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Stellenanzeige: Schlossherren und Burgfrauen in Italien gesucht

Italien verschenkt 103 seiner Schlösser und Burgen. Interessenten sollten jünger als 40 sein und Spaß am Renovieren haben. Und da ist auch schon der Haken...

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frankfurtbeat 24.05.2017, 16:27
20. das ist ...

das ist typisch bella vita ... kein Geld und keine Arbeit investieren wollen/können aber nach Fertigstellung die renovierten Gemäuer übernehmen ... wer meint das dies ein fairer Vorschlag ist der möge sich bewerben.

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neanderspezi 24.05.2017, 16:34
21.

Wenn niemand so bescheuert ist, sich auf einen verlustreichen Deal mit dem italienischen Staat einzulassen, Ruine mittels Investitionen herrichten, Verpflichtungen zur Ankurbelung des Tourismus nachkommen, Rolle von Herbergsvater oder -mutter spielen, sich beizeiten wegen anstehender Ausmusterung um eine Folgetätigkeit kümmern, den Servilen im befristeten Ruinenambiente spielen, dann wird dieses ominöse Geschenk des italienischen Staates einer bedeutsamen Zugabe bedürfen oder eben unter Verschiedenes in Aktenordnern wieder verschwinden. Wer würde eigentlich den Zuschlag für die eventuell wieder hergerichteten Bauruinen und heruntergekommenen Schlösser nach Ablauf der Zeit erhalten? Vermutlich reiben sich schon irgendwelche lokale Größen die Hände, über eine sehr ehrbare Bereicherungsmöglichkeit für sich oder ihren Nachwuchs, es sollen angeblich ja jeden Tag zu solchen Verlockungen Dumme aufstehen und blindlings in ein selbstverschuldetes Fiasko hineintappen.

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spon_3501918 24.05.2017, 19:02
22. Aber macht es das viel besser?

Zitat von The Independent
Dieses 2. Konzessionsmodell sieht also vor, dass die Immobilie bis zum "Break-Even"-Punkt im Businessplan genutzt werden darf. Die im Vergleich zum ersten Modell großzügigere maximal mögliche Nutzungsdauer von 50 Jahren ist also für Objekte vorgesehen, die eine professionelle und kostenintensive Komplettsanierung benötigen, wobei auch hervorgehoben wird, dass der Konzessionsnehmer über ausreichend finanzielle Mittel und ein gewisses Maß an Expertise verfügen muss. Im Prinzip will man mit diesem Modell Privatinvestoren dazu ermuntern durch eine solche Investition mitzuhelfen, die entsprechende Region touristisch zu entwickeln, quasi als eine Art Entwicklungshilfe, mit - je nach Sanierungs-/Investitionsaufwand - bis zu 50-jährigem Wohn- bzw. Nutzungsrecht, wobei der Investor nur seine Investitionssumme wieder heraus bekommt.
Auf gut deutsch also:

- Investiere Betrag X
- Buckel Dich mit Eigenleistungen krumm
- sobald Du Betrag X wieder raus hast TSCHÜSS

Was bleibt ist das Risiko wenn Betrag X nicht wieder rauskommt.

Der Einsatz der italienischen Kommunen ist also ein Mietertrag den Sie aktuell auch schon nicht bekommen können. Der Mögliche Gewinn sind sanierte Gebäude und das gesamte Risiko dafür trägt der arme Tropf der es versucht?

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matbhmx 24.05.2017, 19:17
23. Aha, ich soll also eine Ruine ...

... übernehmen, diese auf eigene Kosten renovieren, sie dann noch öffentlichen Zwecken zur Verfügung stellen (ganz in der hinteren Ecke der aufgehübschten Bruchbude darf ich für mich und meine Familie 'n Bett und 'nen Beistelltisch aufstellen) und darf das Ganze dann für neun Jahre nutzen, wenn ich artig bin, kommen noch Mal neun Jahre drauf. Sorry, das ist kein Angebot, sondern eine Unverschämtheit. Wer das mitmacht, ist selber schuld!

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remcap 24.05.2017, 21:45
24. Dann lieber nach Russland..

dort kriegt man Land geschenkt und darf sich ein neues Haus oder meinetwegen auch Schloss drauf bauen....die Auflagen sind nicht mal der Rede wert. Dafür hat man auch Ruhe und keine Touristen..nur Russisch sollte man beherrschen. Auf Youube gibts einige Berichte darüber..

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kai kojote 25.05.2017, 09:00
25.

Klang alles nach einer guten Idee und Sache, bis zu dem Punkt dass nach 9 bzw. spätestens 18 Jahren alles vorbei ist. Wer baut denn bitte was auf, setzt 18 Jahre seines Lebens Vollzeit in ein Projekt, pumpt sein Vermögen rein nur um nach 18 Jahren alles abzugeben? Die Investitionen werden sich in der Zeit doch nie amortisiert haben. Da kann Italien gleich darum bitten dass einfach eine millionen Euro gespendet werden, dann brauch niemand seine Lebenszeit opfern.

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The Independent 25.05.2017, 16:18
26. ...

Zitat von spon_3501918
Aber macht es das viel besser? Auf gut deutsch also: - Investiere Betrag X - Buckel Dich mit Eigenleistungen krumm - sobald Du Betrag X wieder raus hast TSCHÜSS Was bleibt ist das Risiko wenn Betrag X nicht wieder rauskommt. Der Einsatz der italienischen Kommunen ist also ein Mietertrag den Sie aktuell auch schon nicht bekommen können. Der Mögliche Gewinn sind sanierte Gebäude und das gesamte Risiko dafür trägt der arme Tropf der es versucht?
Natürlich macht es das nicht wirklich viel besser.

Allerdings kann z.B. ein 40- oder 50-jähriger mit der entsprechenden Investitionssumme auf ein nahezu lebenslanges Wohn-/Nutzungsrecht kommen, wenn der Break-Even-Punkt irgendwo sagen wir zwischen dem 80. und 90. Lebensjahr liegt. Da bis dahin der Laden vermutlich läuft und der Rubel rollt, können italienische Angestellte oder Verwandte übernehmen, bis das Nutzungsrecht verfällt, und man hat bis dahin das Leben in der Sonne geniessen können.

Der "arme Tropf" trägt tatsächlich das Risiko, allerdings richtet sich das 2. Konzessionsmodell mit der maximalen Nutzungsdauer von 50 Jahren ja auch an wirklich solvente Privatinvestoren, die eher keine Eigenleistung investieren, sondern Geld. Denn diese Investoren sollen Unternehmen aus der Region mit der Restaurierung und Umwandlung in wirtschaftlich nutzbare Touristenherbergen/-attraktionen beauftragen und - neben der touristischen Erschließung für die Kommunen - auch regionalen Unternehmen Aufträge sichern.

Und richtig, im aktuellen Zustand ist mit den meisten Objekten wohl noch nicht einmal ein Mietertrag zu erzielen. Wenn sich ein größerer Investor also auf das 2. Modell einlässt, kann eine Kommune nur gewinnen, denn selbst wenn das Projekt scheitert (Touristenaufkommen/Einnahmen zu niedrig) hat die Kommune eine teilweise oder sogar vollständig restaurierte Immobilie, für deren kostspieligen Unterhalt bzw. aufwändige Restaurierung sie im aktuell brachliegenden Zustand ja wohl kein Geld hat.
Für einen Firmeninhaber oder Erben aus Deutschland, der sich ein Schlösschen in Italien ansonsten niemals leisten könnte, könnte ein solches Objekt zu einem schicken "Sommerpalais" werden, aber auch ein Aussteiger, der seine Firma in D verkauft, könnte sich dort "einkaufen", frei nach dem Motto "leben und sterben in Italien".

Man muss es halt nur durchrechnen und ein Objekt (und eine Investitionssumme) wählen, bei dem (der) ein so gut wie lebenslanges Wohnrecht dabei heraus springt. Nach 30 oder 40 Jahren Steuerzahlen in Italien wird man sicherlich bereits die italienische Staatsbürgerschaft haben, und hat dann natürlich auch Anrechte auf Sozialleistungen bzw. medizinische und/oder pflegerische Versorgung.
Die Frage ist nur, ob man mit der Investitionssumme nicht lieber ein kleineres Objekt kauft, das man dann z.B. auch vererben kann, und wo man nicht nur Gewinn machen, sondern den Gewinn (abzüglich Steuern und Abgaben) auch tatsächlich einstecken darf.

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markh 26.05.2017, 17:46
27. Italien ist so blöd wie Deutschland

denn nirgendwo stehen so viele Burgen, Konzertsäl, Schlösser und andere Prachtbauten leer wie in Deutschland ... und selbst bei 99 Jahren Pachtverträgen würde niemand auch nur einen Finger krumm machen.
das wahre EU-Problem ist, dass der Euro nichts für diese Substanz tun kann

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mirror_reader42 29.05.2017, 23:57
28. SPON auf BILD-Niveau

Will SPON es hier der Springer-Konkurrenz nachmachen, mit Ruinen-Italienern statt Pleite-Griechen?
Wer, statt sich mit dem Autor in Arroganz, Ignoranz und Gehässigkeit zu suhlen, lieber wissen will, was es mit diesem Projekt tatsächlich auf sich hat, dem sei dieser Beitrag empfohlen:
http://blogs.faz.net/deus/2017/05/29/mit-deutscher-hassrede-gegen-italienische-gastlichkeit-4316/

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Wooster 30.05.2017, 12:12
29.

Zitat von mirror_reader42
Will SPON es hier der Springer-Konkurrenz nachmachen, mit Ruinen-Italienern statt Pleite-Griechen? Wer, statt sich mit dem Autor in Arroganz, Ignoranz und Gehässigkeit zu suhlen, lieber wissen will, was es mit diesem Projekt tatsächlich auf sich hat, dem sei dieser Beitrag empfohlen: http://blogs.faz.net/deus/2017/05/29/mit-deutscher-hassrede-gegen-italienische-gastlichkeit-4316/
Danke. Ich wollte auch schon verlinken, wusste aber nicht, ob das "erlaubt" ist.
Also, nochmal, kurz: http://bit.ly/2riEbkI
.
Die gehässigen Kommentare hier oben bezziehen sich auf den Artikel, nicht auf das Projekt. Denn das ist ganz anders, als es hier gehässig (wieso eigentlich? einer fraglichen Sensation wegen?) vorgestellt wird.

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