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Studie: Jobcenter benachteiligen Menschen mit ausländisch klingendem Namen
DPA

"Welche Unterlagen brauche ich für meinen Hartz-IV-Antrag?" Was Jobcenter darauf antworten, unterscheidet sich stark - je nachdem, wer fragt.

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zeisig 08.09.2017, 18:12
20. Das muß man verstehen.

Die Leute vom Jobcenter freuen sich eben, wenn sie zwischendurch mal wieder einen deutschstämmigen Mitbürger beraten dürfen. Da ist es doch nur verständlich, daß da die Beratung möglicherweise hie und da ein kleines bischen freundlicher oder ausführlicher ausfällt.

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Malshandir 08.09.2017, 18:13
21. Ein Wandel

Also ich als Student vor 20 Jahren Wohngeld beantragen wollte, war es genau andersherum, man verweigerte mir Auskünfte und sogar das Antragsformular mit den Worten, ob ich mich nicht als Deutscher schämen würde.

nun wird dieses Defizit gegenüber Deutschen ausgeglichen, insoweit zwar nicht nicht richtig, aber über die Jahrzehnte gesehen ausgleichend.

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aspro86 08.09.2017, 18:16
22.

Zitat von forky
Ich lache mich schlapp. Das American Journal of Political Science veröffentlicht eine Studie der Columbia University zum Thema Diskriminierung in deutschen Jobcentern. Nur mal so daziwschen gefragt: Sind die im eigenen Land schon durch? Oder lag es an den beiden deutschen Autoren der Studie? Dass sie aufgrund ihres deutsch klingenden Namen keine Auskunft bei den US-Behörden bekamen? Oder weil sie zu schlecht Englisch konnten? Fragen über Fragen.
Ja, "Fragen über Fragen". Leider keine relevanten Fragen zum Inhalt der Studie. Denn der offensichtlich eindeutig genug, dass keine Fragen offen bleiben.

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JNMilan 08.09.2017, 18:22
23.

Die Erfahrung habe ich auch mit anderen Behörden gemacht

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Actionscript 08.09.2017, 18:23
24. Wissenschaftler versuchen, in Zeitschriften zu publizieren,

Zitat von MattKirby
womit sich Soziologen so die Zeit vertreiben und dann auch noch Wissenschaft drüberschreiben. Warum publizieren sie ihre bahnbrechenden Erkenntnisse in einem US-Journal?
die einen hohen Impact Faktor haben, das heisst, dass Artikel aus diesen Zeitschriften oft zitiert werden. Die Qualität und Bedeutung dieser Artikel ist höher als in Zeitschriften mit geringerem Impact Faktor. Der Impact Faktor von AJPS ist 4,15, was relativ hoch ist. Zeitschriften geringerer Qualität haben einen Impact Faktor um die 1 oder weniger. Der Artikel ist also auch, was die Methodik angeht, von guter Qualität.

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marcowiese76 08.09.2017, 18:28
25. So schnitten westdeutsche Behörden schlechter ab als ostdeutsche

Das kann man den Mitarbeitern in den westdeutschen Behörden aber nicht zum Vorwurf machen! In den westdeutschen Behörden leiden viele noch Heute an der schlecht aufgearbeiteten Vergangenheit der letzten Diktatur! Hier wurden viele Nazis unter dubiosen Umständen im "HauRuck" Verfahren entnazifiziert, da sie in den westdeutschen Amtstuben dringend wieder gebraucht wurden! Somit kann man den inobjektiven Umgang der Angestellten mit ihrer Klientel nicht an den Mitarbeitern fest machen. Die Angleichung an das Niveau im Osten wird vermutlich noch Jahre, wenn nicht Jahrzehnte in Anspruch nehmen!

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MattKirby 08.09.2017, 18:43
26. @haiti#13

Gleichheitsgrundsatz? Warum nicht gleich die Würde des Menschen. Wenn das so ist, muss ich künftig mein gesprochenes und geschriebenes Wort anpassen und dem Lagerarbeiter mit gebrochenem Deutsch genauso hochgestochene, mit Fachtermini gespickte Antworten geben, wie dem Geschäftsführer. Es gilt ja der Gleichheitsgrundsatz.
Es ist vollkommen normal und bei Behörden sogar gewünscht, dass bei der Beantwortung von Anfragen eine dem Gegenüber angepasste Sprache verwendet wird. Daraus jetzt Diskriminierung zu machen, greift etwas hoch entspricht aber häufig dem Tenor derartiger Untersuchungen.

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frenchie3 08.09.2017, 18:52
27. Das muß mir einer erklären

Die Fragen zum Thema dürften zu 99 Prozent inhaltlich Standardfragen sein, darauf kann man auch mit Textbausteinen antworten. Wenn hier also pro Anfrage individuell geantwortet werden liegt noch was ganz anderes im Argen bei den Arbeitsämtern. Im schlimmsten Fall wird die Frage nicht richtig verstanden und daneben beantwortet. Das allerdings könnte der Fragestellung genauso wie der Intelligenz des Antwortenden geschuldet sein

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hanfiey 08.09.2017, 18:58
28.

Zitat von londonpaule
"Die E-Mails variierten auch bei Beruf, Geschlecht und ***hinsichtlich des Schreibstils***. " Falls die emails auslaendisch klingender Namen in gebrochenem deutsch formuliert gewesen sein sollten (wie es der Satz zumindest suggeriert) braucht man sich nicht zu wundern dass ein Mitarbeiter weniger Aufwand investiert da die Erfolgsaussichten ggf deutlich geringer sind. Zulaessige Aussagen lassen sich nur machen wenn alle anderen Faktoren konstant gehalten werden und v.a. die Stichprobengroesse hinreichend ist!
Das hat ein Jobcenter aber nicht zu interessieren ob jemand Deutsch gut oder mangelhaft spricht, die Beratung hat einwandfrei zu sein sonst wird das ja nie was mit der Integration.

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haiti 08.09.2017, 19:07
29. An MattKirby

Angepasste verständliche Sprache ja. Aber Menschen sollten in diesen Funktionen fähig sein, mit einfachen Worten sachlich richtig antworten. Auch der Vorarbeiter und Abteilungsleiter. Hier ging es nicht um Wortwahl sondern um zurückgehaltene Informationen. Das ist eine Pflichtverletzung. Da werden Menschen als Menschen 2. Klasse behandelt. Faschismus lässt grüßen.

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