Forum: Karriere
Sollte ich ...: ... mich mehr um die Familie oder den Job kümmern?
Getty Images/Hero Images

Vorgesetzte, Kollegen, Familie - alle wollen was. Wer jedem gerecht werden will, braucht starke Nerven. Wie schafft man es, sie nicht zu verlieren? Ein Experte hilft.

Seite 1 von 3
mtx 29.03.2019, 22:29
1. Völliger Quatsch...

Es tut mir leid, aber Sätze wie

"Führungskräfte sind auch deswegen in ihrer Position, weil sie in solchen Momenten nicht immer sagen können: "Nee, geht jetzt nicht, stehe mit meiner Tochter auf dem Fußballplatz.""

sind m.E. völliger Blödsinn.
Auch Führungskräfte können sollen und dürfen ein Privatleben haben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
_gimli_ 29.03.2019, 23:21
2.

Zitat: "Auch an Sonntagen, die fest für die Familie eingeplant waren, kann es passieren, dass plötzlich ein Kunde anruft oder ein Kollege etwas will. Führungskräfte sind auch deswegen in ihrer Position, weil sie in solchen Momenten nicht immer sagen können: "Nee, geht jetzt nicht, stehe mit meiner Tochter auf dem Fußballplatz."

Der Autor kennt offensichtlich das deutsche Arbeitszeitgesetz nicht. Wer nicht im Oberen Führungskreis arbeitet (und damit rechtlich der Geschäftsführung angehört), und das betrifft die absolute Mehrheit der Führungskräfte, darf an Sonn- und Feiertagen offiziell gar nicht arbeiten. Das geht für den Chef sonst ganz schnell rechtlich nach hinten los, wenn jemand das Gewerbeaufsichtsamt informiert (passiert öfter, als man denkt).

Grüße von einer Führungskraft (die auch am Sonntag arbeitet, aber sicher nicht auf Zuruf)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Plunty 30.03.2019, 01:32
3.

Muss MTX da zustimmen... eine Führungskraft ist auch Vorbild für die Mitarbeiter... Genau dann, wenn eine Führungskraft auch vorlebt, dass es ok ist mal früher zu gehen, nicht erreichbar zu sein, Elternzeit zu nehmen,usw ... nimmt sie viel Druck für die Mitarbeiter raus...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
dasfred 30.03.2019, 05:30
4. Ich schließe mich der ersten Meinung an

Eine Führungskraft führt zuallererst selbständig denkende Menschen. Manch ein Chef wundert sich, wie gut sein Laden läuft, wenn er überraschend aufgrund eine Krankheit aus dem Verkehr gezogen wird. Eine Führungskraft muss sich auf ihre originären Aufgaben konzentrieren und den Mitarbeitern auch zutrauen, selbständig zu entscheiden. Überall, wo in Schichten gearbeitet wird, erwartet niemand, das der Chef rund um die Uhr erreichbar ist. Er hat seine Geschäftszeiten und fertig. Das hier konstruierte Problem zeigt doch nur, dass sich jemand am Arbeitsplatz für unentbehrlich hält. Eine gute Führung muss Arbeiten delegieren können, dann klappt es auch mit der Familie.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
murksdoc 30.03.2019, 06:22
5. Schlechter Rat ist teuer

Aus eigener Erfahrung (alleinerziehender Vater, vollzeitbeschäftigt): Was erwarten Eltern? Das man IMMER Zeit für sie hat (weil es Rentnern oft langweilig ist) und zwar immer, wenn sie miteinander Streit haben, mit den Nachbarn Streit haben, mit der Polizei Streit haben, wenn der Hund den Nachbarshund gebissen hat, wenn der Hund sie selbst gebissen hat, wenn sie über Ärzte ablästern wollen (weil sie den ärztlichen Rat, den man ihnen selbst gegeben hat, nicht berücksichtigt haben und zu einem anderen Arzt gegangen sind, der sie angeblich jetzt kurz vor das Grab gebracht hat). Was erwarten Kinder? Das man 25 Stunden am Tag für sie Zeit hat, weil sie nicht wissen, was "24 Stunden" bedeutet und "Arbeit" und "Geld" für sie noch Fremdworte sind. Was erwartet der Arbeitgeber? 24 Stunden pro Tag, 7 Tage die Woche, 52 Wochen im Jahr 100% Einsatz, ohne Krankmeldung und "Urlaub" ist "überflüssiger Luxus", weil wir in einem kapitalistischen Ausbeutungssystem leben und das ist einer der Nachteile davon. Bevor man drei Kreise mit Kärtchen um sich liegen hat, überlegt man lieber: was kann ich delegieren? Man schließt als erstes Eltern/Kinder kurz. Rentner-Langeweile: behoben. Der Hund hat plötzlich jemandem zum Spielen, jemanden, vor dem er auch Angst hat. Die Kinder haben jemandem, der alles, was mit elterlicher Erziehung zu tun hat, in Frage stellt und plötzlich garnicht mehr so arm ist, wie er immer behauptet. Win-Win-Win-Situation. Dann sucht man sich einen Sport, bei dem man mindestens 1x pro Tag eine Stunde alleine ist (Rudern, Radfahren) und macht ein paar Kurzurlaube (auch gerne alleine) um sich und den anderen zu zeigen: es geht auch ohne mich (aber mit mir ist es schöner). Das erhöht die Leistungsbereitschaft und Fähigkeit und macht den Arbeitgeber glücklich. Und einen selbst übrigens auch.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
casbavaria 30.03.2019, 06:53
6. Am Wochenende

ist Wochenende und sonst nichts. Wer am Wochenende wegen der Arbeit angerufen wird, hat generell etwas falsch gemacht, nichts ist so dringend, dass eine FK am Wochenende oder im Urlaub angerufen werden muss. Auch viele große FIrmen haben das inzwischen erkannt, dort werden z.B. am 18.30 Uhr und am Wochenende keine Mails mehr weitergeleitet.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
febra 30.03.2019, 06:55
7. Entscheidende Frage

... ist doch letztendlich : Lebe ich, um zu arbeiten ? oder Arbeite ich, um zu leben ? Da haben manche einfach die falschen Prioritäten...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Rubikon_2016 30.03.2019, 07:49
8. Das Problem ist doch,

daß man eben zuviele Kärtchen vor sich liegen hat und eben von keiner der Aufgaben verabschieden will, weil man alle für wichtig und berechtigt hält.
Mit dieser Vorgehensweise drehe ich mich nur im Kreis... sorry.
#1 Dem kann ich nur zustimmen - von Freitag Abend bis Montag morgen ist mein Diensthandy definitiv im Flugmodus.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
krähe81 30.03.2019, 08:00
9. Völlig krankes System

Entweder man macht den Job oder man erzieht Kinder. Das Problem unserer Gesellschaft ist, dass man beides machen muss, um über die Runden zu kommen. Der schwächere muss dann nachgeben und dass sind die Kinder. Im besten Fall werden sie von Opa und Oma großgezogen, im schlechtesten Fall von der Krippe Kita und dann Schule. Der Familienverbund wurde durch den Turbokapitalismus zerschlagen und die Leute Unternehmen nichts. Und in 10 Jahren sitzen die Kinder dann beim Therapeuten. Die Kinder sind das Abbild der Eltern, nicht der Erzieher aus der Kita.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 3