Forum: Karriere
Spanische Pfleger in Deutschland: Wer zurück will, muss zahlen
DPA

In ihrer Heimat finden Sie keinen Job, in Deutschland sind sie heiß begehrt - klingt, als würden alle von der Zuwanderung spanischer Pflegekräfte profitieren. Doch einige fühlen sich ausgebeutet.

Seite 10 von 10
kaiserrodolfo 01.08.2014, 00:25
90. Arbeitsteilung notwendig!

Habe bei meinen bisherigen Arbeitgebern große Unterschiede ausgemacht ,was die Belastung und den Stress angeht. Meine Ausbildung absolvierte ich bei einem kirchlichen Träger, dort gab es FSJ, Stationshilfen und gelegentlich Praktikanten die sich z.B um die Essensausgabe und das vorherige Erwärmen kümmerten, genauso wie das Abrüsten der Betten von entlassenen Patienten und weitere Hilfstätigkeiten übernehmen konnten, z.b Patiententransporte innerhalb des Hauses bzw. Begleitung der Patienten. Für 41 Betten gab es immer 3 ex. Fachkräfte, 1 Stationshilfe in Früh und Spätschicht, sowie 1-2 FSJ pro Station und noch die Azubis dazu.

Der absolute Knaller und Flop für mich war die Arbeit in einem kommunalen Krankenhaus.44 Betten, Standard 3 Fachkräfte im Tagdienst, bei Ausfall bzw. Krankheitsfall auch kein Ersatz, höchstens mit Glück einen BWL Studenten mal ab und zu. Keine Stationshilfen, keine FSJler, keine Praktikanten . Im Spätdienst musste das Essen aufgewärmt werden, dank Aufbau oder Schonkost oft 18 Brei oder Suppengerichte und EINE Mikrowelle mit 800 Watt Maximum dafür. D.h eine PK konnte sich dann 18x2,5 Minuten um das Essen kümmern, wurde natürlich aber oft genug unterbrochen sodass man eher 1 Stunde Minimum plus Austeilen und Einsammeln plus Anreichen des Essen bei Bedürftigen dazurechnen konnte( wenn man daran noch denken konnte). Bei neuen Patienten musste Essen nachbestellt bzw, öfter auch mal geändert werden da falsch bestellt oder geliefert wurde, dieses konnte man dann in der Küche auf einen ANRUFBEANTWORTER sprechen, der vielleicht abgehört wurde,vielleicht auch nicht, dann wurde es auch nicht immer verstanden vom Personal dort usw.Die ganze Infusionstherapie, OP Versorgung,Grundpflege, usw. musste auch noch nebenbei laufen. Natürlich waren ein Großteil der Pat. unzufrieden, absolut verständlich , im Gegensatz zu den Leitungs und Verwaltungsebenen bekam man den Frust natürlich auch öfter mal verbal mitgeteilt. Pausen waren meist auch nur am WE möglich. Dafür gab es extra Verwaltungsgruppen die sich z.B um die Zeiterfassung und Einhaltung kümmern (Frage: Warum reicht das nicht aus wenn das Stationsleitung oder PDLs machen, die doch sowieso die Dienstpläne schreiben??)und natürlich auch von irgendwas bezahlt werden müssen. Dazu auch innerhalb des Hauses tlw. schlechte Umgangsformen miteinander, denke da an eine Begegnung in der Apotheke zu der man statt um 11 Uhr erst um 11. 15 erschien um ein wichtiges Medikament abzuholen (was man als Fachkraft ja selber muss, da wie gesagt niemand sonst dort arbeitet) und dann auf die Öffnungszeiten bis 11 Uhr hingewiesen und angeschnauzt wird und natürlich gleich erwähnt das man falls man selbst mal dort liegen sollte die beste Betreuung erwartet. Natürlich arbeitet man 10 Tage durch und macht alle 3 Schichten in den 10 Tagen.Hat dann auch maximal 4 Tage frei gehabt, meist eher 3...und dann durfte man sein Telefon abschalten zu Hause weil man sonst nur belästigt wurde ob man nicht evtl. einspringen kann (ohne Chance auf Freizeitausgleich).

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kaiserrodolfo 01.08.2014, 00:26
91. Arbeitsteilung notwendig TEIL 2

Aktuell arbeite ich nun in einem Haus mit privater Trägerschaft, verdiene nicht ! weniger Geld wie vorher (etwas mehr), habe Stationshilfen, FSJ und Praktikanten, auf Stationen mit 22!! Betten. Natürlich gibt es auch KPHs und MFAs dort, aber so kann man sich als Fachkraft auch um einiges wichtigeres kümmern ohne immer der Küche oder anderen Hilfstätigkeiten hinterherzurennen. Die Patienten sind auch um einiges zufriedener, ich selbst natürlich auch. Arbeite auch nie mehr als 6 Dienste am Stück.

Resultat: Was ich nie gedacht hätte,aber der öD ist für mich als Pflegekraft und Arbeitgeber absolut gestorben. Vielleicht für Verwaltungsleute noch sehr attraktiv, aber ansonsten war ich wirklich froh als ich die 6 monatige Probezeit für den Arbeitgeber genutzt habe und dort gekündigt habe!! Selbst in einem Pflegeheim in dem ich arbeitete für längere Zeit war es nicht so schlimm. Dort hätte ich wirklich nicht mehr lange bis zum Herzinfarkt gebraucht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mr.feelgood 01.08.2014, 09:42
92. Unsägliche System von Fast- Zwangsarbeitern!

Würden Selbstbestimmung und persönliche Freiheit sowie notwendige Lebensperspektive irgendeine Bedeutung und reale Gültigkeit von existenten Werten besitzen, käme es nicht zu solch unsäglichen Bedingungen, Knebelverträgen, Arbeitssituationen und Stresssituationen.

Die Bundesregierung müsste den Mut aufbringen, erlassene Gesetze gegen die Rechte des AN umgehend zurückzunehmen.
Leider will sie diesen Fehler aber nicht eingestehen.

Das Individuum hat sich für die Gesellschaft zu opfern.
Die wirtschaftliche Konkurrenzfähigkeit ist wichtiger geworden als es der Bürger ist und jemals war.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bieke 01.08.2014, 11:41
93. Pflegemangel

"In Deutschland legen Ärzte Dauerkatheter und Magensonden" Das stimmt so nicht. Katheter legen ist generell Pflegeaufgabe. Magensonden werden auch meist von Pflegekräften gelegt, es sei denn es gibt Komplikationen.
Trotzdem hat die spanische Pflegekraft recht. Die Zustände sind langsam kaum noch zumutbar, wenn man den Anspruch hat professionell und mit hoher Qualität zu pflegen. In der Ausbildung lernt man, was alles möglich ist, wenn man Patienten richtig und viel Zeit versorgen kann. In der Praxis sieht das leider anders aus. Zeitdruck und Personalmangel beherrschen das Bild. Man hofft oft nur noch den Tag irgendwie halbwegs unbeschadet rum zu bekommen. Manches kann man mit seinem Gewissen nicht mehr vereinbaren, was da passiert, weil einfach zu wenige Leute da sind, um sich um die Patienten zu kümmern. Schon in der Ausbildung werden die Schüler verheizt, Zeit für eine richtige Anleitung bleibt selten, dass ist extrem unbefriedigend und der Grund wieso viele vorzeitig aufhören. Ich finde das so schade und schlimm, denn an sich ist der Beruf anspruchsvoll und macht viel Spaß, vor allem bekommt man auch sehr viel zurück. JEDER sollte sich für dieses Thema einsetzen und interessieren, denn auf kurz oder lang wird JEDER mal auf Pflege angewiesen sein und möchte dann bestmöglich versorgt werden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Raabe 04.08.2014, 23:06
94.

Die GIP ist keine Zeitarbeitsfirma, sondern eine häusliche Intensivpflege wo 1 zu 1 Betreuung angeboten wird. Das heißt: eine Fachkraft auf einen intensivpflichtigen Patienten der bis zu 24h am Tag Zuhause versorgt werden kann. Nur so zur Info. Bin selber seit 10 Jahren exam.Krankenschwester und habe daher auch schon in denn letzten Jahren mit Spaniern zusammen arbeiten dürfen. Die meisten waren frisch Ausgebildete, die theoretisch mir vieles erzählen konnten, aber praktisch die einfachsten Dinge nicht durchführen konnten, da sie in ihrem "Studium" kaum praktische Erfahrung hatten. Was die Arbeit zusätzlich für alle und insbesondere für denn Patienten erschwert. Das heißt auch, wenn sie nach Deutschland kommen, das wird auch jeden deutschen in einem anderen Land so gehen, brauchen sie einfach ein Sprachkurs um sich mit denn Patienten verständigen zu können. Ohne kommunikation ist der Job nicht möglich und bei verständigungsproblemen kann es schnell mal zu Kritischen Situationen kommen...habe ich schon erlebt. Und die Unternehmen bezahlen die Kurse damit dies nicht passiert. Was natürlich ein Unternehmen kostet...daher eine Klausel im Vertrag, was ich verstehe. Viele sind gleich nach dem Kurs zu anderen Firmen und das kann sich für ein Unternehmen nicht lohnen auf Dauer.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hermannheester 11.08.2014, 14:01
95. Da beißt sich die Katze in den Schwanz

Zitat von sysop
In ihrer Heimat finden Sie keinen Job, in Deutschland sind sie heiß begehrt - klingt, als würden alle von der Zuwanderun
Hier war man großzügig und hat dem Arbeitnehmer die Finanzierung des Sprachkurses überlassen, der diesen natürlich auch wieder erwirtschaftet sehen will. Anders als bei Millionen ihrer Vorgänger, deren Sprachkurse entweder vom Amt bezahlt oder bis heute nciht stattgefunden haben, wird hier der Arbeitnehmer auf elegante Art doch zum Sklaven gemacht.
Die Freiheit der Niederlassung und Beschäftigung ist mehr als eingeschränkt. Hier sollte die EU eigentlich für ihre Bürger da sein und nicht umgkehrt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
minuguineapig 21.11.2014, 19:40
96.

Zitat von hermannheester
Hier war man großzügig und hat dem Arbeitnehmer die Finanzierung des Sprachkurses überlassen, der diesen natürlich auch wieder erwirtschaftet sehen will. Anders als bei Millionen ihrer Vorgänger, deren Sprachkurse entweder vom Amt bezahlt oder bis heute nciht stattgefunden haben, wird hier der Arbeitnehmer auf elegante Art doch zum Sklaven gemacht.Die Freiheit der Niederlassung und Beschäftigung ist mehr als eingeschränkt. Hier sollte die EU eigentlich für ihre Bürger da sein und nicht umgkehrt.
In meinem Arbeitsvertrag steht 9000 euro. Wenn ich nicht mehr arbeiten möchten.Laut mein Arbeitsvertrag muss ich die Regierunghilfe bewerben. Das heisst. Ich habe 1700 euro Mobi Pro bekomen. Was ist Mobi pro? ist ein Geld für die Firmen damit sie deutschkurs zu machen und auslander leute einstellen in Berufe wo mangeln an Mitarbeiter in Deutschland gibt, zum beispiel manche Berufausbildung, oder Pflegeberuf. Ich musste diese 1700 euro zum meine Firma uberweisen.Aber.. wenn ich nicht mehr arbeiten mochten, ich muss nocht etwas bezahlen. 9000- 1700 = 7300 noch bezahlen. Warum diese 9000 ???? diese 1700 euro, Mobi Pro bedeutet der Deutschkurs, und so. Ich weiss dass wenn du Fortbildung bekommst, muss du die Firma bezahlen wenn du nicht mehr arbeiten mochtest. Ok.Aber in meinem Fall, was ist los??Ich bekomme kein Antwort. Villeich mein problem ist aus der UE sein.Wenn ich aus somalien wäre, villeich jemanden mir geholfen haben wurde.Naja. Ich mochte nur frei sein um wechselhn der Beruf. Ich mochte nicht mehr inder Pflege arbeiten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Gelber Rabe 20.12.2018, 14:15
97. Was

hat die Mittlere Reife damit zu tun?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 10 von 10