Forum: Karriere
Studie: Frauen in Deutschland nach Elternzeit meist deutlich schlechter bezahlt
Getty Images

Kehren Frauen in Deutschland aus der Elternzeit zurück, verdienen sie schlechter als ihre kinderlosen Kolleginnen. Das belegt eine Studie der Hans-Böckler-Stiftung. Im Ausland läuft es mitunter deutlich besser.

Seite 1 von 5
großwolke 09.05.2019, 11:27
1. Das klingt wenig glaubwürdig

Geht es hier um Frauen, die nach der Elternzeit in denselben Job zurückkehren? In dasselbe ruhende Arbeitsverhältnis? Gut, wenn eine Frau drei Jahren am Stück wegbleibt, um direkt nacheinander zwei Kinder zu bekommen, so wie es der Anreizmechanismus des Elterngeldes nahelegt, kann der Teil mit den 10 Prozent hinkommen. Aber mehr als 6 % Lohnabstand nach nur einem Jahr? Sorry, das glaube ich schlicht nicht. Ich habe es noch nicht erlebt, dass irgendjemand sein Gehalt nach der Elternzeit hätte neu verhandeln müssen, d.h. diese Leute hätten dann schlimmstenfalls eine jährliche Tarif- bzw. Gehaltsrunde ausgelassen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Ragnar the Bold 09.05.2019, 11:39
2.

So wie es geschrieben ist, sieht es sehr böse aus. Aber reduzieren nicht auch viele Mütter ihre Arbeitszeit, wenn sie zurück in die Arbeit kehren?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
j.vantast 09.05.2019, 11:39
3. Nicht schon wieder

Über diese ganzen Studien kann ich wirklich nur noch lachen. Da werden elementare Komponenten einfach unterschlagen. Frauen verdienen angeblich viel weniger, werden nach der Elternzeit benachteiligt und würden auch noch mehr arbeiten als Männer. Sorry, wer soll das den alles noch glauben?
Am Arbeitsvertrag ändert sich doch nichts. Elternzeit hin oder her.
Und was hat das alles bitte mit Gleitzeit zu tun? Ob ich 40 Stunden/Woche nun fest von 9-17 Uhr arbeite oder Gleitzeit nutzen kann und damit die Arbeitszeit flexibler gestalten kann, es bleibt eine Wochenarbeitszeit von 40 Stunden. Das ändert doch nichts am Verdienst.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
migampe 09.05.2019, 11:40
4. Es steht jedem frei

den Job zu wechseln, wenn man nicht mit der Bezahlung einverstanden ist.
Ich habe nach meiner Elternzeit übrigens genau das bekommen, was ich vor der Elternzeit bekommen hatte. Bei Wiedereintritt in den alten Job erachte ich das für selbstverständlich und würde bei einer Differenz den Betriebsrat / die Gewerkschaft hinzu ziehen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Pela1961 09.05.2019, 11:43
5. Es ist schon faszinierend

Da hört man ständig seit Jahren aus Wirtschaftskreisen das Gejammer über die fehlenden Fachkräfte, über die fehlende Flexibilität, über die mangelnde Motivation. Und dann liest man ständig von Dumpinglöhnen, Umgehen des Mindestlohns, ungleiche Behandlung von Frau und Mann bei den Gehältern, überwiegend befristeten Arbeitsverhältnissen, untergraben der Tarifverträge und so weiter. Kann vielleicht mal einer der zahlreichen Politiker in Bonn, die doch laufend mit irgendwelchen Lobbyisten essen gehen, denen verklickern, dass man auch seine Arbeitnehmer vernünftig behandeln sollte und nicht nur tolle Reden schwingen? Dass es sinnvoll ist, wenn man die Leute fair und gut bezahlt, damit sie zufrieden und motiviert sind? Oder geht das in die Köpfe der "Entscheider" einfach nicht rein? Dann wiederum stellt sich mir die Frage, ob die eigentlich für ihre Rolle als Entscheider ausreichend qualifiziert sind.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Nordmensch87 09.05.2019, 11:47
6. Wo ist die Sensation?

Eigentlich sollte das Gehalt eines Arbeitnehmers mit der Erfahrung steigen. Darüberhinaus ist ein Inflationsausgleich ganz nett. Es ist es doch ganz logisch, dass jemand der einige Zeit nicht arbeitet weniger Erfahrung sammelt, als jemand der durcharbeitet. Das ist dann natürlich ein finanzieller Nachteil.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Redskin 09.05.2019, 11:53
7. Glaube ich nicht

Wenn alles normal läuft kommt die Frau wieder in ihren Job den sie hatte. Irgendwas ist an der Studie falsch gelaufen oder die Wissenschaftler waren noch nie in der Arbeitswelt. In meiner Firma gibt es so etwas nicht, da ist es gerade umgekehrt das Frauen überall gefördert werden. Aber sollte es so sein dann sollte die Frau keine Elternzeit nehmen und weiter arbeiten gehen wie manche andere das auch machen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
teherlon 09.05.2019, 12:01
8. Der Artikel impliziert..

eine echte Lohnreduktion - die dürfte es nicht geben, da die zurück kehrende Mutter immer noch einen bestehenden Arbeitsvertrag hat.
Vermutlich ist gemeint, dass die Mutter das _gleiche_ wie zuvor bekommt, während andere Kolleginnen - die in der Zeit gearbeitet und sich ggf. fortgebildet & qualifiziert haben - nun _mehr_ bekommen. Absolut bekommt die Mutter also das gleiche, in Relation nun weniger.
Oder man hat nicht herausgearbeitet, dass viele Mütter von Vollzeit auf Teilzeit gehen, was natürlich auch absolut eine Lohnreduktion darstellt.

Aber wenigstens insofern aufschlussreich als man sieht, dass es auch innerhalb der Damenwelt Lohnunterscheide gibt, jenseits eines Gender Pay Gap.. Wenn ein Mann sich ein Jahr Auszeit nimmt (Elternzeit oder Sabbatical) dürfte ihm das Gleiche widerfahren..

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hasemann 09.05.2019, 12:03
9. verstehe ich nicht.....

wie schon in vorherigen Beiträgen erwähnt: Was ändert sich denn an bestehenden Arbeitsverträgen??? Das Gehalt bleibt gleich! Geht man mit den Stunden runter, geht natürlich auch das Gehalt nach unten. Aber das wird ja hier wohl nicht gemeint sein. Ich habe nach beiden Kindern jeweils sogar das Glück gehabt mehr verdienen zu dürfen, allerdings habe ich auch jeweils die Stelle gewechselt. Man ist seines eigenen Glückes Schmied.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 5