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Stellenanzeigen-Analyse: Das sind die wichtigsten Fremdsprachen im Job
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Ohne Englischkenntnisse haben Bewerber in vielen Jobs keine Chance, das zeigt eine Analyse von 15 Millionen Stellenanzeigen der letzten 24 Monate. Lesen Sie hier, welche Sprachen sonst noch gefragt sind.

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sascha2.0 04.08.2018, 04:35
30. Dänisch?

Dann müsste aber gesagt werden, wo in Deutschland Dänisch gefragt ist, wohl nur im hohen Norden. Die Aussagen sind sehr allgemein. Im Osten ist Polnisch hilfreich, im Süden Tschechisch und in Wien Ungarisch oder Slowenisch. Gesagt werden soll mit dem Artikel doch, dass Englisch als internationale Verkehrssprache überdurchschnittlich gefragt ist, lokale Sprachen kaum, und wenn, dann am besten auf Muttersprachenniveau. Der Prozentsatz an Dänischnachfrage wird in Wien gegen Null gehen.

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st_anja 04.08.2018, 09:32
31.

Bei Fachkräften ist Englisch Standard..auch bei technischer Ausrichtung.
Für mich ist es normal mit Kollegen irgendwo auf der Welt zu kommunizieren. Wie soll das sonst gehen und wie soll man sonst seine Aufgaben erfüllen und Anforderungen durchsetzen.

Ich hatte neulich ein Vorstellungsgespräch auf Englisch, weil sich auch Teilnehmer von Firmenseite aus englischsprachigen Ländern dazugeschalten haben.
Wir haben dann noch in Französisch geredet.

Fremdsprachen werden eben vorausgesetzt, auch wenn technische Kenntnisse im Vordergrund stehen.
Gut, wenn man diese auf mehreren Sprachen kommunizieren kann.

Inzwischen bin ich bei meiner vierten Fremdsprache und ich sehe mich nicht als Sprachbegabung.

Auch im Privatleben sind Fremdsprachen immer ein Türöffner :)

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io_gbg 04.08.2018, 14:54
32.

Zitat von st_anja
Inzwischen bin ich bei meiner vierten Fremdsprache und ich sehe mich nicht als Sprachbegabung. Auch im Privatleben sind Fremdsprachen immer ein Türöffner :)
Eine gewisse Anlage mag es sogar geben -- da mögen die Neurobiologen streiten.
Aber, ich gebe Ihnen recht, dass "Begabung" durchaus mit jeder neuen Fremdsprache wächst. Besser gesagt, Erfahrung wie man selbst am Besten mit dem Sprachenlernen vorankommt, wächst und -- bei miteinander verwandten Fremdsprachen -- helfen die Beziehungen der Sprachen untereinander enorm. Es hilft auch dabei, grundlegende Prinzipien der Lautverschiebungsgesetze zu lernen.

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getürkterDeutscher 05.08.2018, 13:51
33. Sprachen sind schon sehr wertvoll

Bei uns in der Firma ist es sehr von Vorteil, wenn man italienisch kann. Da unsere Maschinen italienischer Bauart sind, sind natürlich auch viele italienische Monteure im Haus zur Unterstützung. Die wichtigste Sprache bei uns ist und bleibt aber trotzdem noch: DEUTSCH. Minimum Englisch.

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klarafall 05.08.2018, 17:35
34. Englisch

Wann ist es eigentlich dem letzten in Deutschland klar, daß Englisch keine Fremdsprache im eigentlichen Sinn ist, sondern notwendiges Kommunikationsmittel wie Lesen und Schreiben? Aber gerade diejenigen, die nicht einmal rudimentäres Englisch beherrschen, sind immer die ersten die von Ausländern verlangen, daß sie Deutsch können sollen. Egal ob beim Thema Integration, oder an der Rezeption im Urlaubshotel. Nein, mit Ausländern spricht man erstmal Englisch. Das gebietet die Höflichkeit.

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Hamberliner 05.08.2018, 20:22
35. Re: Wird das nicht stark übertrieben?

Zitat von mol1969
Klar ist: in international agierenden Firmen benötigen diejenigen Mitarbeiter mit Auslandskontakt natürlich gute Englischkenntnisse. Aber wie viele Mitarbeiter sind das? Das betrifft aus meiner Sicht ein paar Führungskräfte, aber nur sehr wenige spezielle Sachbearbeiter. Und in der Produktion praktisch niemanden. Und wie viele Firmen sind wirklich international tätig? Nehmen wir Banken und Sparkassen. Natürlich gibt es Auslandsgeschäft, das wird von Spezialisten abgewickelt. Natürlich gibt es bei großen Häusern Auslandsgeschäft in der Firmenkundenbetreuung, auch das wird von ein paar wenigen Spezialisten abgewickelt.
Ich würde die Wirtschaft in zwei Branchengruppen gliedern. Gruppe 1: Exportwirtschaft. Englisch wird in allen Unternehmen gebraucht, die für den Export nicht nur produzieren, sondern auch entwickeln. Maschinenbau, Schiffbau, Luft- und Raumfahrttechnik, Elektrotechnik, Chemie, Medizintechnik, Biotechnologie, die wenigen international arbeitenden Baufirmen wie Hochtief, und vieles mehr. Diese erbringen durch Export unsere wirtschaftliche Prosperität, indem sie begehrter sind als die Konkurrenz im Ausland. Englischkenntnisse brauchen da nicht nur Führungskräfte, sondern diejenigen, die im engen Kundenkontakt für die internationalen Kunden die Arbeit machen, maßgeschneidert nach Kundenwunsch. also Projektleiter. Man produziert ja nicht in Großserie und sagt "nix verstehen, du kaufen oder Maul halten".
Gruppe 2: Nichtexportierende Wirtschaft. Banken, Ärzte/Gesundheitswesen, Rechtsanwälte, Handwerker, Steuerberater Security-Dienste, Energie-, Wasser- und Fernmeldeversorger, die meisten Baufirmen. Sie haben eher Inlandskunden, kommen notfalls ohne Englisch zurecht, erwirtschaften keine Exportüberschüsse und wären ohne die erstgenannten Branchen nicht in der Lage uns durch Wettbewerbsvorsprung gegenüber anderen Ländern mehr Wohlstand als in anderen Ländern zu verschaffen, auch dann nicht wenn sie viel bessere Qualität abliefern als in anderen Ländern.

Damit ist aber nicht bewiesen, dass in der Branchengruppe 2 English völlig überflüssig ist. Ein Dachdeckermeister, der über Fachkräftemangel jammert und gleichzeitig kein Englisch kann, seine Leute ebensowenig, während draußen arbeitsuchende rumänische und bulgarische Dackdecker, die Englisch können, Schlange stehen, darf sich fragen, ob er vielleicht etwas falsch gemacht hat.

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