Forum: Karriere
Start-up-Gründer über den Tod seines Sohns: "Umarmt eure Kinder. Arbeitet nicht so la
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Seine Söhne wuchsen gemeinsam mit seinem Unternehmen heran, bis einer der Zwillinge starb. Auf LinkedIn erzählt ein Vater, wie das seine Karriere abrupt zum Stillstand brachte - und was er seither bereut.

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m-hd 06.09.2019, 21:25
10.

Zitat von postmaterialist2011
Er gibt zu falsche Prioritäten gesetzt zu haben. Anstatt im privaten Familien- und Freundeskreis wird dies auf der "Karriereplatform" LinkedIn veröffentlicht. Bin ich der Einzige, der dies falsch findet ?
Vielleicht weil er denkt, dass er dort genau die Leute findet für die sein Rat wichtig ist? Was soll daran falsch sein?

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20InchMovement 06.09.2019, 21:26
11. @postmaterialist2011

Nein, das war auch mein erster Gedanke. LinkedIn ist mittlerweile auch mehr Facebook für Leute die glauben, wichtig zu sein und alles mitteilen müssen.

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j.c.nolte 06.09.2019, 21:57
12.

Zitat von m-hd
Vielleicht weil er denkt, dass er dort genau die Leute findet für die sein Rat wichtig ist? Was soll daran falsch sein?
Gar nichts. Ich bin, aus Gründen, auch schon seit Längerem so unterwegs (bin übrigens voll unwichtiig).

Ein hoffentlich einigermaßen angenehmenes Wochenende. Meins führt mich, wie schon öfter, wieder ins schöne Frankreich : )

Und uns allen: Gesundheit, Glück, Zufriedenheit und ein gutes Leben.

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marcus.w 06.09.2019, 22:15
13. Ich vermisse hier

eine Tatsache: Die Einsicht, weniger zu Arbeiten und sich mehr um seine Familie zu kümmern, kam leider erst nachdem er Multimillionär durch Startupverkauf geworden ist. Natürlich ist es tragisch, was da passiert ist! Aber er fällt vergleichsweise komfortabel, da er sich jetzt alle Zeit der Welt zur Trauer nehmen kann, während anderen Menschen dieser Luxus nicht vergönnt ist. Es lässt sich leicht herausbrüllen "Arbeitet weniger - kümmert euch mehr um die Familie!", wenn man nie mehr Arbeiten muss.

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Nordlicht1 06.09.2019, 22:45
14. "Du hast nur dieses eine Leben..."

"... also musst Du kämpfen!" Das hörte ich im Frühjahr auf einer Cuba-Rundreise einen Cubaner zu einem deutschen Touristen sagen. Zurück in Deutschland habe ich - 3 Kinder und mittlerweile 3 Enkelkinder und noch gut 5 Jahre bis zum Renteneintritt - beschlossen, für diese meine Arbeitszeit auf 30 Stunden zu reduzieren. Da hatte ich noch nicht damit gerechnet, dass man mir derartig Knüppel zwischen die Beine werfen würde, wie es mein Arbeitgeber tat; ich ging fälschlicherweise davon aus, dass in Deutschland Gesetze (in diesem Fall § 8 TzBfG) eingehalten werden müssen. Ich erinnerte mich an den Ratschlag des Kubaners und setzte mich gegen alle Widerstände durch...

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mikew33 07.09.2019, 00:16
15. Noch zu ist Geld zu wichtig...

als dass es verstanden wird, wenn einem die Kinder noch wichtiger sind als Beruf+Geld. Ich habe nach der Geburt meines zweiten Kindes zu Hause gearbeitet (Halbtags) damit ich die ersten Lebensjahre miterleben kann. Gefragt werde ich aber von meinen Freunden; was ich verdient habe und nicht wie viel Zeit ich mit meinem Sohn verbringen konnte. :-(

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swandue 07.09.2019, 02:52
16.

Zitat von postmaterialist2011
Er gibt zu falsche Prioritäten gesetzt zu haben. Anstatt im privaten Familien- und Freundeskreis wird dies auf der "Karriereplatform" LinkedIn veröffentlicht. Bin ich der Einzige, der dies falsch findet ?
Gerade da gehört es hin. Da lesen es viele, die es lesen sollten.

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viellärmumnichts 07.09.2019, 06:59
17. Hinterher ist man immer schlauer

Ein schwerer Schicksalsschlag, aber zum Glück ein seltener. Fast alle Eltern in unserer Industriegesellschaft sind davon getrieben, ihre Kinder auf den bestmöglichen Weg zu bringen. Oft ist es dafür notwendig, dass die Eltern viel arbeiten. Manchmal weil das Einkommen sonst nicht so hoch wäre, manchmal weil man den Kindern besonders viel bieten will.
Im Nachhinein könnte ich meinen Eltern jetzt auch bessere Ratschläge für meine Kindheit, witzigerweise hilft mir das aber kaum in meiner heutigen Familiensituation.
Ein trauriger Beitrag .... mehr nicht.

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napoleonwilson 07.09.2019, 07:56
18. Unternehmer

In der Geschäftswelt muss man sich entscheiden, JOB oder Privat. Die Familie bekommt auch die positiven Aspekte zu spüren. Keine Geldsorgen, gehobener Lebensstil ect. Nur beides perfekt zu verbinden ist gerade am Beginn der beruflichen Laufbahn schwer. Wenn man es dann hoffentlich geschafft hat, ist Zeit für Familie. Nur einige schaffen den Absprung nicht mehr. Nur was Glücklichsein bedeutet, das definiert jeder unterschiedlich.

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HerrH. 07.09.2019, 09:52
19. Eingetrichtert

Wird uns seit Jahren dass Arbeiten was unheimlich tolles ist. Im Fernsehen, Film und allen anderen Medien wird von Arbeit als Selbstverwirklichung und Erfüllung gefaselt. Zitat ca. : "Sorry ich habe keine Zeit für Liebe, Kinder oder Beziehung etc weil mir meine Arbeit soooooo wichtig ist." Unser Leben besteht aus Arbeit. Morgens geht's los. Nachmittags oder Abendskommt man müde und kaputt nach Hause und hat eine oder zwei Stunden mit den Kindern. Am Wochenende muss auch gearbeitet werden. Sonst ist man ja faul und schafft die ganzen Dinge nicht die erledigt werden müssen. Wunderbare Unterdrückung gefördert durch alle Instanzen. Und zwischendrin sind wir neidisch auf den oder die weil die es ja angeblich so viel einfacher oder besser haben.

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