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Spanische Pfleger in Deutschland: "Die Patienten nehmen auf uns Rücksicht"

Dort Krise, hier Mangel an Pflegekräften: An der Klinik im Tegernseer Tal arbeiten 17 spanische Pfleger. Ihre Vorstellungsgespräche hatten sie noch in Madrid und Sevilla, den Dezember über mussten sie Deutsch pauken. Inzwischen wechseln sie Verbände - und hoffen auf eine unbefristete Stelle.

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Der_Franke 17.02.2013, 19:42
60. Reingefallen!!!

Zitat von CampoViejo
Da kann man ja nur hoffen, dass in akuten Nofallsituationen, bei denen es hektisch zu- und hergeht, die spanischen Pflegekräfte auch alles richtig verstehen.... Und nur mal so eine kleine Frage am Rande: Spanien hat doch auch ein gewaltiges demografisches Problem - was ist mit den spanischen alten und sonstigen Patienten? Wer pflegt die eigentlich noch, wenn das Pflegepersonal nach Deutschland abwandert? Marrokaner für 1 Euro die Stunde?
Reingefallen!!! Das demographische Problem entfällt genau so wie der Fachkräftmangel. Beides sind Erfindunggen subversiver politischer Gruppierungen (CSU, CDU, usw.).

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fuzzi-vom-dienst 17.02.2013, 19:46
61.

Zitat von Moliugas
...schön für die Spanier ...perfekt für die Billigarbeiterindustrie ...nicht gut für die Migranten in Deutschland, die es ohnehin schwer hatten, eine Arbeit zu bekommen. Warum greift man denn nicht erstmal auf diese Ressource zurück?
Alldieweil die wirklich CLEVER sind und das deutsche Sozialsystem besser verstehen und besser ausnutzen können als JEDER Deutsche! "Ressourcen" sehen anders aus, werter Mitforist!

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fagus 17.02.2013, 20:33
62.

Zitat von trevi
Warum nicht arbeitswillige, warmherzige und freundliche Spanierinnen, wenn derart veranlagte Mitarbeiter hierzulande nicht ausreichend zu finden sind. Mit fällt auf, daß hiesige Bewerber immer nur nach besserer Bezahlung rufen. -Das gilt doch in vielen Arbeitsbereichen in D (außer den hl.Kühen im ÖD). Auch in D sollte man die Einstellungskriterien nicht so hoch hängen. Ein Mischverhältnis von zB.5:1 für ausgeb.Fachkräfte und Hilfskräfte mit Herz wäre für die unterversorgten alten Menschen dienlicher als nur Fachkräfte die zu 90%Papierkram erledigen, während die Heimbewohner alleine dahin dämmern. Warum werden wohl in D Millionen alte Menschen von ihren -unausgebildeten-Angehörigen erfolgreich gepflegt ? -weil dort mit Herz und Liebe gearbeitet wird.
Nee, weil die Angehörigen keinen Profit erwarten, während das die einzige Motivation privatwirtschaftlicher Pflegeeinrichtungen ist. Person kostet Geld, darum wird zu wenig eingestellt und das vorhandene kaputtgearbeitet. In Krankenhäusern, Altenheimen, häuslichen Pflegediensten - überall. Gesundheit und Pflege dürfen keinen kapitalistische Interessen unterliegen, nicht käuflich sein. Solange das aber so ist, wird sich nicht am Bedürfnis des Patienten orientiert, sondern am Kontostand.

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al2510 17.02.2013, 21:12
63. Vielleicht sollte man Pflegeheime wie Schiffe führen

Dann wohnen die Leute für einige Zeit z.B. 3 Monate im Pflegeheim/Krankenhaus und dürfen dann für 3 Monate nach Hause. Das ist für junge Leute ideal. Weil man kommt in der Welt herum und man hat auch viel Freizeit. Der Pfleger Job ist bestimmt hart, und ich fände es gut, wenn Ärzte und Pfleger sich gegenseitig ehren würden. Dann müssten die Ärzte für die Pfleger kämpfen und die Pfleger für die Ärzte. Ob der große Gehaltsunterschied gerechtfertigt ist? Der Arzt hat einen guten Ruf, und viel Geld, der Pfleger, naja. Fazit ist, das Pflege aufwändig ist und teuer. Aber das Wichtigste in der Pflege ist die Leidensfähigkeit der Ärzte und Pfleger. Kranke sind meist launisch. Dann muss man Größe besitzen und so manche Laune des Patienten wegstecken. Das denke ich ist das größte Problem der Pflege.
Das Schiffsmodell hätte den Vorteil, dass man keine Anfahrtszeiten zur Arbeit hätte. Das wären dann pro Monat schon 2 Tage Lebenszeit die man einspart. Ältere Pfleger sollten dann ein anders Programm haben, und andere Aufgaben. Z.B. Verwaltung. Und normale Arbeitszeiten.
Schlecht finde ich auch das Catering in der Pflege. Es gibt überhaupt nur Dosenfutter, aber Kranke brauchen frische Nahrung. Was nutzt es mir, wenn nach 6 Monaten meine Wunde gesund, aber meine Leber tot krank geworden ist, weil die Nahrung nicht gesund ist, weil zu viel Konservierungsmittel in der Nahrung sind. Man muss den Patienten als Ganzes sehen. Daher sollte das Krankenhaus auch alles besitzen. Leute die Nägel schneiden können, Leute die Kochen, Leute die sich um die Belange der Kranken jenseits der speziellen Krankheit kümmern. Was nutzt es, wenn der Patient an der Wunde behandelt wird, aber am Ende noch 35 kg wiegt, weil keiner festgestellt hat, dass der nichts isst. Wenn alles wie in einer Familie wäre, wäre es viel besser. Und Pflege betrifft uns alle, weil wir alle einmal da landen. Wenn der Staat keine Größenwahnsinnige Bahnhöfe bauen würde, sondern kleine liebevolle Krankenhäuser, dann wären wir alle besser bedient.
Man kann alles, wenn man es nur will. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Mir ist es lieber wenn viele Leute im Krankenhaus sinnlos herumhängen, weil sie keine Arbeit haben, als dass viele Leute mit der Verwaltung der Krankengelder beschäftigt sind. Lieber keine Kontrolle und viele Pfleger, als viele selbstherrliche Erbsenzähler. Wir müssen alle etwas großzügiger sein. Wem man viel schenkt, der schenkt auch selber viel, weil er schenken gelernt hat.

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Fuerchtegott79 17.02.2013, 21:31
64. Lasagne?

Zitat von sysop
Dort Krise, hier Mangel an Pflegekräften: An der Klinik im Tegernseer Tal arbeiten 17 spanische Pfleger. Ihre Vorstellungsgespräche hatten sie noch in Madrid und Sevilla, den Dezember über mussten sie Deutsch pauken. Inzwischen wechseln sie Verbände - und hoffen auf eine unbefristete Stelle.
Deutsche Pflegerinnen und Pfleger emigrieren nach Norwegen und in die Schweiz. Dafür kommen Pflegerinnen und Pfleger aus Spanien. Wer kümmert sich um die kranken Spanier? Pflegerinnen und Pfleger aus Marokko. Dort haben die Patienten dann entweder Pech, oder es kommen Pfleger aus Schwarzafrika. Wie war das nochmal mit der Pferdefleisch-Lasagne?
Erstaunlich, wie viel Aufwand entsteht, nur damit keiner marktgerechte Löhne zahlen muss.

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ditor 17.02.2013, 21:32
65. Über hundert Jahre Training

Zitat von widower+2
Ein Mangelgut steigt im Preis und ist dann bald kein Mangelgut mehr, weil eine entsprechende Nachfrage schon sehr bald ein entsprechendes Angebot erzeugt. Das gilt nach neoliberaler Logik für so ziemlich alles, nur zufällig nicht für Löhne.
Das gilt auch in deren Logik, deswegen ist es hierzulande jahrzehnte, wenn nicht jahrhunderte alte Tradition Lohndrücker heranzukarren. Schon Ende des 19. Jahrhunderts machten das die Zechenbesitzer so.

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misterpresident75 17.02.2013, 21:35
66. Leider nur ein toller Traum

Zitat von al2510
Schlecht finde ich auch das Catering in der Pflege. Es gibt überhaupt nur Dosenfutter, aber Kranke brauchen frische Nahrung. Was nutzt es mir, wenn nach 6 Monaten meine Wunde gesund, aber meine Leber tot krank geworden ist, weil die Nahrung nicht gesund ist, weil zu viel Konservierungsmittel in der Nahrung sind. Man muss den Patienten als Ganzes sehen. Daher sollte das Krankenhaus auch alles besitzen. Leute die Nägel schneiden können, Leute die Kochen, Leute die sich um die Belange der Kranken jenseits der speziellen Krankheit kümmern. Was nutzt es, wenn der Patient an der Wunde behandelt wird, aber am Ende noch 35 kg wiegt, weil keiner festgestellt hat, dass der nichts isst. Wenn alles wie in einer Familie wäre, wäre es viel besser. Und Pflege betrifft uns alle, weil wir alle einmal da landen. Wenn der Staat keine Größenwahnsinnige Bahnhöfe bauen würde, sondern kleine liebevolle Krankenhäuser, dann wären wir alle besser bedient. Man kann alles, wenn man es nur will. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Mir ist es lieber wenn viele Leute im Krankenhaus sinnlos herumhängen, weil sie keine Arbeit haben, als dass viele Leute mit der Verwaltung der Krankengelder beschäftigt sind. Lieber keine Kontrolle und viele Pfleger, als viele selbstherrliche Erbsenzähler. Wir müssen alle etwas großzügiger sein. Wem man viel schenkt, der schenkt auch selber viel, weil er schenken gelernt hat.
Guter Vorschlag, aber leider nur ein schöner Traum. Jedes Jahr steigen die Zahlen derer, die krank durch ein Krankenhaus geschleust werden. Jedes Jahr sinken aber auch die Zahlen des angestellten Pflegepersonals in den Kliniken. Immer weniger Personal für immer mehr Kranke.
Seit Einführung der DRG´s (Fallpauschalen) ist alle noch viel schlimmer geworden. Das Kranheitsbild ist an eine feste Summe gebunden, die das Krankenhaus bekommt. So versuchen jetzt die Kliniken ihre Patienten möglichst schnell wieder los zu werden, damit noch Kohle über bleibt. In Folge werden die Patienten "blutig" entlassen und zu Hause ihrem Schicksal und den Angehörigen überlassen, die sich dann um einen Pflegedienst für den Verbandwechsel kümmern können. Ganz schön auch, blutig in die Reha entlassen. So sind dann erst einmal etliche Tage im A... ohne das eine adäquate Reha stattfinden kann, weil der Patient noch gar nicht ins Wasser bzw sich bewegen kann.

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Pflegeengel 17.02.2013, 21:44
67.

Zitat von waldbaer
3000 Stellen unbesetzt. Aha. Harter Job mit vielen Überstunden, Doppelschichten etc., und das so schlecht bezahlt das man kaum von leben kann. Da wird sich kurz gewundert warum man die Stellen nicht besetzen kann und macht sich dann auf die Suche nach Menschen, die so verzweifelt sind das sie diese Lücke füllen. Gratuliere.
Gratulation !!! Genau so ist es und nicht anders !!!
Schönen Abend noch.
Gruß Pflegeengel (ausgebildete Altenpflegerin und gerontopsychiatrische Fachkraft)

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Thomasius111 17.02.2013, 22:25
68. Lustiger Vorschlag,

Zitat von al2510
Dann wohnen die Leute für einige Zeit z.B. 3 Monate im Pflegeheim/Krankenhaus und dürfen dann für 3 Monate nach Hause. Das ist für junge Leute ideal. Weil man kommt in der Welt herum und man hat auch viel Freizeit. Das Schiffsmodell hätte den Vorteil, dass man keine Anfahrtszeiten zur Arbeit hätte. Das wären dann pro Monat schon 2 Tage Lebenszeit die man einspart. Ältere Pfleger sollten dann ein anders Programm haben, und andere Aufgaben. Z.B. Verwaltung. Und normale Arbeitszeiten. . Man kann alles, wenn man es nur will. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Mir ist es lieber wenn viele Leute im Krankenhaus sinnlos herumhängen, weil sie keine Arbeit haben, als dass viele Leute mit der Verwaltung der Krankengelder beschäftigt sind. Lieber keine Kontrolle und viele Pfleger, als viele selbstherrliche Erbsenzähler. Wir müssen alle etwas großzügiger sein. Wem man viel schenkt, der schenkt auch selber viel, weil er schenken gelernt hat.
tolles Leben, so schön kann Altenpflege sein. Zum Familienleben bleibt natürlich keine Zeit und ans Kinderkriegen ist nicht zu denken. Wenn man als Pfleger dann älter ist winkt ein schöner Job im Büro. Wenn es zu wenige davon gibt denn viele junge Pfleger werden irgendmal alt, werden eben neue geschaffen, z.B. im Kontroling-Bereich. Anschließend winkt eine Mindestrente den Lebensabend, hoffentlich ohne Pflegenotstand. Und das alles nur um die Wegezeit (über 2 Stunden am Tag?) einzusparen. Denn Kosten spart man so mit Sicherheit nicht.

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bolek1234 17.02.2013, 22:30
69. deutschland

Ich glaube Sie reden am Problem vorbei. das geht ganz einfach in Heimen es gibt ne Schar von angelernten Kräften die so gut wie kein Ausbildung haben , wichtig ist doch nur sauber und satt. ich kann Sie alle warnen schliessen sie eine Private pflegeversicherung ab Sie werden Sie brauchen. der Gesetzgeber sollte ein besseren personalschlussel machen um so die Heime zu zwingen was dagegen zu machen. Ausbildung zum Altenpfleger ist fast für Erwachsene unmöglich die nebenberufliche will niemand mitmachen das ganze System stinkt.

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