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Stellenanzeigen-Analyse: Das sind die wichtigsten Fremdsprachen im Job
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Ohne Englischkenntnisse haben Bewerber in vielen Jobs keine Chance, das zeigt eine Analyse von 15 Millionen Stellenanzeigen der letzten 24 Monate. Lesen Sie hier, welche Sprachen sonst noch gefragt sind.

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mimas101 03.08.2018, 18:45
20. Hmm Tja

ich würde auch sagen: Nur Spezialisten innerhalb einer Firma brauchen sehr gute Sprachkenntnisse - z.B. ein Klamotteneinkäufer für eine Kaufhauskette der besseren Preislage sollte verhandlungssicher in Italienisch (Ausnahme: in Südtirol) sein.
Ein Metzger der international parlieren will und seine Verwurstungsgeheimnisse preisgeben möchte tut das tunlichst in der Lingua Franca Deutsch.

Ansonsten frage ich mich wirklich warum man englische Vokabeln pauken sollte: Am Desk oder in der Kundenbetreuung reicht Minimalismus aus (wenn nicht tun es auch mal Gestik und Rauchzeichen).
Außerdem ist Englisch sowieso eine norddeutsche Sprachvariante des Deutschen (nun ja - Ausnahme: D's horrible Küchenenglisch wo die Briten sich am Französischen stark bedient haben und die Worte nicht mal richtig ins Englische integrierten) und daher spricht jeder Angelsachse auch gleichzeitig Deutsch.

Außerdem (jetzt wieder ernsthaft): Gerade die Amerikaner sind ganz wild auf die Umlauts. Das Ergebnis: Deutschkurse sind drüben recht beliebt und sind im Ranking die zweite Fremdsprache, direkt nach Spanisch. Und die Amerikaner können was: Wenn sie genügend Schuldgeld bezahlt haben sind sie spätestens nach dem 4ten Semester in Deutsch fitter als viele Deutsche (Source für die Behauptung: Die Deutschlehrerin am JCCC (das ist so eine Art überregionales Schulzentrum mit allen Schultypen unter einem Dach) in Kansas City und ihre Online-Fragestunden.

Auch sagen die geforderten Englischkenntnisse recht wenig über das tatsächliche Anforderungsprofil aus.
Und es kommt bei Stellenanzeigen gerne noch was besonderes hinzu: Viele Firmen begreifen die auch als Werbung für den eigenen Laden bzw. dessen Produkte. Da schmückt man sich halt im Ausschreibungstext gerne mit einer gehörigen Portion Internationalismus um auswärtige Kunden anzulocken.

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le.toubib 03.08.2018, 18:46
21. Tut mir leid.

Zitat von hooge789
[...] So gesehen lohnt es sich gar nichtin Englisch besonders gut zu sein, da alle über einen Kamm geschert werden. Man spricht Englisch. Punkt.
Aber ich erhebe an mich den Anspruch, wenn nicht gleich als Muttersprachler, so doch zumindest nicht als Deutscher erkannt zu werden (ich habe einen italienischen Akzent in meinem Französisch) ...

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le.toubib 03.08.2018, 19:08
22. Nur eine Vermutung:

Zitat von H.Schirmer
"Rang 1: Französisch" - sehr interessant. Gleichzeitig wird an deutschen Schulen immer weniger Französisch von Seiten der Schüler gewählt. Die Präferenzen gehen eher zugunsten von Spanisch aus. Das zeigt, dass die Vorlieben ein wenig am Arbeitsmarkt vorbei gehen, wo Französisch doch mehr als doppelt so oft wie Spanisch gefragt ist.
Ich glaube nicht, dass die Präferenz der Schüler auf ausgemachte Hispanophilie schliessen lässt. Schon zu meiner Zeit hatten viele Schüler eine für mich nicht ganz nachvollziehbare Sehnsucht nach Lateinamerika. Scheint sich bis heute nicht geändert zu haben.

Apropos "Latein"amerika: Wieviel Schüler lernen denn eigentlich heute noch Lateinisch?

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075530 03.08.2018, 19:42
23. Mal wieder deutscher Mist.

Grundvoraussetzung ist immer noch die Beherrschung der richtig gesprochenen deutschen Sprache und mit nur deutschen Wörtern. So wie heute in Deutschland geschrieben oder gesprochen wird gibt es in keinen anderen Land. Deutsch sollte man in Deutschland immer voraussetzten.

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Jasro 03.08.2018, 20:05
24. Natürlich...

.. ist Englisch mit Abstand die wichtigste Sprache der Welt, aber laut dieser Rangliste ist danach Dänisch wichtiger als Schwedisch, welches nicht einmal in den "Top-Ten der wichtigsten Fremdsprachen nach Englisch" vorkommt? Hätte ich gar nicht gedacht. Und Portugiesisch müsste da doch gleich hinter Spanisch in dieser Liste auch irgendwo auftauchen? Immerhin ist Portugiesisch ja nicht nur die Sprache Portugals, sondern auch von Brasilien, von Mosambik und Angola - und von Macau, dem "portugiesischen Hongkong". Übrigens soll es Chinesen in Hongkong geben, welche als Muttersprache nur Kantonesisch und als Fremdsprache nur Englisch, aber eben kein Mandarin-Chinesisch sprechen - und daher mit Festland-Chinesen ebenfalls auf Englisch kommunizieren.

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Jasro 03.08.2018, 20:14
25. Im Grunde sind Englischkenntnisse heutzutage selbstverständlich

Englisch in Wort und Schrift zu können ist heutzutage eigentlich so selbstverständlich wie Lesen und Schreiben - merkwürdig eher, wenn man es nicht kann.

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markus_wienken 03.08.2018, 20:35
26.

Zitat von Jasro
.. ist Englisch mit Abstand die wichtigste Sprache der Welt, aber laut dieser Rangliste ist danach Dänisch wichtiger als Schwedisch, welches nicht einmal in den "Top-Ten der wichtigsten Fremdsprachen nach Englisch" vorkommt? Hätte ich gar nicht gedacht. Und Portugiesisch müsste da doch gleich hinter Spanisch in dieser Liste auch irgendwo auftauchen? Immerhin ist Portugiesisch ja nicht nur die Sprache Portugals, sondern auch von Brasilien, von Mosambik und Angola - und von Macau, dem "portugiesischen Hongkong". Übrigens soll es Chinesen in Hongkong geben, welche als Muttersprache nur Kantonesisch und als Fremdsprache nur Englisch, aber eben kein Mandarin-Chinesisch sprechen - und daher mit Festland-Chinesen ebenfalls auf Englisch kommunizieren.
Es gibt viele Chinesen (meist Ältere), die kein Mandarin beherrschen, im Süden und HK Kantonesisch, auf dem Land verstreut andere Dialekte.
In den Seitenstraßen HKs kam ich mit Mandarin aber auch mit Englisch ab und an nicht weit...war erstaunlich.

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Emma Fairfax 03.08.2018, 20:37
27.

Zitat von 075530
Grundvoraussetzung ist immer noch die Beherrschung der richtig gesprochenen deutschen Sprache und mit nur deutschen Wörtern. So wie heute in Deutschland geschrieben oder gesprochen wird gibt es in keinen anderen Land. Deutsch sollte man in Deutschland immer voraussetzten.
Ja, es wäre sehr zu begrüßen, wenn sich hierzulande jeder Mensch sowohl mündlich als auch schriftlich verständlich ausdrücken könnte.(Ironie off)

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upalatus 03.08.2018, 22:37
28.

Zitat von derBob
Sie scheinen über nur sehr eingeschränkte Erfahrungen in international tätigen Firmen zu verfügen. Wenn man mit internationalen Kunden, Zulieferern und Tochtergesellschaften zu tun hat, stehen praktisch alle in der Wertschöpfungskette Beschäftigten vor der Herausforderung, mit Gesprächspartnern zu kommunizieren. Das beginnt beim Sachbearbeiter im Einkauf geht über die die Fertigung (ein Meister ist auch eine Führungskraft), Kommissionierung und Versand weiter bis zum Sachbearbeiter in der Buchhaltung. Sie alle müssen keine großen Reden auf Englisch aus dem Stegreif halten. Aber mit Fragen wie "why did you reject the delivery?", "when will you ship my order", "but I already paid the invoice" sollten sie schon umgehen können. Dass Vertrieb und Entwicklung auf Englisch kommunizieren müssen, sollte sonnenklar sein. Klar, die paar Hanseln in der Produktion, deren einzige Aufgabe es ist "Bolzen A in Nut F einführen", brauchen das nicht. Aber davon gibt es nicht mehr so viele.
Ich mags generell nicht, wenn in der Arbeitswelt von 'Hanseln in der Produktion' gesprochen wird.

In der generellen Produktionsarbeit einer großen Firma/Konzerns kommen die Beschäftigten der Notwendigkeit von englischen Sprachgrundlagen durchaus stetig näher. Manuals, updates und dergleichen sind nicht immer in Deutsch, manch (temporärer) Abteilungschef/Kollege kommt aus der Fremde oder überseeischen Dependance/Mutterwerk und mit dem internationalen Maintenancetrupp für eine bockige Produktionskomponente könnte man auch etwas parlieren können.

Quer durch die Bank bis in die oberen Chargen gibts aber starke Vorbehalte gegen Lernen einer Fremdsprache zu beruflichen Zwecken. Man probierts erst gar nicht und wurstelt sich besonders in den etwas älteren Jahrgängen durch. Dabei erlernt sich durch regelmäßigen Gebrauch Englisch sehr schnell; zudem kann man sich dadurch auch mit der Ehefrau aus Japan oder Polen besser austauschen....

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le.toubib 04.08.2018, 02:10
29. Im Grunde sind Englischkenntnisse heutzutage selbstverständlich

Zitat von Jasro
Englisch in Wort und Schrift zu können ist heutzutage eigentlich so selbstverständlich wie Lesen und Schreiben - merkwürdig eher, wenn man es nicht kann.
Ja, das dachte ich auch mal, bis ich nach einer Serie von 14 cerebralen Krampfanfällen vom grand mal type, 30 Tage Coma in der ICU, wieder erwachte und kaum noch Deutsch konnte, dafür allerdings weiterhin flüssiges American English. Mein Deutsch war in dieser Zeit nämlich auf den Stand meines Französischen abgerutscht ...

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