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Start-ups in Deutschland: Jeder dritte Gründer wäre lieber in den USA
REUTERS

Ach, wie schön ist Amerika: Viele Start-ups sind mit dem Standort Deutschland nicht zufrieden. Das zeigt eine aktuelle Umfrage. Probleme macht besonders oft die Finanzierung.

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gutes_essen 05.07.2016, 12:48
1. Welche Start Ups?

Start-Ups wie Uber, Foodora usw. sind nicht wirtschaftlich rentabel für unser System.

Wir sollten froh sein über die vielen "Sicherheitsvorkehrung" für Arbeitnehmer und dem (kostenspieligen) Arbeitsschutz,
anstatt sie abschaffen zu wollen um so zu ende wie es in den USA passieren kann.

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docmillerlulu 05.07.2016, 13:25
2. Bekommt ein Start Up in den USA echt mehr Geld?

Das ist ja alles schön und gut, nur wie sieht es aus wenn irgend wann einmal Frau und Kinder da sind? Dann dreht sich das alles ganz schnell wieder. Da kommen Kosten für Krankenkasse, Schule und die diversen Versicherungen dürften dort auch nicht ganz billig sein.

Ich kann mich irren, aber viele kommen zurück wenn Frau und Kinder versorgt werden müssen. Eine simple Blinddarm OP dürfte die Finanzierungsvorteile des US basierten Standorts ganz schnell relativieren.

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thlogical 05.07.2016, 13:26
3. Finanzierung

zeigen sie mir eine bank in Deutschlan die ein unternehmensgründer ausreichend finanziert. Für deutsche Banken ist der unternehmensgründer eine tödliche krankheit die es gild fern zu halten. ihm kann man nur geld geben mit riesen aufschlägen die das risiko deckeln. War nicht gerade die niedrigen Zinsen dafür da das Geld in die Wirtschaft fließt ... hm zur Zeit sanieren sich nur die Banken damit und der Staat macht fein mit. Ich bin erfolgreicher Selbständiger mit 6 steligen Jahreseinkommen ... ein haus kann nich nciht finanzieren ... zu hohes Risiko und dann noch eine Firma im Ausland ... das geht für eine Deutsche bank gar nicht. Deutschland ist ein Entwicklungsland. Wir könnten viel mehr leisten wenn die banken weniger Macht hätten und ihrer Funktion als Geldgeber nachkommen würden. Das Risiko für alle minimiert sich dadurch auch massiv weil viele dann das Risiko tragen. Einer scheitert von 20 und alle haben gewonnen aber wegen dem einen 19 scheitern zu lassen ist absurt. Schuld ist die Politik ... Deutschland verspielt seine Zukunft ... traurig ...

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ersatzaccount 05.07.2016, 13:50
4.

Zitat von gutes_essen
Start-Ups wie Uber, Foodora usw. sind nicht wirtschaftlich rentabel für unser System. Wir sollten froh sein über die vielen "Sicherheitsvorkehrung" für Arbeitnehmer und dem (kostenspieligen) Arbeitsschutz, anstatt sie abschaffen zu wollen um so zu ende wie es in den USA passieren kann.
Besser kann man das Problem an der deutschen Mentalität gar nicht zusammenfassen.

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berlinerjung1 05.07.2016, 14:02
5. Wenn's nicht gefällt...

Einfach mal rübergehen. Schaut euch die Statistik an. Wie viele deutsche Unternehmer kommen wieder zurück? Beschwert euch nicht und zieht lang. Kommt nicht wieder wenn ihr den Sozialstaat wieder gebrauchen könnt.

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huckzuck 05.07.2016, 14:06
6. Wo ist das Problem?

Diese Start-Ups könnten doch mit der finanzierungswürdigen Idee einfach in die USA gehen. Tun sie aber nicht, weil sie auch dort kein Geld bekämen.
Alle träumen von der Investorenblase. Früher hat der Unternehmer das Geschäftsmodell entwickelt, die Firma aufgebaut und selbst die Früchte geerntet. Heute möchte man aber mit der Idee alleine das große Geld verdienen. Um das Produkt geht es meist nicht mehr.

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powaaah 05.07.2016, 14:06
7.

Zitat von docmillerlulu
Das ist ja alles schön und gut, nur wie sieht es aus wenn irgend wann einmal Frau und Kinder da sind? Dann dreht sich das alles ganz schnell wieder. Da kommen Kosten für Krankenkasse, Schule und die diversen Versicherungen dürften dort auch nicht ganz billig sein. Ich kann mich irren, aber viele kommen zurück wenn Frau und Kinder versorgt werden müssen. Eine simple Blinddarm OP dürfte die Finanzierungsvorteile des US basierten Standorts ganz schnell relativieren.
Es geht nicht um ein höheres Gehalt. Sondern darum eine Unternehmung zu starten oder deren Wachstum zu fördern. Wenn ich in den USA eine gute Idee habe, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass ein VC-Geber mir das nötige Kapital zur Verfügung stellt. In Deutschland sieht das komplett anders aus. Die Idee kann noch so gut sein, man muss fast alles aus der eigenen Tasche finanzieren. Erst wenn das Geschäft gut läuft kommt jemand der zu merkwürdigen Bedingungen Geld zur Verfügung stellt.

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ntntntnt 05.07.2016, 14:07
8. Komisch

Wundert mich, das die Finanzierung das Hauptargument ist. Problematischer empfinde ich die Regulationen in den EU Länder die ein schnelles Wachstum eher verhindern..
Entsprechend sollte man auf EU Ebene, dies erleichtern. Trotzdem hat die EU einiges für Startups getan wie die Startup Services und Veranstaltungen, die für Gründer enorm hilfreich sind.
Momentan warten mehrere Billionen von Investoren in der EU und Israel auf Startups, die jedoch eher digital sind. Je nach Quelle kam man sehen, das die Schere, im Bereich Investment, zwischen Amerika in EU immer kleiner wird.

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mazzmazz 05.07.2016, 14:12
9. Als

...mag ich Ihnen sagen, dass auch ich nicht noch einmal in D anfangen würde.
Damals war dies aus privaten Gründen bei meinem Geschäftspartner und mir nicht anders möglich. Die Finanzierung mussten wir allerdings allein stemmen.
Die KfW benötigte so viel Papier, dass uns das 6 Monate gekostet hätte.
Die Hausbanken und sonstige Geschäftsbanken, die wir anfragten, wollten uns gerne Geld geben. Wenn wir 100% Absicherung für den Kredit anbieten könnten. Sorry, weshalb sollte ich dann Geld aufnehmen???
Wir fanden dann "Angels", die bereit waren, etwas Spielgeld oder fachliche Beratung (juristisch und steuerlich war wichtig!) zu investieren. Den Großteil haben wir selbst bezahlt.
Nun gehört uns der Laden noch zum großen Teil, was gut ist.
Die Expansion in die USA ist technisch vollzogen. Wir suchen nun einen VC, der bereit ist, etwas mehr zu investieren. Über die Jahre lernten wir immer mal wieder "Institutionelle" in D kennen. Allesamt sind sie nur an 50+x % interessiert oder an größeren Investments.
In den USÁ hatten wir binnen 3 Monaten 3 interessante Gespräche. Alle 3 wollten mitmachen. Wir aber suchen nun lieber jemanden, der noch besser zu uns passt.
Jedem Gründer im IT-Bereich kann ich nur empfehlen, nach Möglichkeit gleich in den USA anzufangen.
Auch wenn der Behördenwahnsinn dort keineswegs besser ist als in D. Man trifft auf Investoren- sowie auch auf Seiten der potentiellen Kunden für neue Ideen auf viel mehr Offenheit.
Die Deutschen scheinen sich nur noch um ihre Rente zu sorgen oder um Flüchtlinge. In den USA arbeitet man halt oder hat verloren. Versichern kann man sich dort, sobald man etwas Geld verdient, übrigens günstiger als hier. Denn die billige KV bezahlen wir über horrende Steuern mittelbar 3x zurück. Ein vernünftiges Haus in einer netten Wohngegend um Boston oder an Floridas Westküste kostet 300 - 600.000 USD. Dafür bekommt man 100 Km vor München ein RMH!
Wer dies nicht so sieht, ist ohnehin für eine Unternehmensgründung ungeeignet. Bleiben Sie bei Siemens oder in der Zulassungsstelle.

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