Forum: Karriere
Studie: Paare empfinden Kinder als Karrierebremse
imago/Westend61

Kinder haben und gleichzeitig Karriere machen? Eine Studie zeigt, dass deutschen Paaren beides parallel schwer fällt. Grund dafür sind vor allem wenig flexible Arbeitszeiten und mangelnde Kinderbetreuung.

Seite 3 von 7
sammilch 22.05.2019, 10:22
20.

Zitat von spon-41d-frm9
man kann halt im Leben nicht alles haben im Leben. Warum muss man Kinder haben und einen Karriereanspruch obendrein? Ja, Kinder sind zum Modeartikel geworden. Sie gehören zum Haus, zum SUV, zur Loui Vitton Tasche, zum Karibikurlaub und zum iphone x dazu, das ist der neue gesellschaftliche Anspruch Klar das ist teuer und muss finanziert werden. Ein bekannter sagt immer "einen Tot muss man immer sterben"
"Warum muss man Kinder haben und einen Karriereanspruch obendrein? "

Vielleicht mal zur Definiton der Karriere: die besteht bei der Mehrheit der Arbeitnehmer aus dem Umstand nicht gekündigt zu werden und sich schwerer verzichtbar im U. zu machen. DAS ist die realistische Karriere, wie sie die Mehrheit erlebt.

Kinder gehören zu einem normalen Lebenslauf einfach dazu. Auch wenn sie aus "egoistischen" Gründen (nein, keiner kriegt Kinder wegen der Rente) geboren werden.
Wer keine Kinder kriegt lebt idR bewusst mit diesem atypischen Zustand. Aber er ist atypisch. Alles andere ist Illusion.

Von daher hat die Gesellschaft (wir alle!) dafür zu sorgen, dass die Rahmenbedingungen für "Karriere mit Kind" passen.
Ein Kind gehört zum Leben wie die eigene Pubertät. Nicht wie die von Ihnen benannten Dinge.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
FocusTurnier 22.05.2019, 10:25
21. Stereotype

Zitat von joe_ann
Und ja, die alten weißen Männer da oben müssten mal gegen was Innovatives eingetauscht werden.
So lange SIE selbst noch so stereotypisch denken und Menschen aufgrund ihres Alters, ihrer Hautfarbe und vor allem wegen ihres Geschlechtes pauschal Fehlverhalten vorwerfen, ist die Gesellschaft noch weit entfernt davon, eine vorurteilsfreie Gesellschaft zu sein.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Georg-W. Moeller 22.05.2019, 10:35
22. Führungskräfte in Teilzeit mit flexiblen Arbeitszeiten

Die Befragung und die sich anschließenden Kommentare zeigen eindrücklich, wie starr unsere Arbeitswelt nach wie vor denkt und handelt. Richtig ist, dass nur ganz wenige Ausnahmen der Betriebe in Deutschland intensiv an ihren bestehenden Arbeitszeitmodellen etwas ändern wollen, obwohl sie es dringend müssten. Hintergrund der starren Haltung ist in vielen Fällen mangelndes Vertrauen in neue Modelle. Warum sollen nicht z.B. zwei talentierte Kolleginnen mit Führungsambitionen sich eine Stelle teilen und selbstständig ihre Arbeitszeit mit Blick auf die Bedürfnisse des Betriebes und ihrer selbst regeln? Warum müssen außertarifliche Bosse auf Grund ihrer Position und Tradition 60 Stunden und mehr pro Woche arbeiten? Antwort: sie meinen, "ohne sie ginge es nicht". Welchen Grund gibt es, nach wie vor Kinderbetreuung in Betrieben nicht klar zu regeln und zu arrangieren. Meinetwegen mit Nachbarfirmen gemeinsam. Wäre es denkbar, wenn ein kleineres Unternehmen, dass sich keine eigene Kinderbetreuung wirtschaftlich leisten kann, mit der Kommune Kontakt aufnimmt, um durch finanzielle Unterstützung am Ort ein komfortableres Kindergarten-,Schulbetreuungsprogramm zu unterstützen? Noch haben wir Facharbeitermangel. Noch ein paar Jahre: dann gehen die 50er geburtenstarken Jahrgänge alle in Rente, und die Generation "nach dem Pillenknick" kann die dann freiwerdenden Leitungsstellen nicht mehr ausreichend besetzen, weil all die gut ausgebildeten Frauen der Republik ihre Verantwortung für die Familie -die sie nun mal vorrangig wahrnehmen - nicht mit einem verantwortungsvollen Job kombinieren können. Handeln ist gefragt: jetzt!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
touri 22.05.2019, 10:36
23.

Zitat von andreamaassen
Das Problem ist im Endeffekt doch, dass wir doch die Erziehung unserer Kinder nicht komplett Erziehern überlassen wollen/(dürfen?!). Ich habe drei Söhne im Alter von 11 bis 16 Jahren - eigentlich recht groß, und doch brauchen sie auch vor 17 Uhr Mama oder Papa. Für eine schulische Betreuung sind zumindest die beiden großen zu groß, den ganzen Nachmittag alleine zuhause rumhängen macht schulische Leistungen definitiv nicht besser. Als ich jetzt zwei Wochen krank war, sagte sogar der 16-jährige, "Mama, das ist so toll, wenn jemand zuhause ist, wenn ich komme." Das Problem ist, das die komplette Erziehungslast in den Kleinfamilien hängen bleibt - diese Belastung ist von einem Paar kaum zu tragen. Viele Trennungen sind m.E. auf diese Belastung zurück zu führen. Wir sollten uns langsam ein gesamtgesellschaftliches Konzept entwerfen, dass die Individualisierung zugunsten einer freiwilligen Sozialgesellschaft verschiebt. Im Prinzip ist die "freiwillige Großfamilie" die Antwort. Aber für so eine Veränderung braucht es MUT!
Ich sehe schon das Problem. Warum hängen 11 bis 16 Jahre alte Kinder Nachmittags alleine rum? Haben die keine Freunde, mit denen sie was unternehmen können? Bei mir und meinem Bruder haben auch beide Eltern Vollzeit gearbeitet. In der Regel sind wir von der Schule gekommen, haben Hausaufgaben gemacht und dann mit Freunden was unternommen. Mama und Papa wurden dafür nicht wirklich benötigt, die hatte man ja auch am Wochenende.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
dasfred 22.05.2019, 10:42
24. Keiner schafft sich einen Hund an,

nur um Morgens mit ihm einmal um den Block zu gehen und Abends eine Stunde mit ihm zu spielen. Wer sich einen Hund zulegen will, muss sich vorher überlegen, welche Einschränkungen das mit sich bringt. Ein Paar, beide Vollzeit berufstätig, sollte sich im Vorfeld im klaren sein, dass ein Kind die nächsten zwei Jahrzehnte verändert. Es muss seine Prioritäten neu setzen, immer aus der Perspektive des Kindes. Es gibt nun mal Dinge im Leben, die nicht hundert Prozent miteinander vereinbar sind. Leider sieht man zu oft die Einstellung, es wird schon irgendwie gehen, ohne sichere Planung.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
!!!Fovea!!! 22.05.2019, 11:14
25.

Zitat von sammilch
"Warum muss man Kinder haben und einen Karriereanspruch obendrein? " Vielleicht mal zur Definiton der Karriere: die besteht bei der Mehrheit der Arbeitnehmer aus dem Umstand nicht gekündigt zu werden und sich schwerer verzichtbar im U. zu machen. DAS ist die realistische Karriere, wie sie die Mehrheit erlebt. Kinder gehören zu einem normalen Lebenslauf einfach dazu. Auch wenn sie aus "egoistischen" Gründen (nein, keiner kriegt Kinder wegen der Rente) geboren werden. Wer keine Kinder kriegt lebt idR bewusst mit diesem atypischen Zustand. Aber er ist atypisch. Alles andere ist Illusion. Von daher hat die Gesellschaft (wir alle!) dafür zu sorgen, dass die Rahmenbedingungen für "Karriere mit Kind" passen. Ein Kind gehört zum Leben wie die eigene Pubertät. Nicht wie die von Ihnen benannten Dinge.
Völliger Blödsinn!

Ich frage mich tatsächlich, warum die Gesellschaft für den Egoismus der Eltern aufkommen soll?!

Kitas, Kindergarten u.v.m., nur damit die Eltern ihren persönlichen Bedürfnissen fröhnen können, seltsam.

Das ist atypisch! Und kommen Sie mir nicht mit dem Spruch, die Kinder zahlen Rente.

Diese Milchmädchenrechnung geht nicht auf, da der Steuerzahler bereits das Kindergeld finanziert und desweiteren ist nicht jede geborene Kind in der Zukunft ein steuerzahlender Bürger.

Was machen Sie denn, wenn die Kinder aufgrund von Impfangst der Eltern die Masern bekommt und Pflegefall wird.

Was machen Sie denn, wenn das Kind nichts lernst und nur auf der Strasse herumlungert und Penner ist?

Ihr Beitrag ist einfach nur arrogant und substanzlos.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Celegorm 22.05.2019, 11:45
26.

Zitat von sammilch
Von daher hat die Gesellschaft (wir alle!) dafür zu sorgen, dass die Rahmenbedingungen für "Karriere mit Kind" passen. Ein Kind gehört zum Leben wie die eigene Pubertät. Nicht wie die von Ihnen benannten Dinge.
Die Analogie hinkt auch, da es bei der Pubertät eigentlich keinen Entscheidungsspielraum gibt, hinsichtlich Kindern hingegen schon. Diese sind letztlich das Ergebnis eines vorsätzlichen Prozesses und können dadurch eben auch problemlos vermieden werden. Kinder deswegen mit Luxusgütern gleichzusetzen, mag natürlich zynisch sein, allerdings trifft das in der heutigen Gesellschaft durchaus immer mehr zu.

Da reicht ein Vergleich des heutigen Umgangs mit Kindern mit dem Normalzustand während der Menschheitsgeschichte, damit klar wird, dass sich Elternschaft immer mehr von einer biologischen Banalität entfernt. Ansonsten hätte man ja auch heute noch jedes Jahr ein Kind und würde sich nicht gross grämen, wenn die Hälfte davon nach einem Jahr schon wieder tot wäre.

Insofern stellt sich schon die Frage, inwieweit ein Kind überhaupt noch zum Leben gehört. Oder gehören soll. Angesichts der damit zusammenhängenden Probleme - Überbevölkerung, Ressourcenübernutzung, Klimawandel, etc. - steht die Gesellschaft durchaus in der Pflicht, das nüchtern zu diskutieren und nicht einfach den Kopf in den Sand zu stecken.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Peda Goge 22.05.2019, 11:49
27. Karriereeltern

Wie wäre es denn mal mit einer steilen Karriere als erfolgreiche/r Mutter/Vater?
Die Idee der beruflichen Karriere hat in Deutschland eine hohe gesellschaftliche Akzeptanz. Dabei wurde und wird sie von Industrie, Wirtschaft und Handel nur propagiert um aus möglichst vielen hochmotivierten, karrieregeilen Bewerbern aussuchen zu können. Damit fördert man Skrupellosigkeit, Ellenbogenmentalität, Egos und Eitelkeiten. Deutschland braucht mehr Kinder, nicht mehr Karrieristen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Hirschkuh 48 22.05.2019, 12:27
28. Sehe das anders,

wer Kinder will ist ein Egoist. ICH/WIR will/wollen ein Kind - und alle anderen sollen den Rahmen dafür schaffen.
Früher gab es die Wahl nicht, da wurden Kinder wirklich nebenher aufgezogen und ein Verdienst hat gereicht. Heute sind alle Kinder Prinzen und Prinzessinnen - dafür braucht man Zeit und Ressourcen. Wie soll es gehen, bei den hohen Ansprüchen? Immer noch gültig: einer verdient das Geld und einer nimmt sich die Zeit.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
sammilch 22.05.2019, 15:05
29.

Zitat von !!!Fovea!!!
Völliger Blödsinn! Ich frage mich tatsächlich, warum die Gesellschaft für den Egoismus der Eltern aufkommen soll?! Kitas, Kindergarten u.v.m., nur damit die Eltern ihren persönlichen Bedürfnissen fröhnen können, seltsam. Das ist atypisch! Und kommen Sie mir nicht mit dem Spruch, die Kinder zahlen Rente. Diese Milchmädchenrechnung geht nicht auf, da der Steuerzahler bereits das Kindergeld finanziert und desweiteren ist nicht jede geborene Kind in der Zukunft ein steuerzahlender Bürger. Was machen Sie denn, wenn die Kinder aufgrund von Impfangst der Eltern die Masern bekommt und Pflegefall wird. Was machen Sie denn, wenn das Kind nichts lernst und nur auf der Strasse herumlungert und Penner ist? Ihr Beitrag ist einfach nur arrogant und substanzlos.
Hätten Sie meinen Beitrag nicht nur überflogen, sondern gelesen und verstanden, dann hätten Sie jetzt nicht mit dem Füßchen aufstampfen müssen.

"Was machen Sie denn, wenn das Kind nichts lernst und nur auf der Strasse herumlungert und Penner ist?"
Jetzt hinterfragen Sie sich doch nochmal selber, wer arrogant und substanzlos ist.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 3 von 7