Forum: Karriere
Studie: Hochbegabt? Sagen Sie das auf der Arbeit lieber nicht
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Wer einen IQ von 130 und mehr hat, gilt als hochbegabt. Im Job eigentlich eine tolle Sache. Doch eine Studie zeigt: Hochbegabte kämpfen gegen das Vorurteil, sozial inkompetent zu sein.

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awoth 19.04.2016, 05:35
60. Wenn das alles wirklich so ist

und es wirklich normalverteilt ist, dann gibt es zu jedem "Hochbegabten" auch einen total Bekloppten.

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antonnymos 19.04.2016, 06:03
61. Begabung im Job

ist irrelevant - da zählt nicht das Potential sondern die tatsächlich geleistete Arbeit (ich nehme Manager mal raus - da zählt scheinbar nur der Schlips).

Außerdem ist es wie immer im Leben: einer hat immer noch mehr drauf - es versteht sich also von selbst, dass sich das jonglieren mit überflüssigen Zahlenwerten ziemlich schnell in ein Eigentor verwandeln kann (Was Sie haben nur 130? Können Sie bei solchen Werten überhaupt mit höherer Mathematik umgehen?)

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antonnymos 19.04.2016, 06:09
62. kleines Schmankerl

Schön auch das Bild zum Artikel - jetzt mal Blick von der Dame (natürlich ist es eine Frau - oder haben Sie gedacht ein Mann bekäme jemals mehr als IQ 85 wenn es das Patriarchat nicht gäbe?) und auf die "Formel" geblickt.

Einsteins berühmte Formel war wohl nicht "beeindruckend" genug (kleiner Tipp fürs nächste mal: nehmt die Maxwell-Gleichungen die sehen besser aus) und hat eine schöne Wurzel hingeschmiert - nur das jetzt die Formel wohl plötzlich nicht mehr gilt, wenn sich da nichts bewegt(?) ...

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gis 19.04.2016, 06:23
63. Bei Merkel mag vielleicht hochintelligent sein,

Zitat von syracusa
Es würde mich sehr wundern, wenn auch nur einer von denen über 110 bis 120 läge. Merkel vielleicht ausgenommen. Der mW einzige Politiker, dessen IQ (von knapp 100) jemals bekannt wurde, ist G.W. Bush, der einer der lausigsten US-Präsidenten aller Zeiten war und sich selbst zur Marionette von Rumsfeld (der vermutlich genau so intelligent wie verbrecherisch war) machen ließ.
aber deshalb hat sie trotzdem in letzter Zeit viele kurzsichtige, schlechte Entscheidungen getroffen. Sie hat auch die Stimmung im Rest der EU komplett falsch eingeschätzt. Meiner Meinung nach ist Intelligenz für den Erfolg im Beruf bei weitem nicht so wichtig, wie viele denken.

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pelayo1 19.04.2016, 07:30
64.

Umgekehrt wird ein Schuh daraus; wenn Kinder sich in der Schule schlecht benehmen, schließen die Eltern daraus, sie wären hochbegabt.

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feurig 19.04.2016, 07:38
65.

Nur weil man einen hohen IQ-Wert hat, muss man nicht besonders effektiv arbeiten und "pünktlich nach Hause gehen"; es gibt viele andere Faktoren wie Aufmerksamkeit, Motivation etc. Auch wird die Unterscheidung zwischen unterschiedlichen Arten von Intelligenz ignoriert. Nicht zu erwähnen, dass bei monotoner Arbeit, eine hohe Intelligenz sogar ein Nachteil ist.

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großwolke 19.04.2016, 07:47
66.

Zitat von jj2005
Etwa 2% der Bevölkerung haben einen IQ über 130, das ist statistisch so definiert. Also fast zwei Millionen sozial desorientierte und auffällige Bundesbürger, die schon mal zum Bäcker gehen und sagen "Ein Brötchen für umme bitte, ich bin nämlich hochbegabt". Man kann getrost davon ausgehen, dass alle Doktoranden einen IQ über 130 haben. Mit weniger als 140 bekommt man kaum eine Führungsposition. Hier im Forum sind vermutlich rund die Hälfte Genies - und ja, sozial auffälliges Verhalten kommt hier schon ziemlich oft vor ;-) Der Verein MinD hat übrigens so um die 2,000 Mitglieder. MaW: Rund ein Promille der Genies ist hinreichend gestört, der Vereinsmeierei zu frönen.
Die Annahme über Doktoranden ist unhaltbar. In vielen Bereichen der Wissenschaft zeugt es schon fast von Dummheit, überhaupt promovieren zu wollen, in anderen ist es dagegen Standard und somit kein Zeichen für außergewöhnliche Fähigkeiten. Meine persönliche Erfahrung: unter promovierten Chemikern gibt es ca. 10 % geistige Totalausfälle, und auch wenn das mit der Repräsentativität persönlicher Erfahrungen immer ein bisschen kritisch ist, würde ich doch sagen, dass ich über die Zeit genug von denen kennengelernt habe für so eine Aussage. Genauso ist das mit der Intelligenz als Bedingung für Führungspositionen Unsinn. Intelligenz ist ein Tool. Man braucht sie nicht für alles, und in vielen Bereichen kann man mit anderen Fähigkeiten kompensieren, was einem an Blitzmerkerei fehlt. Zum Thema an sich: ich hatte schon den einen oder anderen Kollegen, der/die wirklich extrem was auf dem Kasten hatte. Ich wäre trotzdem vorsichtig damit, irgendeinem von denen das Label "hochbegabt" zu verpassen. Die waren nämlich auch ausnahmslos ziemlich zielstrebig und fleißig. Was für mich bedeutet: Intelligenz, oder "Hochbegabung", alleine macht noch keine gute Fachkraft. Dazu braucht es noch ein bisschen mehr.

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ansgard 19.04.2016, 08:03
67. re

Ich kenne einige Hochbegabte, die erheblich darunter leiden, wenn sie in "normalen" Teams arbeiten sollen. Heute wird ja beinahe alles ständig in einem Team besprochen und gemeinsam gelöst - das ist für Hochbegabte die pure Folter, weil sie ständig mit angezogener Handbremse fahren müssen. Das halten viele auf Dauer nicht aus und - interessanterweise - fallen viele davon dann nicht durch höhere Leistung sondern durch Quasi-Leistungsverweigerung auf: Man schaltet innerlich ab, damit man das irgendwie durchsteht.

Wenn jemand von sich sagt er sei hochbegabt ist das kein soziales Unvermögen sondern manchmal schlicht die Wahrheit. Nur Nicht-Hochbegabte empfinden das als gefühllos oder sozial unangemessen, wenn es ausgesprochen wird. Dabei ist es doch unterm Strich für alle sinnvoller: Setzt die Hochbegabten dort ein, wo sie ihre Stärken auch richtig ausleben können. Idealerweise in gleichartigen Teams oder Alleine: Die meisten Hochbegabten haben keine Angst vor Verantwortung oder vor harter Arbeit, sie sehnen sich sogar danach, weil sie das häufig über Jahre hinweg nie erlebt haben.

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fiftysomething 19.04.2016, 08:12
68. Hochbegabung

ist eine Bedrohung für den Durchschnitt.
Ich kann in Menschen lesen wie in einem Buch. Das ist für alle Beteiligten anstrengend. Wer lässt sich schon gerne in seiner ganzen Einfachheit erkennen, bar all der Masken, die jeder sich aus Marketinggründen zulegt? Ich bin alleine in meiner Welt, das glättet sich ein wenig, wenn ich unter Gleichgesinnten bin, ansonsten halte ich mich zurück, beobachte, studiere meine Umwelt und lass es gut sein. Hochbegabung lehrt mich Demut.

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rskarin 19.04.2016, 08:19
69. Mit herkömmlichen IQ-Tests kann man Hochbegabung

kaum nachweisen. Daß "Volks-IQ-Tests" wie z.B. der von Günther Jauchs Sendung vor einigen Jahren, der bei fast 50% der Teilnehmer IQ-Werte größer 130 ermittelt haben, völlig untauglich sind, das brauche ich wohl nicht näher zu erwähnen. Die wollen eben nur der Klientel schmeicheln. Aber selbst professionellere IQ-Tests haben oft gewaltige Schwachstellen. Urheber dieser Tests sind nämlich auch nur begrenzt intelligente Menschen und keine Superhirne. Ein gutes Beispiel sind die Zahlenreihen-Tests, die häufig in IQ-Tests vorkommen. Die werden nämlich von mittelmäßig intelligenten Menschen häufig am besten gelöst. Hochbegabte haben mit diesen Tests Schwierigkeiten, weil sie viel komplexer denken können und zur Lösung dieser Tests vielschichtigere Lösungsansätze durchdenken. Um die korrekte Fortsetzung einer Zahlenreihe mathematisch sauber herzuleiten wäre nämlich eine weit aufwändigere Analyse erforderlich, als die wenigen Minuten, die für solche Tests zur Verfügung stehen. Wer hier Lösungen schnell findet, der beweist möglicherweise damit nur eine gewisse Schlichtheit im Denken.

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