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Studie: Gleichberechtigung in Deutschland stagniert
Corbis

Gerecht geht anders: Das Weltwirtschaftsforum bescheinigt Deutschland kaum noch Fortschritte in Sachen Gleichberechtigung. Besonders in der Politik und in der Wirtschaft hakt es.

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thefoolonthehill 18.12.2018, 00:22
1. Sehr schade

Aber deckt sich mit meinem Gefühl. Zu viele Leute halten den Prozess der Gleichstellung schon für abgeschlossen oder glauben gar, dass es in der Summe schon in die umgekehrte Richtung überschlagen würde. Das Problem sehe ich insbesondere in Deutschland darin, dass man nur versucht, an den Symptomen rumzudoktorn, anstatt an den einzigen Schrauben zu drehen, die etwas verändern können: Erziehung und Bildung. Verbietet sexistische Webung im Kinderfernsehen. So lange da läuft, was da jetzt läuft, wird es keine Gleichberechtigung geben. Hinterfragt Geschlechterrollen im Schulunterricht und gebt sie der Lächerlichkeit preis.

Eine Frage, die die Studie bei mir aufwirft ist, was mit Lebenserwartung gemeint ist. Die liegt eigentlich überall bei den Frauen höher als bei den Männern. Wie wird da was woran gemessen?

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Ein_denkender_Querulant 18.12.2018, 00:38
2. Ein Dank an die AfD

Was steht im Programm? " Das klassische Familienmodell soll gefördert werden", aha, Frauen also wieder an den Herd, dazu das ewige Rumgehacke auf sinnvollen Optionen zur Gleichstellung, die stumpf als "Gendermainstream" abgelehnt wird.

Frauen, Homosexuelle, Behinderte und Randgruppen sollten verdammt Acht geben, wie es sich weiter entwickelt, und die Rote Karte für unsere Neurechten Mitbürger immer griffbereit haben. Wir stellen die Mehrheit, warum also nicht weiter für unsere Rechte kämpfen?

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stefan.martens.75 18.12.2018, 01:55
3. Gleichberechtigung?

Oder Bevorzugung bis zur Gleichheit?
Was die Politik zum Beispiel anbelangt entspricht die Frauenquote nahezu exakt dem politischen Engagements der Frauen.
Wenn nur 30% der Parteimitglieder Frauen sind, was soll daran Gleichberechtigung sein das 50% der Spitzenposten mit Ihnen besetzt werden?
Oder gibt es irgendwelche Hemmnisse für Frauen sich ein Parteibuch zu besorgen?

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Fuxx81 18.12.2018, 02:14
4. Übersetzungsfehler?

Zitat von
Die Gleichberechtigung in Deutschland kommt kaum voran: Der Frauenanteil in den Parlamenten hat abgenommen, zudem haben Frauen weiter deutlich schlechtere Bildungschancen als Männer.
Das ist zwar bedauerlich, hat aber nichts mit der rechtlichen Situation zu tun. Es gibt kein Gesetz, dass es Frauen verbietet, sich in die Parlamente wählen zu lassen. Generell hat wohl entweder der Autor des Artikels, oder die Quelle nicht verstanden, was das Wort "Gleichberechtigung" bedeutet und gebraucht es dementsprechend falsch. Wenn es vom englischen (Gender-)Equality übersetzt wurde, wäre "Gleichheit" das passendere Wort. Eventuell auch Chancen-Gleichheit, wobei darunter auch jeder etwas anderes versteht.

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nach-mir-die-springflut 18.12.2018, 03:51
5.

Vielleicht sollten sich mal die Frauen hier äußern und ihre Erfahrungen und Wünsche mitteilen? Es hat ja jeder nur seine limitierte Perspektive auf die Welt und seinen beschränkten Erfahrungsbereich.

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ciconia_nigra 18.12.2018, 03:55
6.

Gleichberechtigung hakt? Welche Rechte haben Männer denn, die Frauen nicht haben?
Ach, Sie meinten vielleicht Gleichstellung, nicht die Gleichheit der Chancen, sondern die Gleichheit des Ergebnisses.
Gleichstellung zwischen Mann und Frau zu verlangen, ist etwa so, als würden Weiße verlangen, bei den Olympischen Spielen ebenso viele Medaillen in den Laufdisziplinen zu bekommen wie Schwarze.

Man muß schon Feministin sein, um es für gerecht zu halten, bei einem Frauenanteil von 30% in der SPD die Hälfte der Führungspositionen mit Frauen zu besetzen.

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michbo 18.12.2018, 04:43
7. Zwangsbeglückung?

Geht es um gleiche Rechte (wie das Wort Gleichberechtigung nahe legt) oder geht es um Gleichmacherei (wie der Vergleich von „Posten“ nahelegt). Vor wenigen Tagen wurde hier von einer Untersuchung berichtet, dass der weit überwiegende Teil der in Teilzeit beschäftigen Frauen seine Arbeitszeit nicht aufstocken möchte, wohl wissend, dass das zu einer finanziellen Abhängigkeit vom Partner führt. Der Autor der Studie fand dieses Ergebnis erschreckend, was mich wiederum erschreckt - hält der Autor diese Frauen doch offenbar für unmündig. Bei der hier behandelten Untersuchung führt die Entscheidung, in Teilzeit zu arbeiten indes dazu, dass Deutschland ein Defizit bei der Gleichberechtigung attestiert wird. Vielleicht mangelt es aber gar nicht an der Berechtigung, sondern an dem Wunsch, von bestehenden Rechten Gebrauch zu machen?

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liberalerfr 18.12.2018, 04:57
8. Partizipationsbericht ungleich Gleichstellungsbericht

Der Report gibt keine Auskunft zum Thema Gleichberechtigung und wo Fragen und Männer rechtlich benachteiligt werden. Das ist mehr als Schade und es entsteht der Eindruck dass Gleichberechtigung kein Problem mehr ist.

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5b- 18.12.2018, 05:30
9. Falsches Wort

Es geht angeblich um Gleichberechtigung von Mann und Frau. So wie ich es sehe sind deren Rechte schon gleich. Worum es eigentlich geht ist die Gleichstellung beider Geschlechter.
Das Problem damit ist, dass sie sich nicht verordnen lässt. Die Stellung eines Menschen ist unter anderem geprägt von Kultur und Wirtschaft/Vermögen. Man könnte in einem Atemzug mit der Gleichstellung von Mann und Frau auch die der Armen und Reichen nennen. Angeblich sollte sich ein Sozialstaat um beides kümmern.
Ein wichtiger Aspekt ist dabei, dass der Staat als Subjekt eben keinen direkten Einfluss auf das Objekt, die Frauen (oder die Armen), hat. Man kann nicht anordnen, dass es mehr weibliche Abgeordnete (oder mehr Studierte aus bescheidenen Verhältnissen) gibt ohne das Rechtegleichgewicht, zum Beispiel durch Quoten, aus der Balance zu bringen, wobei das als Gegenmaßnahme durchaus legitim sein mag.
Weibliche Kandidaten als Abgeordnete müssen natürlich hervorkommen. Der Staat kann das nur durch langfristige Programme erreichen. Wenn man weibliche Abgeordnete durch Quoten fördert, wird man leider die Stellung aller mindern. Man wird nur erreichen, dass es mehr werden. Die werden aber mit dem Stigma, nur der Quote wegen in der Position zu sein, behaftet werden.
Das es keine gute kurzfristige Lösung gibt ist schwierig für die aktuelle Politik, da man für einige Jahre, sagen wir an dir fünfzehn, wenig vorweisen kann. Es wird dauern biss wir einen Wandel sehen. Das was heute getan wird, wirkt am stärksten auf die Kinder von heute. Was aus denen wird, kann man aber nicht sagen. Wir können nicht erwarten das Problem von heute auf morgen zu lösen. Geduld ist leider keine Tugend mehr.
Wenn man wirklich unsere Kultur verändern will, gibt es nur langfristige Lösungen die damit anfangen, wie unsere Kinder aufwachsen.

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