Forum: Karriere
Studie: Jobcenter benachteiligen Menschen mit ausländisch klingendem Namen
DPA

"Welche Unterlagen brauche ich für meinen Hartz-IV-Antrag?" Was Jobcenter darauf antworten, unterscheidet sich stark - je nachdem, wer fragt.

Seite 6 von 6
spmc-12355639674612 09.09.2017, 10:47
50. Ausländer? Deutsche!

Zitat von bwk
Richtig wäre es Ausländern überhaupt keine derartigen Sozialleistungen anzubieten, es sei denn, sie haben eine bestimmte Zeit, Jahre nicht Wochen, in die deutschen Sozialsysteme eingezahlt. Das bremst den Sog nach Deutschland "einzuwandern" und wäre gerecht gegenüber denen, die hier jahrzehntelang für einen Appel und Ei geschuftet haben.
Wir reden hier nicht nur über Ausländer, sondern auch über Deutsche mit ausländischen Wurzeln. Wir reden auch über Bürger aus EU-Ländern, die in anderen EU-Ländern prinzipiell die gleichen Rechte haben wie Inländer. Bevor Sie also solche Pauschalforderungen stellen, sollten Sie etwas länger nachdenken.
Im übrigen sollten wir darüber nachdenken, warum Menschen hier "jahrzehntelang für einen Appel und Ei " schuften müssen und nicht ordentlich für ihre Arbeit bezahlt werden. DAS ist das Problem. Ich persönlich wünschte mir, dass überhaupt keine Sozialleistungen bezahlt werden müssten. Wenn aber jemand in Not gerät, sollten wir ihm auch helfen, egal ob Deutscher oder nicht, denn das ist Teil unserer christlich-abendländisch-humanistischen Leitkultur.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
lsdeep2000@aol.com 09.09.2017, 11:07
51. @ 35. Und welche Konsequenzen zieht man daraus?

"Ich fürchte, es wird mal wieder keine Konsequenzen für die Jobcenter-Mitarbeiter geben, die sich solchermassen verhalten. Noch schlimmer, ich fürchte, diesen werden von ihren jeweiligen Vorgesetzten in ihrem Treiben ermuntert. Es gibt ein Fachwort hierfür: Institutionalisierter Rassismus."
dem ersten satz stimme ich bedingt zu, wo kein klaeger - da kein schuldiger. heisst wenn sie glauben verhalte aus dem artikel treffen auf sie zu, dann muessen sie schon mal aktiv werden und druck machen (vorgesetzter, anwalt, klage, akteneinsicht, etc.). fuer den zweiten satz, ich wuerde das nicht generell als "humbug" abtun, aber loesungen wie zuvor helfen auch da. zu ihrem fazit, das halte ich im grossen rahmen eher fuer humbug. werde es im einzelfall aber nicht ausschliessen. in deutschland hat sich leider eine kultur festgesetzt die alles was nicht ins eigene (gruenbuntmultikulturellbiovegetarische) weltbild passt gleich einmal rassismus, faschismus oder, im besten fall, neoliberales dummgeschwaetz ist. es gibt tatsaechlich den 'institutionellen rassismus' als begriff dafuer (auch evtl, den 'strukturellen rassismus' alternativ dazu)... eines gibt es aber nur in ihrer welt, das ist "Es gibt ein Fachwort hierfür: Institutionalisierter Rassismus". nur weil jemand evtl einmal anderer meinung ist, nicht 100% gleichwertig auf alle fragen antwortet, ja evtl, auch mal voll daneben haut ist das noch keine instanz von nazismus, rassismus, faschismus oder diverser anderer ++++ismusse. es ist die neue (billige und primitive) art andere meinungen oder ansichten 'abzubuegeln' weil der eigene intellekt nicht ausreicht ein thema erfolgreich zu diskutieren. gleiches gilt fuer die verallgemeinerung von fallbeispielen da eine differenzierte diskussion des themas den eigenen intellektuellen horizont ueberlasten wuerde.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
isar56 09.09.2017, 15:37
52.

Zitat von lsdeep2000@aol.com
"Das trifft auf unsere Behörde ganz und gar nicht zu. Sowohl Jobcenter, als auch Ausländer- und Jugendamt stellen Dolmetscher zur yverfügung und erklären geduldig, dass der Betrag im Hartz IV-Bescheid nicht nur dem Vater allein zur Verfügung steht, sondern in Deutschland für die Familie errechnet wurde. Lediglich der Forderung nach männlichen Sachbearbeitern können wir bei einem Frauenüberschuss nicht nachkommen." schoen fuer ihre behoerde - kann man evtl mal als beispiel bei der weiterbildung in anderen staedten und bundeslaendern vorfuehren. ich habe in deutschland beides erlebt damals, sehr engagierte sachbearbeiter und auch jene die glaubten es interessiert nicht - man ist verbeamtet und damit eh aus dem schneider. bei einigen aemtern war es fast unmoeglich formulare in deutscher sprache zu bekommen, bei anderen sass eine schar von dolmetschern herum um zu helfen. ein einheitlicher auftritt gegenueber dem kunden existierte da nicht. was in schoeneberg negativ beschieden wurde war nach kurzer ummeldeaktion im wedding ein positiver bescheid. alles ohne auslaendische namen, und sprachgezwurbel. fuer nicht vorhandene maennliche sachbearbeiter muss sich keine behoerde entschuldigen. wem das nicht passt.... der kann ja auch wieder gehen. fuer inkompetenz, desinteresse am eigenen job (burnout?), sche!ssegal einstellung etc. gibt es leider keine entschuldigung. das der beamtenstatus in deutschland diese beguenstigt she ich als erwiesen an. aerger hatte ich immer nur mit dieser gattung von bearbeitern, mit angestellten (oder auch den zeitarbeitern als sachbearbeiter) habe ich das nie erlebt.
Ich widerspreche Ihnen nicht, als nicht verbeamteter Mitarbeiter. Ihre Schilderung trifft durchaus zu. Aber woher wissen Sie wer von den Sachbearbeitern verbeamtet ist und wer nicht? ( dieser Zweiklassen-Status gehört in Behörden abgeschafft, ebenso bei Lehrern).

Beitrag melden Antworten / Zitieren
murksdoc 09.09.2017, 21:20
53. Signifikanz

KEIN EINZIGES (in Zahlen: 0) der beobachteten Ergebnisse bzw. der Unterschiede zwischen den Gruppen war laut Originalarbeit "statistisch signifikant". Übersetzt heisst das: es war reiner Zufall, ob eine Antwort gut oder schlecht war und wer sie erhielt, ob Deutscher, Türke oder Rumäne, Mann oder Frau. Bei einer Wiederholung des Versuchs könnte alles genau anders herum sein (oder auch nicht), eben so, wie in einer echten Lotterie. Anders herum gesagt: es gab keinerlei Unterschiede in der Qualität der erhaltenen Antworten. Alle waren gleich gut (oder gleich schlecht). Über diese Ergebnisse dann zu diskutieren oder igendwelche Diskriminierungen zu unterstellen ist so unwissenschaftlich, als habe man die Empfänger der einzelnen Mails durch Streichhölzchen ziehen festgelegt und diskutiere jetzt, warum die, die die (subjektiv) schlechteren EMails erhalten haben, "diskriminiert" werden. Das tut dem Untersucher natürlich weh, einen solchen Aufwand getrieben zu haben und nicht das erwünschte sensationelle Ergebnis zu erhalten. Aber so ist eben das Leben. Die anschliessende Diskussion der "tendenziellen" (aber eben nicht signifikanten) Ergebnisse disqualifiziert nicht die Jobcenter, sondern die Wissenschaftler und nur die sind es, die sich über irgendetwas Gedanken machen müssten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
lachina 09.09.2017, 22:25
54.

Zitat von alex2k
auch einer der Gründe, weshalb ich im Jahr 2003 meinen Namen geändert habe. Maximale Integration ;)
"Maximale Integration" klingt aber auch nicht sehr deutsch......

Beitrag melden Antworten / Zitieren
goldstein79 10.09.2017, 01:30
55. Das ist absoluter Schwachsinn...

die Mitarbeuter der Jobcenter werden zur Sadissten erzogen bzw. ausgebildet - in einigen Bundesländern sind viele MA des Jobcenters mit aussländischen Wurzeln - auch die sind Sadissten, die freude daran haben bedürftige menschen zu quälen...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
sirgentlemen 10.09.2017, 11:18
56. Leider

Leider werden wir bei der Jobsuche (extern wie intern) benachteiligt. Bei den Behörden werden wir benachteiligt weil ich türkischstämmig bin. Leben bereits in dritter Generation hier und sind sehr gut ausgebildet (Masterabschluss). Doch wenn ein deutscher mit sogar schlechterer Qualifikation sich auf die gleiche Stelle bewirbt, kriegt er die Stelle (selber erfahren).

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 6 von 6