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Studie: Frauen in Deutschland nach Elternzeit meist deutlich schlechter bezahlt
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Kehren Frauen in Deutschland aus der Elternzeit zurück, verdienen sie schlechter als ihre kinderlosen Kolleginnen. Das belegt eine Studie der Hans-Böckler-Stiftung. Im Ausland läuft es mitunter deutlich besser.

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zeisig 09.05.2019, 13:11
30. Im Ausland alles besser.

Ich habe inzwischen auch meine persönliche Einstellung zu den sogenannten Fake News. Und die Behauptung "Im Ausland läuft es mitunter deutlich besser", kategorisiere ich unter dieser Rubrik. Es ist doch nur logisch, daß eine Frau bei der Rückkehr an ihren Arbeitsplatz erstmal wiedereingegliedert werden muß. Da sind Einbußen beim Gehalt durchaus üblich und vertretbar.

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Spiegelleserin57 09.05.2019, 13:20
31. gut erkannt!

Zitat von teherlon
eine echte Lohnreduktion - die dürfte es nicht geben, da die zurück kehrende Mutter immer noch einen bestehenden Arbeitsvertrag hat. Vermutlich ist gemeint, dass die Mutter das _gleiche_ wie zuvor bekommt, während andere Kolleginnen - die in der Zeit gearbeitet und sich ggf. fortgebildet & qualifiziert haben - nun _mehr_ bekommen. Absolut bekommt die Mutter also das gleiche, in Relation nun weniger. Oder man hat nicht herausgearbeitet, dass viele Mütter von Vollzeit auf Teilzeit gehen, was natürlich auch absolut eine Lohnreduktion darstellt. Aber wenigstens insofern aufschlussreich als man sieht, dass es auch innerhalb der Damenwelt Lohnunterscheide gibt, jenseits eines Gender Pay Gap.. Wenn ein Mann sich ein Jahr Auszeit nimmt (Elternzeit oder Sabbatical) dürfte ihm das Gleiche widerfahren..
Frauen die die ganze Zeit gearbeitet haben verdienen natürlich mehr die sie die gesamte Entwicklung des Betriebes erfahren haben und sich auch fortgebildet haben. Nach einer Zeit von 3 Jahren wäre ich z.B. in meinem Job nicht mehr vermittelbar da die Entwicklung rasant voran schreitet.
Es steht auch jeder Frau frei schneller wieder einzusteigen und die Elternzeit zur Fortbildung zu nutzen. Dann kann sie auch bewiesen dass sie die Zeit sinnvoll im Interesse ihres Jobs genutzt hat.
Es liegt immer an einer Arbeitnehmerin / oder -nehmer selbst was er aus seiner Elternzeit macht. Viele Akademikerinnen nutzen diese Zeit um sich zu habilitieren und oder Papers zu schreiben.
Nur Zuhause bleiben bringt natürlich keine Vorteile , für beide Seiten.
Elternzeit ist eben keine Auszeit!

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Zoppotrump2 09.05.2019, 13:27
32. Interessant wäre hier ...

Interessant wäre hier wie es bei Männern nach einer entsprechend langen Elternzeit aussieht. Um das Ergebnis der Studie einsortieren zu können fehlt diese Information (zumindest hier im Artikel). Warum fehlt sie? Wenn die Nachteile durch eine gleich lange Elternzeit bei Männern geringer sind als bei Frauen, wäre dies ein Hinweis auf eine grundsätzliche Benachteiligung von Frauen. Geschlechtergerechtigkeit kann also kein Fokus der Studie gewesen sein. Wenn aber das nicht das Thema war, warum untersucht man dann nicht, ob Eltern (männlich wie weiblich) Nachteile durch Elternzeit haben? Welche gesellschaftspolitischen Schlüsse sollen denn bitte unter diesen Umständen aus dem Ergebnis solch einer Studie gezogen werden?

Übrigens: Nahezu 100% aller Faultiere würden bei einer Gabe von Arsen nachhaltig geschädigt. Wir sollten handeln.

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isabel.wagerli 09.05.2019, 14:28
33. Ist doch auch logisch ...

ihnen fehlt ja auch die Berufserfahrung - eben jene Zeit der Elternzeit. Mit Berufserfahrung steigt auch das Gehalt. ggfs werden in der Zeit auch Kolleginnen befördert.

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Cheshire Cat 09.05.2019, 15:08
34. Sorry, ich versteh die Frage nicht.

Sag bloß! Wenn man aussetzt, ob jetzt im Job, oder im 100-m-Lauf, fällt man natürlich zurück. Je nach Geschäftsjahresgestaltung verpasst frau dann eben eine oder sogar mehrere Gehaltsanpassungsrunden. Und wenn sie nach der Rückkehr auf Teilzeit geht, verdient sie natürlich weniger als in Vollzeit. Um ehrlich zu sein, fände ich es extrem unfair, wenn eine Kollegin, die einfach netto einige Jahre weniger gearbeitet hat (also auch weniger Arbeitserfahrung hat), dasselbe Gehalt bekommen würde wie ich. Where's the problem? Das Problem ist weniger, dass Frauen nach Kinderpause weniger verdienen als ihre kinderlosen Kolleginnen, sondern eher, dass es fast immer die Frauen sind, die die Auszeit nehmen.

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legrandduc 09.05.2019, 15:21
35. Sorry, aber...

...der Artikel liest sich so, dass die Annahme naheliegt, dass die Studie nicht richtig verstanden wurde. Was schon andere angemerkt haben ist z.B., dass Gleitzeit ja nichts an der Wochenarbeitszeit ändert. Ich vermute, das Teilzeit gemeint ist. Das erklärt dann allerdings die Gehaltseinbußen.

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smsderfflinger 09.05.2019, 16:35
36.

Zitat von Gaudino
An alle die, die meinen die Ergebnisse ohne besseres Wissen anzweifeln zu müssen. Im Artikel steht nicht, dass Frauen nach der Elternzeit absolut weniger verdienen, sondern weniger als ihre Kolleginnen ohne Kinder. Das hat dann gar nichts mit dem Arbeitsvertrag zu tun. Also, bitte erst mal lesen, dann alle Vorurteile beiseite legen, nachdenken und dann kommentieren. Letzteres kann man dann gerne auch sein lassen.
Sie meinen, dass man es also besser so wie Sie machen sollte und das Ergebnis der Studie einfach unreflektiert als wahr hinnehmen?
Dazu müssten schon die z.T. abenteuerlichen Lohnunterschiede begründet werden. Im Tariflohnbereich ist das schlicht nicht möglich.
Sie geben sich einfach mit unbelegten Behauptungen zufrieden, empfehlen Mitforisten das gleiche zu tun und nicht zu posten. Das ist eine Frechheit.
Diese ganze Studie ist, so wie sie hier zusammengefasst ist schlicht für die Tonne, eine der vielen, bei denen das Ergebnis vorher feststeht.
D

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hippocratesss 09.05.2019, 18:57
37. Ist doch logisch

die Frauen haben ja auch ausgesetzt! Wenn ich nicht arbeiten gehe, kann ich nicht aufsteigen bzw. die Gehaltstabelle hochklettern.
Das ganze hat zwei einfache Ursachen:
1. Deutschland ist konservativ. Frauen kriegen Kinder und bleiben meist gerne zuhause, danach geht's nur in Teilzeit weiter.
2. Die Kinderbetreuung ist ne Katastrophe, wie soll jemand in Top Jobs mit langen Tagen oder in Schichtarbeit mit Kindern arbeiten gehen?!

Deswegen habe ich, w, fast 34, promoviert, noch (?) kein Kind!

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kika2012 09.05.2019, 19:57
38. hippocratesss

Stimme voll zu. Deshalb habe ich mein Kind mit 38 im Ausland bekommen, arbeite jetzt immer noch im Ausland, waehrend wir in D wohnen.

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Stäffelesrutscher 09.05.2019, 21:28
39.

»Eine vorherige Studie der Böckler-Stiftung hatte darauf aufmerksam gemacht, dass die Bezahlung von Frauen in Deutschland maßgeblich auch vom Arbeitsort abhängt. Demnach verdienen Frauen in Baden-Württemberg im Schnitt 22,7 Prozent weniger als Männer, in Bayern sind es 21,9 Prozent. Dagegen beträgt der Unterschied in Brandenburg nur 14,9 Prozent und in Sachsen-Anhalt 15,5 Prozent.«

Dieser Quark ist doch schon lange als abgestanden entlarvt. Richtig ist vielmehr, dass die Bezahlung von Männern UND Frauen vom Arbeitsort abhängt: wenn zwei (in Sindelfingen und in Lübbenau) das Gleiche tun, dann ist die Bezahlung noch lange nicht dieselbe. Osttarife liegen geschätzte 20 Prozent unter den Westtarifen, manche noch krasser. Falls überhaupt Tarife existieren ...
Alles politisch gewollt, schließlich mussten die Ossis dafür bestraft werden, dass sie versucht haben, ohne Krupp und Allianz auszukommen.

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