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Start-up-Gründer in Deutschland: Männlich, 27, zufrieden
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Es kann sehr viel daraus werden - oder nichts: Wer gründet in Deutschland ein Start-up? Und haben wirklich alle einen Kickertisch? Eine Umfrage gibt Antworten.

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nici_d 18.10.2016, 14:55
1. Nicht ganz!

Zitat: "Wer sich in Deutschland mit einem Start-up selbstständig macht, tut dies weiterhin meist in Berlin".
Falsch! Es müsste heißen: 83 Prozent der Start-ups werden nicht in Berlin gegründet, bzw. haben ihren Hauptsitz nicht in Berlin, wenn man der Grafik glauben schenken darf.

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David K. 18.10.2016, 15:36
2. Dann freut Euch auf die Zwangsverrentung

Fast alle Parteien planen derzeit, Unternehmensgründer und Selbstständige in die staatliche Rente zu zwingen. Selbst wenn Ausnahmeregeln für Gründer und Neugründungen geschaffen werden, ist dies doch ein Beispiel aus der Praxis, wie Gründer unfreundlich Deutschland ist.

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el_grande_reader 18.10.2016, 16:21
3. Halten wir mal fest:

Junge Gründer sind in Deutschland glücklicher als Angestellte, also zufrieden mit der Arbeitsatmosphäre, nicht aber grundsätzlich zufrieden, wie der Titel des Artikels suggeriert. Vielmehr kann sich ein Viertel oder so vorstellen, hinzuschmeißen (= verkaufen) - sofern ihr Laden genug abwirft, vermute ich mal - und der Rest eher nicht - da sie bereits wissen, dass ihr Laden nicht genug abwerfen wird. Das mit der Börse klingt schon besser, ist aber vielleicht nur Wunschdenken...? Wie auch immer, unzufrieden sind alle mit den Möglichkeiten und Chancen, in Deutschland als Unternehmer durchzustarten (da Konkurrenz von den großen unerwünscht). Soviel zu den Aussagen zwischen den Zeilen zum Erfolgsmodell Neugründung in der BRD.

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sinasina 18.10.2016, 16:51
4. Industrie 4.0 verpennen

Ich verweise auf meinen Beitrag http://t1p.de/fkn1 und füge als Antwort an Izmir..Übül (#43, http://t1p.de/sk0j) hinzu:

Glauben Sie im Ernst, bei diesem für die junge Generation so überaus wichtigen Thema »Industrie 4.0« reicht 1 Titelstory?
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Zumal die Auflage des Papier-Spiegels laut verschiedener Quellen (also nicht nur Wiki) in den letzten Jahren um ca. 27% bis über 30% gesunken ist.
Herr Brinkbäumer und Verlagsgeschäftsführer Thomas Hass stellten eine »Agenda 2018« vor. Kernpunkt: Einspaarungen (ca.15 Millionen) Stellenstreichungen, wahrscheinlich samt betriebsbedingten Kündigungen. Die großen Projekte von Vorgänger Wolfgang Büchner wurden zurückgestellt: Print- und Online-Redaktion werden erst einmal nicht verschmolzen.
Herr Brinkbäumer wollte (oder will hoffentlich noch) die vor allem in den vergangenen Jahren zunehmende Entfremdung zwischen Redaktion und Leserschaft überwinden. Gerade zu letzterem gäbe es von den Spiegel-Lesern ein Menge zu sagen, aber was dann passiert, wissen viele von uns nur zu gut.
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Ich hatte so große Hoffnung, dass sich Herr Lobo gezielt mit dem so wichtigen Thema »Industrie 4.0« auseinandersetzt. Aber Herr Lobo gibt neuerdings den »Ich-will-auch-was-zu-den-aktuellen-Themen-sagen« - was zwischendurch ja auch gut gelingt - aber aus dieser Kategorie gibt es doch nun weidlich genug.
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Viel wichtiger wären Journalisten mit fundierten Computer - und Programmierkenntnissen, die sich viel im Silicon Valley aufhalten, täglich über entsprechende Start-ups berichten, an allen großen Veranstaltungen bezüglich digitaler Themen teilnehmen - vor allem auch an entsprechenden Sitzungen von Europarat und Bundesregierung. Menschenkinder, es kann doch niemand glauben wollen, dass Herr Oettinger alleine diesem wichtigen Thema gewachsen ist.
Oder plant SPON dann tägliche Artikel »die bösen, bösen Lobbyisten, die uns unsere Zukunft verbauten«?
Und anstelle von »bento« gibt’s dann ein Untermagazin »landis«, wo das Pflügen per Hand erklärt wird.
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Professor Gerd Bosbach (Mathematiker und Statistiker) hat ausgerechnet, dass in Deutschland schon heute 18 Millionen (!) Arbeitsplätze fehlen - von denen man in der Arbeitslosenstatistik nie etwas hört.
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Herr Carsten Brzeski, Chefvolkswirt der ING-DiBa führt aus, dass 59,00% aller Jobs in Deutschland gefährdet sind, wegzufallen.
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Investor Joe Schoendorf (er gehört zum Führungskreis des Weltwirtschaftsforums in Davos) »Deutschland stand bisher so gut da, weil es das Industrialisierungs-Zeitalter dominiert hat. Nun beginnt aber Industrie 4.0, das Informationszeitalter - und da liegt Deutschland weit zurück. Wir werden erleben, dass in 10 Jahren 1/3 (!) der weltweit größten Konzerne nicht mehr existieren werden«
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Was glauben Sie alle eigentlich - was hier los ist, wenn tatsächlich 59% Arbeitsplätze weg brechen?

Und wer´s visuell braucht:
ARD-Doku
http://www.ardmediathek.de/tv/Reportage-Dokumentation/Die-Story-im-Ersten-Schichtwechsel-Di/Das-Erste/Video?bcastId=799280&documentId=38369450
http://www.arte.tv/guide/de/055859-000-A/schichtwechsel-die-roboter-ubernehmen?country=DE

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lebeauroy 18.10.2016, 16:52
5. Foristen

Wow, wenn man manche Foristen liest, kommt es einem so vor, als ob sie Selbstgespräche führen würden, so unverständlich sind ihre Sätze... Schreiben und erklären sind keine einfachen Sachen, anscheinend...

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virginia 18.10.2016, 16:54
6. und wer clever ist und kann

haut in die usa ab. dort ist man nicht nur aufgeschlossener, und weniger buerokratisch sondern vor allem risikofreundlicher.

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kakadu 18.10.2016, 16:59
7. Weniger Neugründungen

An der Statistik sieht man, daß die Anzahl der Neugründungen in Deutschland seit 2001 rückläufig ist. Das ist kein gutes Zeugnis für den Standort Deutschland. Interessant wäre auch eine Befragung unter den deutschen Startups, woher sie ihre Investition erhalten. Es wird sich zeigen, daß es meist Investoren aus USA sind. Das ist wäre kein gutes Zeichen für die Finanzierung von kreativen Köpfen in Europa. Das muß sich in Zukunft verbessern in Deutschland. Die Bürokraten müssen hierfür viel stärker mit den Universitäten zusammenarbeiten und Universitäten müssen ihre Studenten viel mehr zu einer Neugründung animieren. Vom Schoß der Alma Mater fällt man irgendwann sowieso. Die Frage ist dann, ob mit eigenem Unternehmen oder als gut ausgebildete Fachkraft

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sinasina 18.10.2016, 17:16
8. Wo sind eigentlich in der jungen Generation (und bei SPON) die Vordenker

Zitat von virginia
haut in die usa ab. dort ist man nicht nur aufgeschlossener, und weniger buerokratisch sondern vor allem risikofreundlicher.
Stimmt so nicht: Zwar finden sich leichter Risikokapitalgeber, es wird aber ein enger Zeitplan erstellt, innerhalb der Laden laufen muss. Wenn nicht, wird der Laden innerhalb von Stunden zugemacht.

Schnellster »Abschuss« war meines Wissen 1,5 Stunden, in denen die Firma geschlossen wurde und 400 Arbeitnehmer, die gehen mussten.
Wer gut ist und Glück hat (dieser Aspekt ist nicht zu unterschätzen), bekommt schnell einen neuen Job.
Solang man jung ist, nicht krank und keine Kinder hat - mag dies ja in Ordnung gehen - aber mit Kindern sieht die Welt eben anders aus.
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Also muss es doch gelingen, die positiven Aspekte von Industrie 4.0 mit einem stabilen Sozialstem zu verbinden, um gewaltsame Auseinandersetzungen und bürgerkriegsähnliche Zustände zu verhindern.
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Wo sind eigentlich in der jungen Generation (und bei SPON) die Vordenker, die nicht nur Schulter zuckend wie ein Herr Herrmann dazu sagen, »dass viele Leute Ihre Arbeit verlieren werden, auch solche, die eine super (Hochschul-)Ausbildung hatten«?

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studibaas 18.10.2016, 18:58
9. Ich sag das ja nur ungerne...

Aber Kommunikation mag ja wichtig sein, und die größten Läden sind Informationsläden oder Betrüger, Pardon, Banken.
Aber noch so tolle Kommunikation bringt nichts ohne Waren und Logistik. Ich kann jedenfalls eher auf google verzichten als wie auf ein Fortbewegungsmittel.
Eine Buchhaltung mag fast von alleine gehen durch Computer die die Belege einscannen und automatisch buchen, aber dafür brauchts immer noch Drucker.
Es sind vor allem Verwaltungsjobs die wegfallen. Weil wir immer mehr automatisieren. Daher wird am BGE oder Dienstleistungsgesellschaft der Nutznießer (= Versklavung der Bevölkerung die nicht mehr gebraucht wird) kein Weg mehr vorbei führen.
Ich würde das BGE bevorzugen... .

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