Forum: Karriere
Straßenkoch in Bangkok: Ich koche Nudeln, weil es mich glücklich macht
Marcel Klovert

Als seine Frau ihn verließ, ertränkte er seinen Frust im Suff. Dann wurde Samuel Montassier Koch in Bangkog. Heute verkauft er Nudeln an einer stinkenden Straßenkreuzung. Das macht ihn nicht reich, aber glücklich - selbst im dicksten Smog.

Seite 4 von 9
Trixi 08.12.2014, 16:12
30. Posting 23 - Dschungelmann

Vielen Dank für den Hinweis auf Computer-Bernd auf Koh Samui.

Da gibt es ein Video von dem Herrn bei Youtube.

Keyords: Samuicomputer Service Koh Samui

Ich kann mir vorstellen, dass es viele solcher Menschen dort gibt.

Solange sie glücklich sind mit ihrem Leben: OK...

Für mich persönlich wäre das nichts, von Tag zu Tag rumzukrebsen und nicht zu wissen, was ich morgen essen soll, wie Computer-Bernd.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ratxi 08.12.2014, 16:38
31. Es ist gut...

Es ist gut, zu sich zu finden.
Mehr Geld zu verdienen, als
man braucht, ist hierbei kein Hindernis, jedoch nur, wenn es nebenbei passiert.
Rennt man Geld und Wohlstand hinterher, macht man sich zum Sklaven seiner selbst.
Unsere Ängste, mit denen wir uns in der westlichen Welt so leidenschaftlich herumschlagen,
basieren weitgehend auf alten Konditionierungen, die uns von klein auf anerzogen werden.
Mit dem Istzustand haben sie meist wenig zu tun.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
StefanV 08.12.2014, 17:15
32. Etwas verklärt...

...scheint mir der Blick, den der Artikel auf dieses Aussteigerleben wirft. sichert hat es einen gewissen romantischen Charme, so zu leben. Aber dann stellt sich doch die Frage, was passiert im Krankheitsfalle??? Oder wenn das Visum nicht verlängert wird.???
Sicher übertreiben wir es im Westen was das Thema Absicherung und Konsum angeht. Dabei muss man (vor allem jeder für sich selbst) wissen, was man im Leben anstrebt und zu welchem Preis.
Sicherlich lösen wir nicht unsere Probleme, wenn wir alle auswandern und von der Hand in den Mund leben.
Und ganz freiwillig scheint mit unser Protagonist nicht in diese "glückliche" Lage gekommen zu sein.
Es wäre interessant zu wissen, was er in einem Jahr, zwei oder fünf Jahren macht...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
alohas 08.12.2014, 17:19
33.

Zitat von Kleinunternehmer
Doch, denn die waren schon dort (Ostafrika) und haben mit den Einheimischen gelebt und vor allem mit ihnen gesprochen. Ich weiss, dass sich viele nicht vorstellen können, dass man auch ohne Geld glücklich und zufrieden sein - aber: es ist so. Wir sollten uns vielleicht einfach etwas von der Vollkaskomentalität lösen. Wir meinen nämlich, man könne so genau im Vorhinein planen - aber das Leben ist nicht wirklich planbar und auch nicht versicherbar. Vorsorge ist ok (wird dort unten auch gemacht - da ist es meist die Dorf-/Clangemeinschaft) - aber man sollte es nicht übertreiben. Natürlich haben die Menschen auch dort Probleme - aber die sind nicht größer als unsere hier auch. Vor allem aber haben die Menschen dort, was man auch mit noch so viel Geld nicht kaufen kann: Zeit Arm und glücklich zu sein ist kein Problem - aber für die Erkenntnis muss man sich mal aus seiner Komfortzone hinausbewegen :-)
Keine Sorge, auch ich habe einschlägige Dritte-Welt-Erfahrung und ja, es ist eine tolle Erfahrung, als Bürger eines reichen Landes mit sozialer Grundversorgung unter diesen herzlichen Menschen zu leben und sich dabei einzureden, dass die mindestens genauso glücklich sind wie wir, wenn nicht sogar glücklicher. Dass zivilisationsmüde Europäer, die bereits alles erlebt und gemacht haben, was sie sich nur wünschen können, zuweilen dieses Gefühl beschleicht, man könne auch ohne das ganze Brimborium super leben, ist nachvollziehbar, übertragt das aber bitte nicht auf Leute, die von Geburt an arm sind und keine soziale Sicherheit kennen!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
brandtner 08.12.2014, 17:21
34. Interessant

Netter Artikel. Hätte mich echt interessiert, was da mit den anderen Angestellten vorfiel ... "Der Franzose weiß, dass es manchmal besser ist zu schweigen." lässt eher grausiges vermuten. Hat offenbar dazu geführt, dass er keinen Job mehr in dieser Branche bekam. Je nach Geschmack kann man seinen Zustand jetzt von 'verkrachte Existenz' und 'wurstelt sich durch' bis zu 'lebt seinen Traum' beschreiben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
NewYork76 08.12.2014, 17:26
35. Volle Zustimmung

Zitat von markus_wienken
Nun, wenn man sich damit abfinden kann, dass man im Zweifelsfalle den Arzt/Krankenhaus/Operation nicht bezahlen kann und daher weitaus früher sterben kann als eigentlich "notwendig", ja dann mag das stimmen. Durch meine chinesische Frau habe ich einen Einblick auch in den ärmeren Teil Chinas gewonnen und bereits mehrmals mitbekommen, wie aus dem entfernten Bekanntenkreis jemand frühzeitig sterben musste, weil das Geld nicht reichte um eine lebensrettende OP/Arztbsuch rechtzeitig zu bezahlen. OK, wenn man das Leben so gewöhnt ist kann man auch ohne viel Geld glücklich werden...
Ich kann Ihnen nur in allen Ihren Kommentaren zustimmen.

Aus der Sicherheit von Allgemeiner Krankenversicherung, Arbeitslosengeld, Hatz IV etc. heraus lässt sich natürlich schoen romantisch vom Austeiger-Leben träumen. Nur die Realität ist nun mal kein exotischer 2-Wochen Urlaub.

Ich respektieren Samuel Montassier für den Lebensstil, den er führt, aber ich beneide ihn ganz sicher nicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
MartinS. 08.12.2014, 21:51
36. ...

Zitat von dschungelmann
da wird er wohl nun nachdem sein Bild veroeffentlicht wurde ,ausgekocht haben. Foodstands sind naemlich No go fuer Auslaender in Thailand. Zudem hat er sicher keine Arbeitsgenehmigung dafuer. Wie kann man nur so dumm sein sowas oeffentlich zu machen MIT Bild. Auch die Tolleranz der Thais hat Grenzen. Da koennte ja Jeder kommen und gerade den armen Tahis den Lebensunterhalt wegnehmen. Dumme Idee dieser Artikel.
zum Glück mangelts hier nie an gutgemeinten (???) Ratschlägen.... wenngleich mir ein wenig schleierhaft ist, ob sie tatsächlich der Meinung sind, dass der gute Mann ohne Bild in einem deutschen Magazin tatsächlich so richtig schön heimlich am Straßenrand steht...

Ob man ein Bild veröffentlicht, bleibt sich dann wohl auch egal, wenn man als offensichtlicher Ausländer an ner Straßenkreuzung steht und da auch noch ne Show draus macht.
Im Leben findet so jeder seine Nische. Wahrscheinlich ist nichts für die Ewigkeit und so lange, wie sowas sehenden Auges auch akzeptiert wird, so schnell kann sich das auch ändern.
Aber drei kurze Absätze bei SPON werden das wohl kaum beeinflussen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
free__tibet 08.12.2014, 23:35
37. Muss man Materialistisches besitzen, um glücklich zu sein ?

Sooft wie man hier in Deutschland den Artz besucht, wundere ich mich nicht dass die Pharmazie ständig neue Krankheiten erfindet. Ich habe persönlich seit 20 Jahren keine einzige Pille dank des von Medikamenten verseuchten Trinkwassers geschluckt.

Wünsche dem Franzosen viel Gesundheit, die er für sein erfülltes Leben braucht !

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bangkokian 09.12.2014, 00:20
38. Illegaler Einwanderer

Interessant, wie viel positiven Zuspruch dieser Mann bekommt! Ob ein illegal eingewanderter und arbeitender Schwarzer, Asiate oder Araber auch so viele positive Kommentare bekäme, wenn er illegal Nudeln in Frankfurt oder München verkaufen würde? In Thailand muss man mindestens 2.000.000 Baht (ca. 50.000 Euro) auf einem Festkonto hinterlegen, wenn man hier ein Business eröffnen will, ausserdem ist vielen Fällen ein thailändischer Teilhaber vorgeschrieben. Dann muss er als Ausländer mindestens fünf Thais einstellen, denen er den geseztlichen Mindeslohn von derzeit 300 Baht täglich zahlen muss und für sich selbst muss er ein Mindesteinkommen von 50.000 Baht monatlich nachweisen. Desweiteren müssen alle nicht über das BOI registrierte Arbeitnehmer und Geschäftsleute alle 90 Tage das Land verlassen (der sogenannte "Visa-Run"). Offensichtlich erfüllt er keine dieser Bedingungen und ist somit nach thailändischem Recht ein illegaler Einwanderer und Wirtschaftskrimineller. Er weiss schon, warum er nicht weiter darauf eingeht, wie er an seinen Gewerbeschein und die Arbeitserlaubnis gekommen ist! Und wenn er krank wird, dann darf der thailändische Staat für ihn aufkommen? Träum weiter! Unter dieser rechtsradikalen Militärjunta, die derzeit das Land regiert, dürfte sein Traum eh bald ausgeträumt sein. Ausserdem macht die Polizei seit Wochen in Bangkok systematisch jagd auf (überwiegend weisse) Ausländer, zwar hauptsächlich im Bereich Sukhumvit und Lumpini, aber gelegentlich auch in anderen, touristisch stark frequentierten Vierteln. Wahrscheinlich verkauft er bald keine Nudeln mehr in Chinatown sondern isst Reis in einem der Gefängnisse der Royal Thai Immigration Police.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
fatherted98 09.12.2014, 01:40
39. Frage?

Wie macht der gute Mann das mit dem Visum?
So leicht wie das hier dargestellt wird ist es leider nicht....es sei denn er ist illegal...sprich Visum abgelaufen...im Land....das Unternehmervisum wird er fuer den Nudelstand nicht verlaengert bekommen....die Thais sind da knallhart...
Solche Beitraege tragen zu der Annahme bei hier in Thailand gaebe es keine Buerokratie.....vor allem fuer den Farrang ist es schwer....vermute mal er ist illegal dort...darf sich halt nicht erwischen lassen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 4 von 9