Forum: Karriere
Ständiger Neuanfang als Leiharbeiter: "Keiner hat mir gesagt, wo die Toiletten sind"

Heute hier, morgen dort -*Leiharbeiter wechseln ständig den Betrieb, regelmäßiger Neustart ist für sie Alltag. Viele*Dauer-Debütanten leiden darunter: Sie müssen sich immer wieder beweisen, als vollwertige Kollegen kommen sie nie an.

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peter h. 21.11.2011, 07:43
1. Nicht jeder leidet unter einem ständigen Neustart

So einen Scheiß habe ich selten gelesen.Vielleicht ein zwei mal im Leben dann ist aber fertig. Der normale Mensch sucht Sicherheit und nicht bis 67 Jahren alle aufgezwungene Arbeit annehmen zu müssen. Nicht einmal ein Ing. oder ein Doktor außer Guttenberg.
Dieses Bürschchen was den Artikel geschrieben hat ist ein gekaufter Schreiberling von der Leiharbeit sprich Sklavenhandel.

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Forumkommentatorin 21.11.2011, 07:45
2. Ich

arbeite als Lehrerin. Vor kurzem habe ich die
Schule gewechselt / wechseln müssen (aus
Gründen der schulpolitischen Lage).

Mir hat auch keiner gezeigt, wo die Toiletten
sind.

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marvinw 21.11.2011, 07:48
3. Die Meisten sind selbst schuld

Da sie brav Schröder/Clement gewählt haben und später Merkel, die Leiharbeit auch unterstützt.
Die Wenigen die es nicht getan haben tun mir leid da sie durch die Dummheit der Anderen abgestraft werden: schlimmere Strafe gibt es nicht.

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Steez 21.11.2011, 07:54
4. Menschenmaterial

Als Dank gibts für die gleiche Arbeit auch noch weniger Lohn.
Der neudeutsche Begriff für Personalwesen sagt doch alles: Human Ressource Management.

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Criollo 21.11.2011, 08:10
5. Von Sozialisten ...

... die Brioni-Anzüge tragen, Montechristo-Zigarren rauchen und Prozesse gegen Journalisten anstrengen, die glauben, die Haare seine gefärbt, ist keine bessere Politik zu erwarten. Deustchland ist da wieder mal Opfer seiner Grossmannssucht geworden.

Man stelle sich vor: im Gegenzug ist die Rot-Grüne-Fraktion der Finanzindustrie hinten reingekrochen, damit die die gewaltigen, steueroptimierten Gewinne, die aus den Lohndrückereien resultierten, in Zweckgesellschaften auslagern konmnte, um die dann in der ganzen Welt verbraten zu können. Bevor man die dann noch für hart erarbeitetes Steuergeld zurückgekauft hat.

Vlt. ist Russland eine lupenreine Demokratie. Sicher aber sind diese Typen lupenreihe Dummköpfe.

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MütterchenMüh 21.11.2011, 08:10
6. Aussen hui innen pfui

Zitat von sysop
Heute hier, morgen dort -*Leiharbeiter wechseln ständig den Betrieb, regelmäßiger Neustart ist für sie Alltag. Viele*Dauer-Debütanten leiden darunter: Sie müssen sich immer wieder beweisen, als vollwertige Kollegen kommen sie nie an.
Eine schreckliche Geschichte diese Leiharbeit.
Erschreckend wie asozial sich viele Kollegen und Firmen zeigen.
Das erinnert mich immer daran, dass der Mensch halt von Grund auf schlecht ist.

Abhilfe kann da nur die Politik schaffen.
So dürften ZAF m.M.n. nach nur Mitarbeiter bis 30 beschäftigen. Da könnte man noch etwas positives im Sinne der Sammelung von Berufserfahrung sehen.

Alles andere ist ein Armutszeugnis der Gesellschaft.

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celsius234 21.11.2011, 08:11
7. Die Nieten (in Nadelstreifen) sitzen an der anderen Seite vom Tisch

Zitat von sysop
Heute hier, morgen dort -*Leiharbeiter wechseln ständig den Betrieb, regelmäßiger Neustart ist für sie Alltag. Viele*Dauer-Debütanten leiden darunter: Sie müssen sich immer wieder beweisen, als vollwertige Kollegen kommen sie nie an.
nicht besser als hier bei dem Zeitarbeitsthema ist das "Einfügen" von Kollegen Praktikanten oder Kollegen "neuer Mitarbeiter"

Die dazu kommen sollen immer super teamfähig sein. Das heisst in Wahrheit, die soziale Inkompetenz des jeweiligen Chefs möglichst überspielen bzw. den größten Schaden verhindern.

Jedes Teil im Lager wird sorgfältiger behandelt als die Menschen, die es dann verarbeiten sollen.
Ein Antriebsmotor im Lager ist mehr Wert als der Mitarbeiter, der ihn verbaut und als sein Chef ja ohnehin. Was mit dem Artikel nicht schwer zu belegen ist.

Trauerspiel "Führungskraft". Man muss schon froh sein, wenn die einen nicht zu sehr behindern.

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grana 21.11.2011, 08:11
8. christliche Menschenbild

Zitat von sysop
Heute hier, morgen dort -*Leiharbeiter wechseln ständig den Betrieb, regelmäßiger Neustart ist für sie Alltag. Viele*Dauer-Debütanten leiden darunter: Sie müssen sich immer wieder beweisen, als vollwertige Kollegen kommen sie nie an.
Die sollen sich nicht den ganzen Tag auf den Toiletten rumtreiben, damit man die nicht in Versuchung führt, sagt man ihnen erst gar nicht, wo die Toiletten sind.
Das ist das christliche Menschenbild aller Angela Merkel.

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Michael Giertz 21.11.2011, 08:13
9. Leiharbeit

Zitat von sysop
Heute hier, morgen dort -*Leiharbeiter wechseln ständig den Betrieb, regelmäßiger Neustart ist für sie Alltag. Viele*Dauer-Debütanten leiden darunter: Sie müssen sich immer wieder beweisen, als vollwertige Kollegen kommen sie nie an.
Es gibt ja den Unterschied zwischen solchen Leiharbeitern und anderen. Manche sind durchaus langfristig im selben Betrieb beschäftigt, sind durchaus auch voll integriert. Oder es ist wie in meinem Fall, dass eben das erste dreiviertel Jahr über einen Personaldienstleister abgedeckt ist und danach die Übernahme winkt, weil vertraglich zugesichert.

Natürlich gibt's aber auch die Fälle von Leiharbeitern, die nur "rumgeschoben" werden. Drei verschiedene Einsatzorte in zwei Wochen? Kein Problem. Muss aber dazu sagen, dass dieses Los eigentlich fast nur Helfer (Ungelernte, Angelernte) und Facharbeiter trifft, welche schnell erlernbare simple Tätigkeiten ausführen sollen. Ein Ingenieur z.B., der über ein Zeitarbeitsunternehmen Verwendung findet, wird nicht alle zwei Monate in ein anderes Unternehmen gesteckt, weil i.d.R. allein die Einarbeitungszeit mehrere Monate dauert.

Grob gesagt: je geringer qualifiziert der Leiharbeiter ist, desto geringer qualifiziert sind die Tätigkeiten, desto häufiger muss er mit Wechseln rechnen. Fair ist das nicht gerade, hier sollte eventuell der Gesetzgeber die Rahmenbedingungen für Leiharbeitnehmer verbessern. Zum Beispiel wäre ein Aufschlag bei Wechsel durchaus angebracht, auch sollte vielleicht einfach eine Karenzzeit eingeführt werden, in der ein Leiharbeitnehmer am gegenwärtigen Einsatz verbleiben muss, bevor er "versetzt" werden kann.

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