Forum: Karriere
Streit am Arbeitsplatz: Mit diesen drei Sätzen gewinnen Sie jede Diskussion
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Im Job fliegen manchmal die Fetzen. Unterschiedliche Auffassungen, keiner will nachgeben. Und nun? Eine Anleitung zur Deeskalation.

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upalatus 29.12.2016, 21:15
30.

Wenn Vorgesetzter sagt, der Schnee ist heute ab 14.56 Uhr schwarz, dann ist er heute ab 14.55.58 Uhr schwarz. Eine Diskussion wär (leiderfahrungsgemäß) so fruchtbar, als wolle man mit einem zippo die Nordsee anzünden wollen.

Verbaler Meinungsaustausch mit Ziel einer Einigung oder Klärung auf Gleichgestelltenebene: jener mit der größten Nähe zum Vorgesetzten oder der natural born Messerwetzer hat Recht., e finito. Schlauerletipps für ausgleichenden Unterhaltungsstyle sind dabei obsolet.

In Richtung Hierarchietufe unter einem selber ist easy. Hier hat man immer Recht. Da wär sogar ein gehauchtes "Ich versteh Dich/Euch, aber..." möglich.

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brian75 29.12.2016, 22:17
31. Schwierig

Ich halte diese Ratgeber bzw. diese Tips für schwierig. Es reicht nicht diese Sprüche auswendig zu lernen. Man muss es auch leben. Das Gegenüber merkt es wenn ich auswendig gelernte Phrasen aufsage. Hier bedarf es auch einer Empathie und innerer Haltung. Gerade in Berufsfeldern in welchen Emotionen und Empathie als Schwäche wahrgenommen werden (wo es um Geld und nicht um Menschen geht) kann so ein Vorgehen schnell "nach hinten losgehen". Der Gesprächspartner fühlt sich verar... Es bedarf viel Erfahrung und einer guten Ausbildung um mit seinem gegenüber systemisch zu arbeiten. Reaktionen des gegenüber können sehr unterschiedlich sein. Ich muss auch bereit sein zuzugeben, dass ich mein Gegenüber falsch eingeschätzt habe. Aber auch das wird mir dann in bestimmten beruflichen "Settings" als schwäche ausgelegt. Viele der Kommentare hier bestätigen dies.

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ace.of.spades 29.12.2016, 22:44
32. Ich kann dem Autoren des Artikels nur zustimmen!

Aus meinen eigenen Erfahrungen heraus bewährt sich diese Herangehensweise in gefühlten 80% der Fälle und führt für beide Seiten zu einem gewünschten Ergebnis.

Und für diejenigen Menschen, die das entweder nicht können oder das als Unsinn betrachten, gibt es dann die Mediatoren. Ein guter Mediator tut genau das, was im Artikel so gut dargelegt ist, ohne eine der Seiten zu bevorteilen. Ob es sich um einen Mietstreit handelt oder um Millionenverträge zwischen zwei Firmen - ein guter Mediator ist sein Geld wert und kann beiden Streit- oder Verhandlungsseiten letztlich Unsummen ersparen und meist sogar eine gute Atmosphäre wiederherstellen.

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juri. 30.12.2016, 07:37
33. Frei nach Pispers:

Berater sind wie Eunuchen: Sie wissen wie man's tut, aber...

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dhbean 30.12.2016, 09:19
34. GfK

Tipp: besser gleich richtig machen und einen Kurs in gewaltfreier Kommunikation belegen. Sehr zu empfehlen!
Drei Sätze reichen definitiv nicht, wenn sie auch in die richtige Richtung zeigen.

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trompetenmann 30.12.2016, 10:18
35. Immer schön, wenn die These des Autors

durch die Foristen bestätigt werden.
Selbstverständlich ist der Vorschlag nicht universell einsetzbar sondern situativ anzuwenden. Aber soweit scheint die hier versammelte Elite nicht denken zu können.
Das Vorgehen kann durchaus erfolgreich sein, um Diskutierende mitzunehmen (auch wenn die Standpunkte unterschiedlich sind), und so intrinsische Motivation wieder herzustellen. Letzteres scheint, wenn man vielen hier Glauben schenkt, aber kein Thema in vielen Unternehmen zu sein?

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DMenakker 30.12.2016, 12:34
36.

Sorrry, im Deutschunterricht würde es jetzt wieder heissen: Thema verfehlt.
Natürlich kann man mit den Regeln einer guten Gesprächsführung jedem Streit die Schärfe nehmen. Gar keine Frage und eine Binse, die nun wirklich nicht im Karrierespiegel gepostet werden muss. Ich erlaube mir, das bereits als 12-jähriger gewusst zu haben. "Du hast ja recht, aber du darfst dabei nicht vergessen .... ". Wie gesagt, eine Binsenweisheit.

Heue liegt die Problematik ganz woanders. Nehmen wir ein nettes Beispiel der letzten 48 Stunden. Die Italienische Großbank, welche da wohl verstaatlicht werden muss. Im Artikel kommt ein einziger Satz vor, dass 30 % aller Kredite notleidend seien und dass es sich um eine Große Regionalbank handelt. sonst nichts.

Als ich mich in die Diskussion einschalten wollte mit dem dezenten Hinweis, dass man doch als allererstes einmal eine fundierte sachliche Information über die Gründe und die Art der Schieflage schreiben sollte, bevor man sich über Verantwortlichkeiten und dann ganz zum Schluss über das notwendige Geld unterhält. Es ist halt schon ein gewaltiger Unterschied, ob eine Bank tasächliche Misswirtschaft getrieben hat, oder durch die Beschränkung aufs klassische Zinsgeschäft durch die unnatürliche 0,0 % Verzinsung einfach temporär keine Gewinne mehr erwirtschaften kann, bzw. die vertragliche Verzinsung für ausgebene kredite von den Schuldnern nicht mehr zu tragen ist. In diesem Fall würde nämlich Politikversagen auf die Banken umgelegt. und nicht umgekenrt.

Was finde ich jedoch vor? Nach einem langen Artikel, der ausschliesslich aus Polemik besteht eine Diskussion, die nach 4 Seiten - zu Recht - beendet wurde, da man über "Boni in die Tasche stopfen" und "EU Regeln missachtet" noch nicht mal ansatzweise hinausgekommen ist.

Und jetzt sind wir wieder beim Thema: Es wird nicht diskutiert. Es werden verbale Tweets durch die Gegend geschleudert, deren Hauptanspruch nicht darin besteht, zur Sache beizutragen, wenn auch nur durch nachfragen, sondern deren Hauptanspruch das haschen von Aufmerksamkeit ist. Früher hat jeder über BILD Schlagzeilen gelästert. Heute machen wir via SMS und Tweets doch nix anderes. Diskussionen - das war einmal. Leider!

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wandfarbe 30.12.2016, 16:17
37.

Hm, ich weiß, die Ratschläge sind mir zu devot. Warum soll ich mich unterordnen und einen Kollegen gegen meine Überzeugung Recht geben? Dann ist mein Standing sofort ruiniert. Und das bekommt man im Büro nur ganz schwer wieder zurück....

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frenchie3 31.12.2016, 09:04
38. Ist ja vom Prinzip her nicht falsch

aber dann braucht man auch ein Gegenüber das diskutieren/deeskalieren will. Nach meinen persönlichen Erfahrungen klappt das erst ab einem gewissen IQ, darunter geht es zu 90 Prozent garantiert in die Hose. Da ist man schnell Weichei, Laberbacke, Schleimer. Dann lieber anschnauzen und das A**loch sein.

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sarang he 31.12.2016, 15:30
39.

Eines ist sicher! Bei jedem etwas komplexeren Projekt stellen wurmig der Umsetzung dieser der "Merksätze" sicher, dass dieses in große Gefahr gerät Schiffbruch zu erleiden und am Ende nur mehr über Mediatoren oder gar Rechtsanwälte kommuniziert wird.
Wer einem "Macher" zuzustimmen obwohl man anderer Meinung ist, wird als genereller Freibrief aufgefasst und auf "Gefühle" einzugehen ...

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