Und damit das höhere Gehalt.

PS, was waren denn die Gehaltssprünge?

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Cascara LF 12.03.2019, 08:50
8.

Zitat von 5Minute
5 Jahre ohne Lohnerhöhung? Entweder ganz mieser Chef oder wirklich mieser Job/Arbeitsleistung. Inflationsausgleich wäre unteres Limit für „Lohnerhöhung“, ist ja nur Wahrung der Kaufkraft. Dafür also grob 10% ohne weitere Argumentation. Zusätzlich echte Erhöhung, dass muss unbesehen mindestens nochmal 10% sein, nach 5 Jahren Erfahrung. Plus x für die individuelle Produktivität. Wenn der Chef das nicht macht ist er entweder ganz schlecht oder hat verborgene Gründe, was beides dazu zwingt zu kündigen und wo anders hinzugehen.
Ohne weitere Argumentation? Wer sich nicht meldet ist zufrieden, wer fordert muss begründen. Den Inflationsausgleich zu benennen ist dabei nur ein Punkt. Die Inflationsrate ist mitnichten die von Ihnen pauschal genannten 2%/Anno, sie liegt im Schnitt um die 1,5%-Marke. Wer keine weiteren Argumente hat, die zur Unterstützung einer Erhöhung herangezogen werden, der sollte es gleich lassen. Das können Dinge wie mehr Verantwortung, Übernahme weiterer Aufgaben, innerbetriebliche Weiterbildung, Optimierung seiner Aufgaben etc. sein. Da muss ein Mehrwert durch Erfahrung, Leistung o.ä. erkennbar sein, sonst blitzt man ab.

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max-mustermann 12.03.2019, 08:50
9.

Vielleicht sollte mann einfach mit dem von den Unternehmen so wehement verkündeten Fachkräftemangel argumentieren. Ansonsten wo anders bewerben und dem Chef die Pistole auf die Brust setzen, mehr Geld oder ich bin weg.

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