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Studie: Welche Familien haben mehr als zwei Kinder?
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Schlechte Bildung, viele Kinder - lange wurden solche Zusammenhänge hergestellt, das hat zu Stigmatisierungen geführt. Inzwischen wird Kinderreichtum mehr und mehr ein Mittelschichtenphänomen.

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marthaimschnee 27.06.2019, 06:08
1. Ursachen?

Ich kann mir nicht helfen, aber es werden doch kaum Ursachen genannt, lediglich die religiösen Gründe gehen als Ursache durch! Nichtmal die Tatsache, daß Frauen mit zunehmender Berufstätigkeit weniger Kinder haben, ist eine wirkliche, denn dder Grund liegt hier darin begründet, daß immer mehr Frauen in Arbeit gebracht werden (politisch motiviert). Ebenso daß es auf dem Land mehr Kinderreiche gibt, als in der Stadt ist lediglich eine Beobachtung, aber keine Ursache. Wer mal versucht hat, eine bezahlbare Wohnung in der Stadt für Eltern + 3 Kinder zu finden, der erkennt den Grund dafür. Und ein ähnlicher liegt dann auch zugrunde, daß sich Kinderreichtum in die "Mittelschicht" verschiebt. Das sind nämlich die, bei denen mehr Kinder nicht zu wirklich mehr ökonomischer Belastung führen. In der HartzIV-Bevölkerung wird das Kindergeld dagegen voll als Familieneinkommen bewertet und existiert damit effektiv nicht. Damit wird jedes Kind, das noch dazu einen witzlos niedrig gerechneten Grundbedarf erhält, zu einer extremen wirtschaftlichen Belastung. Das sind Ursachen!

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dasfred 27.06.2019, 07:31
2. Zwischen Wollnys und von der Leyen

Alles ist möglich. Allerdings finde ich die Einteilung nach Bildungsabschluss sehr merkwürdig. In den frühen Jahrgängen war es nicht vorgesehen, dass Mütter noch berufstätig sind. Auch Frauen, die durchaus intelligent und begabt waren, haben daher nur einfache Abschlüsse, sind aber aufgrund ihrer Lebenserfahrung mit den Frauen späterer Jahrgänge durchaus gleichzusetzen. Was wirklich von Interesse ist, ist, inwieweit Kinder aus Grossfamilien sich von Einzelkindern in Bezug auf Fürsorge und Förderung unterscheiden. Sind die Unterschiede zwischen arm und reich bei Grossfamilien vergleichbar mit Kleinfamilien? Diese Studie sagt mal wieder alles und nichts aus. Jeder kann sich nach seinem Gusto draus bedienen und seine Schlüsse ziehen.

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Cailean 27.06.2019, 08:10
3. Der Durchschnitt ist entscheidend...

Jedem Menschen steht es frei, zu entscheiden, wie viele Kinder er sich wünscht.Ich hoffe, jeder Mensch der Kinder hat, weiß dieses Glück zu schätzen und nimmt die Erfüllung des Kinderwunsches nicht für selbstverständlich an. Soweit zu den individuellen Aspekten. In größeren Maßstäben betrachtet ist eine MAXIMALE durchschnittliche Kinderzahl von 2 in meinen Augen das einzig sinnvolle Ziel. Solange wir über die Verhältnisse leben, die dieser Planet mit seinen endlichen Ressourcen bietet, wäre ein weiterer Anstieg der Erdbevölkerung wahrlich keine gute Idee.

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kezia_BT 27.06.2019, 08:55
4. Wieso Förderung ?

Sind wir doch goldfroh, daß es weniger kinderreiche Familien gibt! Diese Republik ist ohnehin eines der am dichtesten besiedelten Länder der Erde. Wenn ich das Sagen hätte, gäbe es für das erste und zweite Kind mehr Förderung, inklusive eines Müttergehalts, das Fremdbetreuung der Kleinsten überflüssig macht - aber ab dem dritten Kind gibt es nichts mehr, und ab dem vierten muß Strafe bezahlt werden!

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paddas 27.06.2019, 08:57
5. 10 Jahres Spanne!

Es wird immer wieder in diesen Studien vergessen, dass wir eine 10 Jahres Spanne haben:
Die Kinder der Geburtenstarken Jahrgänge 1985-1990 bekommen erst jetzt mit 30 Jahre Kinder, und nicht wie ihre Eltern mit 20 Jahren!

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merle-nassereith 27.06.2019, 09:20
6. Verantwortung

Auch wenn ich hier Prügel beziehen könnte........ Bei der Bevölkerungsdichte dieses Planeten und den Problemen, welche überall sichtbar sind, vom Klimawandel über den Hunger in der Welt, Kriege ohne Ende, bis hin zu Politikern wie über dem Teich sichtbar, ja, mehr als zwei Kinder je Familie sind nicht nur asozial sonder auch verantwortungslos. Wo führt das Denken, immer mehr Kinder, immer mehr Wirtschaftswachstum denn letztlich hin. Darüber habe ich meine eigene Meinung. Jeder sollte sich einmal Gedanken darüber machen, wo das enden wird. Aber anderen Spezies vorschreiben wie viele dieser Planet verkraften kann bzw. wie viele denn angemessen sind und Leben dürfen. Wer sind wir eigentlich? Könnten wir mit unserem Denken durch das Weltall reisen, wir wären mit unserer gelebten Einstellung zum Leben und zu den Schätzen unseres Planeten die Pest der Galaxis.

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Miroire 27.06.2019, 09:25
7. Ist kinderreich etwa positiv?

Wieso muss sich an der gesellschaftlichen Akzeptanz kinderreicher Familien etwas ändern? Sollte es nicht endlich mal umgekehrt sein? Wir gehen auf die 8 Milliarden zu, aber Schuld sind immer nur die anderen Länder? Wir leben nun mal alle auf demselben Planeten und davon abgesehen ist Deutschland ja sowieso schon extrem überfüllt. Ich bin wirklich nicht für so etwas Abartiges wie eine gesetzlich vorgeschriebene Obergrenze, wie bei der Ein-Kind-Politik in China, das ginge definitiv zu weit. Wer unbedingt ein Kind oder gar mehr als eins kriegen will, soll dies natürlich dürfen. Genauso wie wir auch fliegen, Auto fahren und Elektrogeräte benutzen dürfen, wenn es uns wichtig erscheint. Aber wieso kann man nicht versuchen, den Menschen eine geringere Geburtenquote schmackhaft zu machen, ganz so wie man uns bereits Geborene dazu anhält, weniger CO2 zu erzeugen und weniger Energie/Ressourcen zu verschwenden? Wir wissen es doch alle: Die Umweltbelastung durch die Menschen ist eine Summe der Belastungen durch jeden einzelnen. Noch mehr Menschen = noch mehr Belastung, selbst wenn sich jeder immer mehr einschränkt. Und die Umwelt ist ja nur die eine Sache, jede Menge anderer Probleme hängen ebenfalls mit der Überbevölkerung zusammen. Es wird wohl auch immer mehr Menschen bewusst, zum Glück, aber die Mehrheit scheint sich immer noch nicht an das Thema ran zu wagen. Zumindest nicht im eigenen Land....

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mephistofeles12 27.06.2019, 10:11
8. Erfreulich.

Deutet sich hier eine Einstellungsänderung an? Scheint so, als seien wenigstens hier im Forum die in der Mehrzahl, die im Bevölkerungswachstum nicht nur einen Segen sehen. Angesichts gewaltiger globaler Probleme (Ressourcenkonflikte, Klimaveränderung, Massentierhaltung, Verschmutzung von Luft und Land ...) sind unsere lokalen Herausforderungen (Wer zahlt unsere Rente..) auch bei sinkender Population sicher lösbarer.

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taglöhner 27.06.2019, 10:48
9. Ökologie

Zitat von mephistofeles12
Deutet sich hier eine Einstellungsänderung an? Scheint so, als seien wenigstens hier im Forum die in der Mehrzahl, die im Bevölkerungswachstum nicht nur einen Segen sehen. Angesichts gewaltiger globaler Probleme (Ressourcenkonflikte, Klimaveränderung, Massentierhaltung, Verschmutzung von Luft und Land ...) sind unsere lokalen Herausforderungen (Wer zahlt unsere Rente..) auch bei sinkender Population sicher lösbarer.
Wir können uns zwar prima selbst versorgen und zwar nachhaltig und haben keinen Grund zu schrumpfen (und damit den Lebensstandard der Alten zu senken).
Wir wirken aber an direkt und indirekt an Bedingungen mit, die in anderen Ländern die "Überproduktion" an Menschen ankurbelt und Ausgleichsströmungen in Gang setzt wodurch diese Überproduktion anhalten kann.

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