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Später Feierabend: Angestellte machen im Schnitt vier Überstunden pro Woche
imago/Rust

Zu wenig Zeit für zu viel Arbeit: Knapp die Hälfte aller Arbeitnehmer in Deutschland schiebt Überstunden. Eine Berufsgruppe ist davon besonders betroffen - mit gefährlichen Folgen.

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b0b 26.10.2018, 12:03
10. Sinn und Unsinn tariflicher Arbeitszeiten

Ich habe jahrelang in einem IG-Metallberuf mit 35h-Woche gearbeitet und mich trotz vielfältiger Hobbies oft in der Freizeit zu Tode gelangweilt. So geht es auch vielen meiner Freunde, egal ob 35 oder 40h-Woche. Daher finde ich es sehr schwer so etwas zu verallgemeinern. Vielen Leuten, gerade jungen, macht es schlicht nichts aus etwas länger zu arbeiten. Es sollte halt nur der freie Wille und kein Zwang sein.

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turbi 26.10.2018, 12:04
11. Flexibilisierung der Arbeitszeit

Wann endlich begreifen die AN, dass die Flexibilisierung der Arbeitszeit - die von den AG gern als auschliesslich Vorteilhaft für den AN dargestellt wird - eigentlich in erster Linie dem AG nutzt?

Denn ... was bedeutet die Flexibilisierung der Arbeitszeit in der betrieblichen Realität?
Bei uns in der Firma führt sie dazu, dass der AG vom AN erwartet, dass - wenn Aufträge vorhanden sind - der AN (bis zu) 10 h am Tag arbeitet, und bedeutet im Gegenzug, dass der AN zu Hause bleiben soll, wenn weniger/keine Aufträge vorhanden sind.
Letztendlich bestimmt somit der Auftragseingang/-bestand in der Firma die (Wochen-)Arbeitszeit des AN und hat somit starken Einfluss auf sein gesamtes (Familien-)Leben.

Der gern genannte Vorteil (Gleitzeit-Tag z.B. für Arzt-Besuch) ist doch im Vergleich zum o.g. Nachteil für den AN wohl eher minimal.

Letztendlich ist in meinen Augen die Flexibilisierung nur ein neuer Weg zur Gewinn-Maximierung.

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Hemmel 26.10.2018, 12:09
12. Eine Arbeit braucht immer so viel Zeit

wie es für Wichtigtuerei und Stellenerhalt für notwendig erachtet wird.

Also mindestens das doppelte, wie es bei effektiver Erledigung notwendig wäre. :-)

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MisterD 26.10.2018, 12:34
13. Sei Ihnen gegönnt...

Zitat von user124816
4 Stunden kann ich bestätigen. Dafür gehe ich aber heute um 12:00 nach hause, und den Rest spare ich mir für Gleittage die ich an den Urlaub hänge. Mit anderen Worten: Ich habe eine 4,5 Tage Woche und zwei mal im Jahr einen ganzen Monat frei.
die tatsächliche Problematik haben Sie allerdings (und ganz offensichtlich) nicht verstanden.
Bei vielen sind diese Überstunden im Gehalt mit drin und werden nicht abgegolten, weder mit Geld, noch mit Freizeit. Und das betrifft nicht nur die fürstlich entlohnten ATler. Das betrifft ganz besonders die Leute, die ohnehin schon für wenig Geld arbeiten und in besonderem Maße natürlich alle, deren Arbeitgeber nicht tarifgebunden ist...

Wenn der Schreibtisch noch voller Arbeit liegt und Sie am Freitag um 12:00 gehen... das kann durchaus dazu führen, dass Sie bald gar nicht mehr kommen müssen...

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zausi 26.10.2018, 12:40
14. Chef sein in Deutschland

ist doch geil... Mein immer dickeres Konto, mein Profit erwirtschaftet auf dem Rücken noch weniger Angestellten und dass alles unter dem schutz der Regierung und wenn diese nicht spurten, dann drohe ich halt mit mehr arbeitslosen und mehr arbeit für noch weniger Angestellten heist für mich noch mehr profit.... so denken sie unter dem schutz von dem Michel gewählten Zahlungsempfänger.......

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MisterD 26.10.2018, 12:41
15. Darf man fragen...

Zitat von turbi
(...) Bei uns in der Firma führt sie dazu, dass der AG vom AN erwartet, dass - wenn Aufträge vorhanden sind - der AN (bis zu) 10 h am Tag arbeitet, und bedeutet im Gegenzug, dass der AN zu Hause bleiben soll, wenn weniger/keine Aufträge vorhanden sind. Letztendlich bestimmt somit der Auftragseingang/-bestand in der Firma die (Wochen-)Arbeitszeit des AN und hat somit starken Einfluss auf sein gesamtes (Familien-)Leben. (...)
wie das Ihrer Meinung nach anders laufen sollte?
Wenn die Aufträge da sind, müssen sie bearbeitet werden. Oder wollen Sie einige Aufträge verschleppen, damit Sie auch in der Zeit mit wenig Aufträgen noch was zu tun haben?
Das wird Ihnen der Kunde dann danken, indem er nicht mehr bei Ihnen bestellt und Sie in wenigen Jahren keinen Job mehr haben...

Sie müssen folgendes verstehen:
Auftragsorientierten Unternehmen, also Firmen bei denen nicht alle 3 Sekunden immer dass gleiche Bauteil vom Band fällt, sind nunmal abhängig von den Anforderungen ihrer Kunden. Und wenn die Kunden (die durchaus auch mal im Ausland sitzen) Ihnen einen Termin setzen, dann ist der einzuhalten.
Der Kunde bestimmt ihre Arbeit... so ist das in der heutigen Zeit. Gewöhnen Sie sich dran...

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Spiegelpfau 26.10.2018, 12:46
16. 6-10/Woche

4h? Lachhaft! Wem geht es sooo gut?

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turbi 26.10.2018, 12:49
17. So viel Dummheit!!!

Zitat von b0b
Ich habe jahrelang in einem IG-Metallberuf mit 35h-Woche gearbeitet und mich trotz vielfältiger Hobbies oft in der Freizeit zu Tode gelangweilt. So geht es auch vielen meiner Freunde, egal ob 35 oder 40h-Woche. Daher finde ich es sehr schwer so etwas zu......
Sie haben sich mit ihrem Post gerade für den Orden "Vorbildlicher Arbeitnehmer (aus Sicht des Arbeitgebers)" qualifiziert!
Haben Sie auch mal daran gedacht, dass Leute wie Sie durch ihr Verhalten auch in gewissen Masse das auch von anderen AN (die nicht Ihrer Auffassung sind) erwartete Niveau definieren?

Vorschlag meinerseits: Gehen Sie doch gleich für 0 Euro arbeiten! Denn damit würden Sie dem vom AG gewünschten Ideal entsprechen: Dieses lautet: AN sollen nichts kosten, aber Alles leisten/machen.

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Lykanthrop_ 26.10.2018, 12:49
18.

4 Überstunden pro Woche sind nicht das Problem. Die Extreme sind das Problem. Arbeitgebern die ihre Arbeitnehmer ausbeuten, den gehört gesetzlich auf die Finger geklopft. Das sind die, die über Fachkräftemangel klagen und gleichzeitig von ihren Mitarbeitern 60 Stunden-Wochen, für ein kleinen Lohn einfordern. Den bleiben dann oft nur noch Süd-Osteuropäer und Leute mit persönlichen Hindernissen. Gerade diese gehörten allerdings staatlich geschützt. Sozial ist, was würdige Arbeit schafft.

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0Kugelfang0 26.10.2018, 13:04
19. vier? ernsthaft?

2005 haben wir neben einer neuen Geschäftsleitung auch einen neuen Personalchef bekommen, mein erstes treffen verlief in etwa so : Sie beklommen Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld und Tantieme, das vergessen sie ab jetzt mal, dann machen sie im Monat 150 bis 200 Überstunden, die sind ab jetzt im Gehalt mit drin, schönen Tag noch! Ich brauchte genau eine Woche, bis ich mir einen neuen Job gesucht hatte! Der alte Laden hat von 1500 Mitarbeitern heute noch sagenhafte 250 Mitarbeiter und geht wohl bald pleite, die Manager aber, haben sich in den 13 Jahren dumm und dämlich verdient!

;-) vier Überstunden! :-)

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