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Spanische Pfleger in Deutschland: Wer zurück will, muss zahlen
DPA

In ihrer Heimat finden Sie keinen Job, in Deutschland sind sie heiß begehrt - klingt, als würden alle von der Zuwanderung spanischer Pflegekräfte profitieren. Doch einige fühlen sich ausgebeutet.

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ischwa 30.07.2014, 18:20
80. Qualifikation?

wen die Dame studierte ist dan hat sie was falsch gemacht ...
In Spanien ( wo ich 3 Monate in einem Altenheim gearbeitet habe) können angebliche Pflegekräfte garnichts ! Personen werden fixiert es gibt Toiletten Zeiten für die Kunden und eine ganze Menge mehr der einer deutschen pepflegefachkraft aller alten Kranken oder heilerziehungspfleger das Blut in den Adern gefrieren låsst !
die Dame ist bestimmt Krankenschester da diese in Spanien nicht legen sondern Genua das machen was sie beschreibt ... dafür ist es auch standart das bettlägerige Patienten von ihrer Familie gepflegt werden oder sich diesen Pflegedienst noch extern besorgen müssen.

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Herr Hold 30.07.2014, 18:34
81. Nee Walter,

Zitat von walter.m
....Bei Facharbeitermangel gibt es allerdings keinen Grund wenig zu bezahlen, es sei denn dieser Facharbeitermangel ist erfundenes Gewäsch, um billige Arbeitskräfte nach Deutschland zu locken, um sie auszunutzen. Erhöht den Gewinn, gell?
hält die Krankenkassenbeiträge klein. Wobei ich Ihnen in dem Punkt der Tätigkeiten recht gebe. Wenn eine Krankenschwester das ein oder andere kann, warum sollte sie es nicht tun? Und im Gegenzug dann die Tätigkeiten verlagern, die auch "Nicht- gelernte" machen können. Vielleicht ist eine neue Arbeitsteilung die Lösung.

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Herr Hold 30.07.2014, 18:36
82. ?

Zitat von Don Loewi
Ich habe selten einen so unqualifizierten Kommentar auf SpOn gelesen. Der menschenverachtende Zynismus dagegen ist heute schon Standard bei AfD- und PI-Nazis ....
Was denn daran unqualifiziert und zynisch? Es ist nunmal so, dass sich viele Auswanderer, egal welcher Nationalität, Illusionen über das Leben und Arbeiten in ihrem Zielland machen. Es kommen doch auch ständig Deutsche wieder zurück, weil es nicht so toll ist, wie sie sich das so vorgestellt haben.

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Un:sinn 31.07.2014, 11:10
83. Werkvertragskultur

Die sind ausgebeutet. Wie bitte sollen die sich dann fühlen. Die Großaktionärsgeführten Kliniken sind auf der Suche nach jeder Gewinnmaximierung. Helios z.B.sucht immer ihre 15%tige Gewinnmarge für die Aktionäre. Diese Gewinne gehen nur auf Kosten des Personals. Jeder spanische Pfleger und Azubipfleger ist eine billige Chance das andere Personal zu disziplinieren. Es gibt immer einen der deinen Job billiger macht die Botschaft.

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schnöpenpöppen 31.07.2014, 11:39
84.

Jede Krankenschwester/Pfleger, die ihren Beruf in Deutschland erlernt haben, darf lt. Ausbildungsverordnung, Dauerkatheter und Magensonden legen.

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medi15 31.07.2014, 13:59
85. Interessant

Zitat von sysop
In ihrer Heimat finden Sie keinen Job, in Deutschland sind sie heiß begehrt - klingt, als würden alle von der Zuwanderun
die vielen Kommntare zu lesen, z T Vorurteile von beiden Seiten.

Ich kenne sowohl die Pflege als auch die ärztl. Seite von "innen" und kann jedem versichern, dass das Abgeben ärztlicher Tätigkeiten NICHT von der ärztlichen Seite blockiert wird. Ärzte entscheiden über Therapien, das ist deren Aufgabe,Punkt.

Die Ausführung, so es nicht sehr komplikationsträchtige oder sehr invasive Einriffe sind , kann durchaus die Pflege übernehmen...so läuft es in vielen Ländern Europas.

WER blockiert, das wollen hier einige, vermutlich Vertreter der Pflege nicht sehen, sind die Dachverbände der Pflege. Die haben seit den 70ern angeregt, sich endlich wieder"pflegerischen Dingen zu widmen"--> dieser Ungeist sitzt jetzt in den obersten Ebenen und trifft die Richtungsentscheidungen.

Ich habe diese Einstellung selbst von den ältern Schwestern auf einem Pflegekongress gehört. Dh man wollte über Jahre Grundpflege und Prophylaxen verwissenschaftlichen--eine Folge sind die zeitraubenden und teilweise völlig sinnfreien Pflegeplanungen und Pflegevisiten.
Aber ärztliche Tätigkeiten?"

Die sollen die mal schön selbst übernehmen" --dass es inoffiziell doch oft übernommen wird--nun ,dann sind in den Augen der Pflegelobby die Schwestern eben selbst verantwortlich, anstatt das endlich mal offiziell ordentlich zu regeln.

Dass es andererseits normal sein soll, die Essensverteilung oder Putzarbeiten von Schwestern übernommen werden müssen--das regt diese lobby überhaupt nicht auf.

Nun haben wir aber das Problem, dass unsere Schwestern aufgrund dieser offiziellen Verweigerung ärztlicher Tätigkeiten und auch dessen Fehlen in der Ausbildungsordnung europaweit in etlichen Ländern ziemliche Probleme haben--dort werden sie dann tatsächlich oft nur für Hilfstätigkeiten herangezogen

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senfgurke81 31.07.2014, 18:59
86. Vermittlung kostet nun mal Geld

Die spanischen Krankenpfleger werden von einer Agentur vermittelt. Das diese dann weniger Geld bekommen, weil die Agentur Sprachkurse finanziert, erklärt sich von selbst. Ist halt wie eine Zeitarbeitsfirma, nur über Länder hinweg. Die Sprachkenntnisse auf ein vernünftiges Niveau zu bringen, schafft man nicht in 2 Wochen. Das ist sehr zeitintensiv. Daher kann ich auch verstehen, wenn die Arbeitsverträge auf 3 Jahre festgelegt werden. Wenn man in Deutschland vom Chef eine sehr teure Weiterbildung finanziert bekommt, wird man auch oft für eine bestimmte Zeit verpflichtet oder muss bei frühzeitiger Kündigung das Geld zurückzahlen. Wir hatten auch spanische Krankenpfleger bei uns, und wenn die Sprachkenntnisse noch nicht ausreichen, müssen sie halt mehr Hilfstätigkeiten machen. So kann man sie nicht alleine auf die Patienten loslassen. Das wäre fahrlässig. Stellt euch vor, der Patient sagt, ich bekomme keine Luft und die verstehen das nicht? Des weiteren darf in Deutschland nun mal kein Krankenpfleger einen Katheter anlegen. Das sieht das Gesetzt nun mal vor, egal, ob man es kann oder nicht. In anderen Ländern pflegen Krankenpfleger nicht mal die Patienten (waschen, Haare kämmen).

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caronte 31.07.2014, 19:16
87. Aha

Zitat von schreckgespenst
Wenn Sie bereit sind, sich von Krankenpflegern Katheter, Infusionen etc. legen zu lassen, können Sie ja bei Ihrem nächsten Klinik aufenthalt darauf bestehen. In der Regel beschweren Sie Leute wie Sie als erstes, wenn den Pflegekräften ein Fehler unterläuft. Ich bin definitiv nicht bereit, mir von jemanden mit mittlerer Reife und Pflegeausbildung mit Anfang 20 eine Infusion legen zu lassen. Wenn Sie bereits in Spanien waren und mit dem Gesundheitssystem in Berührung kamen, werden Sie auch das "Studium" der Pflegekräfte beurteilen können. Trotz dem Studium sind die Fachkenntnisse nicht vergleichbar mit Pflegekräften, die in D eine Ausbildung absolviert haben.
Eins ist mir klar. Entweder sind Sie noch nicht mit dem spanischen System in Berührung gekommen oder Sie konnten aufgrund mangelnder Sprachkenntnisse den Leuten dort nicht mitteilen was Ihnen fehlte. In Spanien sind Krankenschwestern um Welten besser ausgebildet als deutsche. Dort ist es ein Universitätsstudium und deshalb können diese sehr viele Arbeiten übernehmen, die in D nur Ärzte machen dürfen. Deshalb ist die Krankenschwester auch viel mehr anerkannt als in D. Ich habe beide Systeme kennengelernt und als ich in D war haben mir so viele Ärzte eingeredet, dass man meine Adern zum Blut entnehmen ja soo schlecht sieht und bin immer mit Blutergüssen nach Hause. Seit Jahren gehe ich mindestens einmal in Spanien zum Arzt zur Vorsorgeuntersuchung, die der Arbeitgeber übernimmt (ja einen ganzen Gesundheitscheck) und da flutscht es, weil es eine enfermera macht und keine auxiliar. In D laufen in überall nur junge Hühner als Schwestern (also auxiliares) rum, die nur darauf warten einen Mann abzubekommen, um dann das arbeiten aufzuhören. Schauen Sie doch in die ganzen Arztpraxen und auch Krankenhäuser. Sind ja nur junge Leute. Aber das ist auch deshalb so, weil man die Leute auch nicht respektiert und Sie nur als Idioten behandelt. Da bevorzuge ich die Mittvierzigerin in Spanien, die schon alles in Ihrer Karriere gesehen hat und meisten sowieso noch hübscher aussieht als die meisten 20 jährigen hier.

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tubolix 01.08.2014, 23:02
88. so ist das nun mal

es gibt keinen fachkräftemangel !
es gibt jedoch einen mangel an adäquat bezahlten stellen.
ob pflegekraft oder LKW-fahrer : geiz-ist-geil-schland wird hier in spanien nicht mehr als das gelobte land betrachtet. zu viele kamen frustriert zurück.

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fragel 01.08.2014, 23:29
89. Zuviele Ursachen

Kräftemange, Hungerlöhne und Ausbeutung in Deutschland, wem wunderts.
Es geht los mit den sogenannten Aufstockern. Unternehmen, die solche Aufstocker arbeiten lassen, sollten dicht gemacht werden. Doch hier deutlich , das die deutschen Politiker unfähig sind, denn sie haben diesen Unsinn eingeführt.
Übrigens, die Bundesregierung muss man mit einer Klinikleitung gleichsetzen, die Manger einer Klink haben genauso wenig Ahnung von der Materie, wie die Bundesministerinister Ahnung von ihren Fachministerien.
Ganz besonders deutlich war es zu sehen , bei Rösler. Erst Gesundheitsminister, immerhin hatte er Zajhnmdezin studiert , aber so eine Null dann als Wirtschaftsminister einzusetzen, war ein Hohn. Jeder kleiner mittelständischer Unternehmer hat mehr Fachwissen als er. Das war nur einer der Fehlbesetzungen in einem der vielen Ministerien. Das ist zur Zeit noch immer so. Kein Wunder wenn die Lobbisten die Fehlpolitik vorantreiben , denn die zuständigen Minister von der Materie absolut keine Ahnung haben.

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