Forum: Karriere
Streit am Arbeitsplatz: Mit diesen drei Sätzen gewinnen Sie jede Diskussion
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Im Job fliegen manchmal die Fetzen. Unterschiedliche Auffassungen, keiner will nachgeben. Und nun? Eine Anleitung zur Deeskalation.

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teichenstetter 29.12.2016, 07:35
1. No 2

Also Nummer 2 ist der normaler Arbeitswelt eine direkte Einladung nie wieder einen Standpunkt vertreten tu können oder ernst genommen zu werden. Das funktioniert vielleicht als Lehrer oder unter Autoren und Künstler.

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riedlinger 29.12.2016, 08:07
2. Absolut richtig!

Jochen Mai hat absolut recht. Ich saß mal in einem heftigen Streit mit einem Geschäftspartner zusammen mit unseren beiden Anwälten. Normalerweise betreiben die Anwälte dabei "Waffen-Zeigen". Mein Anwalt dagegen sprach den Gegner direkt an und führte Punkt für Punkt auf, warum der überzeugt war, jeden Rechtsstreit zu gewinnen. Ich fragte mich für einen Moment, ob mein Anwalt die Seite gewechselt hatte. Aber dem Gegner ging das Herz auf. Nachdem mein Anwalt Punkt für Punkt die Positionen des Gegners aufgebaut hatte, machte er sie wieder Punkt für Punkt kaputt. Absolut sachlich und fundiert. "Und ein Richter könnte das dann auch so sehen." Nach zwei Stunden erzielten wir eine Einigung und verhinderten einen Rechtsstreit, der sich mit immensem Streitwert jahrelang durch die Instanzen gezogen und unendlich böses Blut gestiftet und viel Geld gekostet hätte. Und wir trennten uns in guter Atmosphäre! Chapeau, Herr Mai!

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fatherted98 29.12.2016, 08:18
3. Bastmatte...

...auspacken und Gesprächsrunde beginnen. Gähn...diese Tipps gabs schon vor 30 Jahren...und damals waren sie so falsch wie heute.

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trackingerror 29.12.2016, 08:18
4.

Jochen Mai, du bist der Messias! Ich huldige dir, deiner Karrierebibel und deinen kongenialen Personalerjüngern! *Ironie off. Mal im Ernst: wer so etwas triviales wie den beruflichen Werdegang in einen religiösen Zusammenhang setzt ("Karrierebibel" mag zwar ein nettes Wortspiel sein, aber reduziert den Menschen zu einem ideologischen Instrument [ähnlich wie der Begriff "Human Resource"]), der kann einem irgendwie nur leid tun. Oder bezahlt die Industrie auch schön kräftig für diese Form der Volksverblödung?

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to78ha 29.12.2016, 09:34
5. Da ist was dran...

Die Rangehensweise ist sicher nicht neu. Man sollte das einfach mal als Tipp am Rande sehen. Wir leben heutzutage in einer wahren Streitkultur. Wir streiten tatsächlich viel zu oft nur um des Streitens Willen. Doof nur das man sich nachher eigentlich nie als Gewinner fühlt. Privat macht es Beziehungen und Freundschaften kaputt und beruflich jeden Tag zu einem Ärgernis. Was den beruflichen Alltag angeht ist es tatsächlich besser wenn man auf die Kollegen zugeht statt ständig seinen Dickschädel durchzusetzen. Im Kontra ist wirklich Kräftezehrend. Man muss ja künftig auch ziemlich lange im Berufsleben sein. ;-) Und was gibt es schöneres als Freunde zu haben. Und wenn Kollegen wie Freunde sind dann ist es doch im Job auch auszuhalten. Ich finde auch das es gut ist sich im Job zu siezten, das wahrt die nötige Distanz. Das allerschlimmste ist Eiszeit, die kann ziemlich schnell aufkommen wenn alle auf sturr schalten. Und Eis bringt bekanntlich den härtesten Stein, ja sogar Stahl zum Bersten.

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actros2 29.12.2016, 09:56
6.

Zitat von teichenstetter
Also Nummer 2 ist der normaler Arbeitswelt eine direkte Einladung nie wieder einen Standpunkt vertreten tu können oder ernst genommen zu werden. Das funktioniert vielleicht als Lehrer oder unter Autoren und Künstler.
Speziell wenn man viel mit Amerikanern zu tun hat, sollte man sich eine solche Sprachweise aneignen, dann hat man es viel leichter. Aber auch bei uns bringt einen das meistens weiter.
Das hat überhaupt nichts damit zu tun, einen Standpunkt zu vertreten, man gibt dadurch seine Argumentation ja nicht auf. Man zeigt lediglich, dass man die Sichtweise des anderen versteht. Zusätzlich hat das den Vorteil, dass man auch sich selbst und seine Sichtweise hinterfragt und offen ist für die Ideen anderer.

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Manaslu2015 29.12.2016, 09:56
7. Der Berater weiß wie es geht....

....er kann oder will es allerdings außerhalb seines geschützten Bereichs (Seminar, Coaching, Artikel) nicht anwenden. Für viele Berater gilt oft Folgendes:
Wer es kann, der macht es.
Wer es nicht kann, der lehrt es.

Auch diese Tipps hier hören sich gut an, wirken aber im Kontext in den meisten Fällen hölzern und angelernt. Oft passen sie bspw. nicht zur Sprache dessen, der sie anwendet.

Also besser das Geld für Berater sparen und selbst den gesunden Menschenverstand einschalten.

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landei23 29.12.2016, 10:25
8. Unfassbar,

dass ein solch platter Unsinn heute nich geschrieben, veröffentlicht und ernsthaft gelesen wird. "Wie Sie jede Diskussion..." - das ist schlicht unseriöser Quatsch und zeugt von mangelhaftem Verständnis des Autors. Es tut mir leid, ein solcher Artikel hat im Rahmen eines seriösen journalistischen Produkts nichts verloren. Das ist Bild-Niveau.

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ziehenimbein 29.12.2016, 10:38
9. Der Autor hat Recht,

als Erwachsener sollte man ein gewisses Maß an Reife an den Tag legen. Leider scheinen die Tips eher für die Seite die im Recht ist zu gelten. Vielleicht gibt's ja noch ein Buch für Querulanten und Wutbürger, das braucht dann auch kein halbwegs Erwachsener. Aber es würde bei SPON bestimmt beworben.

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