Forum: Karriere
Ständiger Neuanfang als Leiharbeiter: "Keiner hat mir gesagt, wo die Toiletten sind"

Heute hier, morgen dort -*Leiharbeiter wechseln ständig den Betrieb, regelmäßiger Neustart ist für sie Alltag. Viele*Dauer-Debütanten leiden darunter: Sie müssen sich immer wieder beweisen, als vollwertige Kollegen kommen sie nie an.

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gsm900 21.11.2011, 18:10
160. Kein Latinum?

[QUOTE=erbseneintopf;9171778] Zitat von MütterchenMüh
Ach ja und einen Gruss an unsere Manager die die tollen Einsparungen mit Bonis honoriert bekommen. Erstickt an Eurem Geld !
http://de.wikipedia.org/wiki/Bonus

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delinquent 21.11.2011, 18:14
161. Das Ende naht....

Zitat von Michael Giertz
Perfekt auf den Punkt gebracht - ich bin fast 30 und passe damit genau in den von Ihnen beschriebenen Personenkreis. Aufgegeben hab' ich deswegen nicht, aber mich - verzeihen Sie die Wortwahl - kotzt es an, dass ich immernoch keine Familienplanung angehen kann, immernoch keinen Euro Altersvorsorge zur Seite legen konnte, immernoch in einer halb eingerichteten Wohnung sitze ... Im Prinzip sind die ersten zehn Arbeitsjahre schonmal vergeigt. Kommen dann noch die letzten zehn Jahre dazu, in denen ich zu alt und zu teuer bin, sind das immerhin schon zwanzig Jahre meines Erwerbslebens, in denen ich suboptimale Einkommensverhältnisse habe und entsprechend Rente bekommen werde (wenn überhaupt). Ein Ausweg aus der Misere gibt's auch nicht. Aufgeben will ich aber -noch- nicht.
Das ist zwar wenig tröstend, aber Ihre Erwerbsbiographie wird in Zukunft dem mittlerem Standart entsprechen.
Leider.
Leute aus meiner Generation(5o +)müssen froh sein den Arbeitsplatz erhalten zu können.Wer in diesem Alter rausgekickt wird,taugt beinahe unabhängig von der Qualifikation bestenfalls noch zum Papieraufsammler beim örtlichen Discounter.
Quer Beet wundere ich mich extrem wie leidensfähig die Deutschen sind.Wahrscheinlich anerzogene Obrigkeitshöhrigkeit.
PS:Unsere Alterversorgung ist längst Zugunsten unserer Milliardäre sowie auf den internationalen Finanzmärkten erfolgreich verballert worden.
Selbstverständlich gibt es keine Schuldigen, wie denn auch in einer Kapitaldiktatur.

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gsm900 21.11.2011, 18:16
162. Eben

Zitat von das_dunkle_Orakel
Dann wären wir alle Sklaven diesen Typs. Haben sie schon mal in den USA gearbeitet? Sie würden ihre Meinung schnell ändern. (besonders wenn sie etwas älter sind)
da werden schnenl mal Ingenieure kurz vorm Pensionsanpruch auf die Straße gesetzt.

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delinquent 21.11.2011, 18:22
163. Irrenhaus Deutschland

Zitat von klaus meucht
Gerade für Hilfskräfte macht es keinen Sinn hier viele Firmen dazwischenzuschalten. Warum soll einer der relativ unproduktiv ist gleich mehrere Chefs ernähren müssen?
Ja, echt lustig, wenn es nicht so erst wäre.
Gerade im Niedriglohnsektor nährt der Arbeitnehmer dann den Gewinn von gleich mindestens zwei Arbeitgebern, kann sich aber nicht mehr selbst durchbringen ohne staatliche Subventionen.---Es ist eigentlich der schiere Wahnsinn.

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delinquent 21.11.2011, 18:37
164. Wie wäre es....

Zitat von gsm900
? bezahlt werden? Die Münzen wurden teilweise auch spöttisch Aluchips genannt, was auf ihr Material, ihre Kaufkraft bei höherwertigen Gütern, aber auch auf den geringen Umtauschwert der DDR-Mark gegenüber der D-Mark anspielte.

....ganz einfach mit mehr soziale Marktwirtschaft?
Wir können ja auch das Spielchen ungebremst weiter laufen lassen,aber mir schwant böses.....

Bevor ich mit diesem System gänzlich zum Leibeigenen werde, wähle ich einen Notausgang als Alternative.

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gsm900 21.11.2011, 18:41
165. Wundert mich nicht

Zitat von PdBOF
Soweit mir bekannt, ist Equal Pay per Gesetz vorgesehen, jedoch ließ man den Zeitarbeitsfirmen die Möglichkeit,Tarifverträge mit den Gewerkschaften zu schließen. Und die Gewerkschaften, bei mir die IGM, haben sich nach meiner Meinung über den Tischziehen lassen. Gott sei Dank wurde den angebl. Christlichen Gewerkschaften mit ihren Dumpingtarifen das Handwerk gelegt...
Scho die ÖTV hatte Mitte der Achtziger die Eingangsagehälterabenkung mitgetragen um Einsparwillen zu zeigen und die Besitzstände der Mitglieder zu wahren.

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brother eagle 21.11.2011, 19:12
166. .

Ich bin mir sicher das ein Aufschrei durchs Forum gehen wird und manche meinen Kopf fordern werden.

Ich bin aber der Meinung, dass die ganze Geschichte zu einem grossen Teil von den Gewerkschaften mitverursacht wurde. Als Beispiel: 35h woche bei vollem Lohnausgleich.
Der Unternehmer wird so genannt, weil er was unternimmt. Er will Geld verdienen und wird Wege und Mittel finden dies zu tun.
Wird das Umfeld geaendert wo er sein Unternehmen hat, aendert er das Umfeld wo sein Unternehmen ist. Produktion geht ins Ausland usw. Die Parteien haben absolut keine Handhabe gegen Unternehmen. Die Parteien beschliessen, was die Unternehmer ihnen sagen was zu beschliessen ist.
Die fetten Zeiten sind vorbei und werden nicht zurueck kommen Dank Globalisierung, Raffsucht, usw... Nun bevor sich alle hier gross aufregen eine kleine Zwischenfrage: Wieviele von Euch haben Aktien von grossen Unternehmen welche einen Grossteil Ihrer Produktion aufgrund der Lohnkosten, Lohnnebenkosten usw. schon ins Ausland verlegt haben?

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guteronkel 21.11.2011, 19:14
167. Leiharbeit kontra Sicherheit

Zitat von peter h.
So einen Scheiß habe ich selten gelesen.Vielleicht ein zwei mal im Leben dann ist aber fertig. Der normale Mensch sucht Sicherheit und nicht bis 67 Jahren alle aufgezwungene Arbeit annehmen zu müssen. Nicht einmal ein Ing. oder ein Doktor außer Guttenberg. Dieses Bürschchen was den Artikel geschrieben hat ist ein gekaufter Schreiberling von der Leiharbeit sprich Sklavenhandel.
Ja wenn Sie Sicherheit suchen, dann müssen Sie auf das Himmelreich warten. Da gibts dann täglich das Manna. Und für Unterhaltung ist auch gesorgt: Harfe und Engelsgesang. So wird das doch schon immer gelehrt, und doch sucht das Individuum sein Glück im jetzigen Sein. Welch eine Verschwendung.

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tw2 21.11.2011, 19:21
168. Niedriglohnsektor

Zitat von delinquent
Gerade im Niedriglohnsektor nährt der Arbeitnehmer dann den Gewinn von gleich mindestens zwei Arbeitgebern
Wieso aber ist dieser Arbeitnehmer nicht selbst dazu in der Lage, seine Arbeitskraft zu vermarkten? Wieso bedarf es dazu ein Zeitarbeitsunternehmen? Definieren Sie bitte auch: "Niedriglohnsektor". Danke!

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geroi.truda 21.11.2011, 19:34
169. *

Zitat von sysop
Heute hier, morgen dort -*Leiharbeiter wechseln ständig den Betrieb, regelmäßiger Neustart ist für sie Alltag. Viele*Dauer-Debütanten leiden darunter: Sie müssen sich immer wieder beweisen, als vollwertige Kollegen kommen sie nie an.
Wo ist das Problem? Als Freiberufler ist man mit jedem neuen Kunden/Mandanten... stets in der gleichen Situation, und das ein Berufsleben lang...

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